Beiträge von Looking

    Vespa kam mit 7Mt aus dem Tierschutz. Den Grundcharakter (menschenbezogen, ziemlich unsicher, neugierig, arbeitswillig, körperlich und kuschelbedürftig, einiges an Jagdtrieb, reizoffen) war sehr schnell klar, schon nach paar Tagen. Nach 1-3 Wochen wurde deutlich wieviel Jagdtrieb da noch kommt. Nach paar Monaten kam dann auch mal die eine und andere Frechheit hinzu. Was nicht von Anfang an klar war, ist wie Territorial sie werden wird. Inzwischen wacht sie durchaus ernsthaft, hat noch mehr Jagdtrieb bekommen. Hibbelig war sie am Anfang sehr, mittlerweile ist sie ein eher wenig hibbeliger Vizsla und kann sich gut beruhigen wenn sie eine Situation kennt. Alles andere hat sich bestätigt: im Grunde unsicherer Hund, erste Lösungsstrategie ist Tempo. Grundsätzlich aber neugierig und immer noch extrem arbeitswillig. Andere Probleme wie Trennungsangst oder nicht zur Ruhe kommen haben sich mit Training stark vermindert.

    Fazit: bei uns war der Grundcharakter schon in den ersten Tagen klar. Gewisse Züge und Ausprägungen haben sich aber über die Zeit noch verstärkt oder verändert. Sie war ja aber auch noch in der Pubertät.

    Wir haben das M2 geschafft. 700m durch den Wald, Kiesweg, Trampelpfade, Wiese und Asphalt. Bei der ersten Entscheidung war Vespa klar links und wurde erst nach ne Weile schwammig, da sind wir nahe an die Abpfeiffgrenze gegangen. Ich hätte längst umgekehrt, aber der Entscheid schien mir vorher so klar. Also zurück nochmal vor die Entscheidung und zack, Vespa lief rechts. Dann gabs eine recht klare Entscheidung, dann eine Spitzkehre zwischen Maisfeld und Waldrand, da brauchte Vespa Unterstützung, dann hat sie ganz schön wieder positiv angezeigt. Nächste Entscheidung wunderschön auf einer grösseren Kreuzung. Am Ende hat sie mir Zeichen für einen kleinen Trampelpfad in den Wald rein gegeben, aber sich für den Parallelweg am Asphaltsträsschen entlang entschieden. Nach einem kurzen Stück und mehreren Blinkern gegen rechts Proxymity Alert, Vespas Nase hoch und so sind wir heiter in den Wald gekracht und quer durchs Gebüsch zur VP die irgendwo hinterm Busch bisschen weiter im Wald drin sass. Merci Vespa, toller Hund und gut gelaufen trotz meinen Fehlern und Nervosität. :smiling_face_with_hearts:

    Mal davon ab wird denen kaum einfach so der Hund weggenommen wegen einer Meldung. Ich nehme eher an, dass er Auflagen bekommen wird: Maulkorb o.Ä., Wesenstest. Zumindest wäre das hier so.

    Ich würde hier auch nicht den Sohn über Anzeige entscheiden lassen. Der kann die Verantwortung nicht tragen - er nimmt dabei ja in Kauf, dass Erwachsene dann mega sauer sind. Ne. Für mich ist das die Entscheidung der Eltern.

    Als Ausrichter der Geburtstagsfeier hätte ich so einen Hund erst gar nicht zur Feier zugelassen. Das Beissen/Schnappen/Verteidigen war ja offensichtlich bekannt. Ich gebe der Schwester eine Mitschuld - auch sie hätte verhindern können.

    Vorher war der Hund angeleint auf dem Sofa. Das war wenigstens so im Ansatz eine Sicherung.

    Ne sorry. Die Hundehalter sind verantwortlich, kennen den Hund, wissen wann wo und wie er reagiert. Wie soll das die TE als Nichthundehalterin einschätzen können?

    Und sich weder entschuldigen noch melden finde ich ein klares Zeichen fehlender Einsicht. Angst vor der Reaktion? Dann sind sie einfach die falschen für so einen Hund. Der braucht Leute mit Rückgrat.

    Ich muss ehrlich sagen, ich könnte das nicht. Mit jemandem zusammen einen Hund haben der eine solche Einstellung zu Lebewesen hat. In der Regel sind das nicht gerade emphatische Menschen. Diese narzisstische Grundhaltung macht alles kreative und freundschaftliche echt kaputt. Diese Vorstellung, alles besser zu wissen, selber keine Fehler zu machen… ne. Einfach ne. Nicht mal einen Goldfisch würde ich mit so jemandem teilen.

    Ich würde den Hund auf mich überschreiben lassen. Er mag sie ja eh nicht, da sie nicht funktioniert wie er das will. Und er wird sie (und dich) eventuell noch viel weniger mögen wenn es mit dir klappt und sie mit dir gut und freudig arbeitet.

    Ich wünsch dir, dass es nicht so ist und er Respekt und Bewunderung für euch finden wird. Glaube aber ehrlich gesagt nicht daran.

    Zusammen einen Hund (oder Kind) haben geht super wenn man sehr ähnliche Werte und Grundhaltungen hat. Sonst nicht.

    Ich würde, wenn es denn passt, die ältere Hündin zu einem jungen Kind nehmen und dann gegebenenfalls in ein paar Jahren einen jungen Hund dazu wenn das Kind älter ist. Ich fand schon unsere 7mt junge TS (ok, Jagdhund) Hündin mit 11jährigem Sohn ECHT anstrengend. Mit einem kleinen Kind? Ne. Risiken tragen sich leichter wenn die Kinder selbständiger und vernünftiger sind.