Beiträge von Querida

    Bei solchen Meldungen fällt mir immer wieder auf, dass leider immer noch oft sehr junge Leute Hunde der gelisteten Rassen halten, häufig leider auch aus bildungsfernen Schichten.

    Sorglosigkeit, "Kampfschmuser"-Getue und Unreife tun dann ihr Übriges...

    Leider, denn gut gezogene Hunde des Bull- und Terrier-Typs sind tolle Hunde -wenn man sie denn verantwortungsvoll führt und ausbildet.

    Danke, ich werde euren Rat beherzigen.

    Centstücke würde ich bei meinem gefrässigen Etwas nie probieren - der frisst sie garantiert- seufz.

    Ich würde bei einem Hund, der das Apportieren nicht von sich aus anbietet und dem ich erstmal beibringen muss, Gegenstände überhaupt im Maul zu halten, mit "einfachen" Gegenständen anfangen die angenehm im Maul liegen.

    Eine Bekannte mit TS-Hund, der so gar nichts ins Maul nehmen wollte - die aber wegen einer Behinderung ihrem Hund gern beibringen wollte, ihr Dinge zu bringen oder aufzuheben, hat es so gemacht:

    Halten von Gegenständen geübt in folgender Reihenfolge:

    1) Beißwurst (Jute), Gummi-Bringsel

    2) Leichtes Obedience-Apportel aus Plastik

    3) Bringholz (Holz)

    als 1-3 funktionierte und der Hund sowohl das Halten als auch das Bringen erlernt hatte, machte sie weiter mit:

    1) Packung Taschentücher

    2) Kleine PET-Flasche

    3) Esslöffel

    4) Schlüsselbund

    Inzwischen bringt der Hund einfach alles, sogar das klingelnde Telefon....

    Ein toller Erfolg, da der Hund überhaupt keinen Beutetrieb hat und anfangs überhaupt gar nichts (außer Futter) ins Maul nehmen wollte.

    nur weil Person x mit einem bestimmten Typ Hund tolle Prüfungen ablegen kann, heißt das ja leider (oder zum Glück?) Nicht, dass ich mit dem Hund auch gut klar käme. Und das ist doch für den üblichen Welpenkäufer mindestens so wichtig, wie die Prüfungsergebnisse.

    Bei Rassen, bei denen ein hohes "Risiko" besteht, einen für den Durchschnitts-HH schwierigen Hund zu bekommen, haben allerdings auch die Züchter ein Auge drauf, wem sie welchen Hund vermitteln.

    Ich kenne ja einige LZ-DSH und Mali-Züchter persönlich - da wird extrem darauf geachtet, was die Leute mit dem Hund vorhaben, wie erfahren sie sind usw.

    Jemand, der "so einen Hund" haben will, weil er ihn "schön findet" und weder sportliche Ambitionen noch Erfahrungen mit "spezielleren" Hunden hat, bekommt da erst gar keinen Welpen. Wenn man dann einen Welpen bekommt, achten alle mir bekannten Züchter außerdem noch darauf, ob der favorisierte Welpe auch passend erscheint.

    Ich halte meine Hunde generell von Kläffern fern (wenn möglich), denn leider generalisieren Hunde sehr schnell.

    Wir haben hier ja leider auf dem Nachbargrundstück 2 Kleinhunde, die nicht erzogen werden und non-stop kläffen, wenn wir uns im Garten aufhalten.

    Meine Hunde haben gelernt, das Gekeife zu ignorieren und auf die Dauerbeschallung nicht zu reagieren.

    Leider mögen sie aber generell keine kleinen Hunde mehr, seit die beiden Biester mal vom Grundstück gerannt sind und Attacken gestartet haben, als wir an der Straße vorbei gelaufen sind.

    Seitdem muss ich Kleinhunde allgemein fernhalten, denn sie würden sie vermutlich packen, wenn sie auf Tuchfühlung kommen.

    Es reicht also eine blöde Erfahrung, um einen Hundetyp nicht mehr zu mögen. Und wenn der Hund erwachsen wird, fängt er an, das deutlich zu zeigen.

    Ich wäre sehr vorsichtig im Kontakt mit fremden Hunden, wenn der Hund dazu neigt, diese in der Interaktion plötzlich zu verbellen. Ich kenne viele Hunde, die sich dadurch entweder provoziert fühlen oder (falls das Gekläffe aus Unsicherheit geschieht) ins Mobben übergehen.

    Blöd, wenn ein unsicherer Hund sich dann in seinem Gebell bestätigt fühlt, weil er eins auf die Mütze bekommen hat.

    Kontakt würde ich daher nur dann zulassen, wenn ich mir zu 100% sicher sein kann, dass der fremde Hund gelassen und freundlich bleibt und da die Stimmung nicht plötzlich kippt.

    Es ist durchaus sinnvoll, dem Hund das Verweisen/Anzeigen und Apportieren als 2 völlig unterschiedliche Übungen beizubringen - auch außerhalb des Sports (kann man ja tatsächlich im Alltag gebrauchen).

    Je nach Typ fällt Hunden i.d.R. eines von Beidem leichter (was dann von selbst angeboten wird) - das andere muss dann sorgfältig und kleinschrittig aufgebaut werden.

    In Deinem Fall würde es ja durchaus Sinn machen, den Apport jetzt sauber aufzubauen (und das Verweisen als gesonderte Übung zu erhalten) - am Besten wie bereits beschrieben über das Halten.

    Wer sich mal Hals, Fang und Zähne kleiner Jagdhunde (Teckel, Dt. Jagdterrier, JRT/PRT) angesehen hat, stellt fest: Kein Vergleich zu den typischen (Zwerg-)Begleithunden, die deutlich schlechter bemuskelt sind und oft auch eher "Mausezähnchen" haben. Kleiner Terrier gegen Malteser, Zwergpudel usw? Ungleicher Kampf...

    Mein SBT mit seinen 36cm SH hat z.B. denselben Halsumfang wie mein Mali, Zähne sind gleichgroß, Fang nur einfach kürzer. Wenn der sich festbeißt und wie irre schüttelt, richtet der gewaltigen Schaden an...trotz seiner geringen 15kg. der Hund ist ein einziger Muskel, der hebelt dann wie Sau.

    Will sagen: Natürlich kann ein kleiner Hund einen anderen kleinen Hund töten.

    Es kann aber auch genau anders sein: Selbstsichere Hunde, die aufdringliche Fremdhunde gern abstrafen würden. Ich habe meinen Hunden klar vermittelt, dass ich Fremdhunde fernhalte und sie sich zurückzuhalten haben.

    Mich würde mal brennend interessieren wie du deinem Hund klar vermittelt hast das er sich zurückzuhalten soll

    Über den Gehorsam - ich lege meine Hunde ab und vertreibe den fremden Hund. Kein Hexenwerk, setzt aber einen gewissen Ausbildungsstand voraus (nämlich, dass die Ablage unter keinen Umständen verlassen wird).