Beiträge von Querida

    Und egal wie gut da die Anlagen mal waren und selbst wenn der Hund gesund ist, das nachzuholen, was da im ersten Zuhause versäumt wurde in Sachen Vorbereitung und Ausbildung, das holt man nicht mehr auf.

    Deshalb sind Tierschutzhunde für Vollblutsportler per se uninteressant und deshalb ist die Angst, die Hunde würden verheizt werden, wenn man sie an Sportler gibt schlicht unsinnig.

    Das sehe ich ähnlich, denn ein erwachsener Hund, der entweder versaut oder zumindest von Welpe an nicht entsprechend aufgebaut wurde, eignet sich trotz ursprünglich bester Anlagen nicht mehr wirklich für den Leistungssport.

    Und ein wenig hobbymäßige Beschäftigung zu verteufeln ist doch dann gerade Schwachsinn?

    Man kann den Hund doch einfach einen neuen Namen beibringen. Ist doch nicht so schwer.

    Kann man schon, aber wenn ein Hund mit knapp sechs Monaten schon so toll auf seinen Namen hört, dann erscheint es mir sinnvoller, meine namenstechnischen Befindlichkeiten zurückzustellen. Zumal sich meine Tochter sehr schnell mit dem Namen „Fynn“ angefreundet hatte und es in erster Linie ihr Hund sein sollte.

    Querida

    Sorry, ich habe leider nicht verstanden, was du meintest. :ka:

    Mit Papiername meinte ich, der Name mit Wurf-Buchstaben, den der Züchter individuell an jeden einzelnen Welpen vergibt. Der Zwingername ist natürlich fix.

    Ich meinte es so, nehmen wir als Beispiel meine Mali-Hündin:

    Zwingername ist "Airport Hannover", das stand also fest.

    Der Wurf war der Y-Wurf, es musste also ein weiblicher Name mit Y her, den ich selbst aussuchen durfte (sofern noch nicht vergeben).

    Ich entschied mich für Yuma, so dass meine Hündin jetzt auf dem Papier Yuma Airport Hannover heißt.

    Da ist nichts kitschig oder albern und ich rufe meine Hündin jetzt "Yuma" oder rede von ihr auch mal als "Yumi".

    Ich brauche also keinen neuen Namen und bei meinem Rüden lief es ähnlich, sein Rufname ist der Name vor dem Zwingernamen auf den Papieren.

    ich fand die Studie/Reportage/Buch von Günther Bloch über die Pizzahunde sehr interessant. Buch gelesen und DVD geguckt. Die Rüden durften da wirklich nicht alle ran, bzw sogar nur 2 Rüden des ganzen Rudels (und es waren deutlich mehr Rüden als Hündinnen im Rudel) . Die mussten aushalten und lernen, dass sie halt nich ran dürfen. Ich würd das gern meinen Hund auch vermitteln, mir fehlt da nur noch der Weg "WIE". So einzelne Dinge habe ich mir schon erlesen, wie zb. den Hund beim schnüffeln nicht reinsteigern lassen, dh. sobald er anfängt zu schlecken und länger zu verweilen, dies zu unterbinden usw. aber das war bisher der einzige Trainingsschritt,den ich so "gefunden" habe. Vermutlich gibt es noch viel mehr Dinge, die ich im Alltag zu Hause/mit den Mädels nebenan und unterwegs schon tun kann, aber bisher erfahre ich darüber sehr wenig. Habe sogar bei HH nachgefragt mit unkastrierten gemischten Rudeln zu Hause, aber ich bekomme irgendwie selten auskunft. Ich weiß manches kann man nicht pauschal empfehlen, aber irgendeinen Ansatz zum probieren und üben,hätte ich schon gerne. Ich wollt ihn demnächst in dieser Zeit noch mehr mit Dummyarbeit "ablenken". Erst habe ich das nicht gemacht, weil ich mir mein Training nicht versauen wollte, aber eigentlich machen wir nur Hobbymäßig und er liebt die Dummys wirklich sehr,sodass ich es jetzt diesmal mehr damit versuche. Ob es ihn davon abhält daheim die Bude vollzuheulen,wenn wir arbeiten sind? ich weiß es nicht.... irgendwelche Pflanzlichen Mittel, die ihn weniger "leiden" lassen, wirken wirklich immer sehr verlockend :ka:

    Ich halte ja auch seit jeher gemischte Rudel, teils alle unkastriert und dennoch problemlos.

    Aus meiner Sicht helfen keine vereinzelten Tips sondern das Gesamtsystem muss stimmen, das bereits bei der Welpenaufzucht beginnt:

    - Nehmen die Hunde mich als hinderlichen Klotz am Bein und Spaßbremse wahr, oder als Highlight, mit dem sie unbedingt zusammen arbeiten wollen?

    - Sind die Hunde am Hundeführer orientiert oder außenorientiert (andere Hunde, Schnüffelstellen usw.)? Warum ist das so? (Oft HF-Fehler)

    - Wie sind Impulskontrolle und Frustrationstoleranz?

    - Wie ist der Ausbildungsstand?

    - Fordert der HF gemäß des Ausbildungsstandes den Gehorsam ein, verlangt aber nichts, was der Hund noch gar nicht kann?

    - Empfinden die Hunde den HF als souveräne, faire, sichere Führung oder als wankelmütiges Anhängsel an der Leine?

    - Ist der HF konsequent und beständig?

    Hinzu kommt, dass die meisten Hunde nicht gelernt haben, unter starker Ablenkung zu arbeiten. Sobald ein vermeintlich interessanterer Reiz ins Spiel kommt, ist der HF abgeschrieben und die Arbeit wird abgebrochen.

    Die Kunst, langfristig einen Hund heran zu ziehen, der auch unter stärkster Ablenkung mental beim HF bleibt, besteht meiner Meinung nach darin,

    - den Schwierigkeitsgrad konsequent und langsam so zu steigern, dass der Hund den Interessenkonflikt noch zugunsten des HF lösen kann (Machbarkeit für den Hund)

    - Beherrschtes dabei konsequent und klar einzufordern

    - zunächst mit immer gleichen Bildern zu arbeiten (Automatismen generieren)

    - den Hund in einer Trieblage zu halten, die mentale Löcher stopft und Spaß mit dem HF vermittelt (Zusammenarbeit lohnt sich)

    - den Hund abzusichern (unerwünschtes Verhalten führt niemals zum Erfolg, Mitarbeit lohnt sich)

    und

    darauf zu achten, keinen meidenden sondern einen zum HF aktiven Hund anzustreben.

    Das alles lernt man am Besten live am Hund unter Anleitung erfahrener Hundler. Bücher und Texte sind schön und gut - ohne Korrektur und Anleitung durch reale Personen in der Praxis macht der Mensch aber einfach zu viele Fehler.

    Meine Hündinnen lasse ich übrigens auch läufig und die Rüden auch bei Anwesenheit läufiger Hündinnen ganz normal arbeiten. Meiner Erfahrung nach ist das der mentalen Ausgeglichenheit zuträglich und verhindert bei Hündinnen Scheinträchtigkeit und bei Rüden oversexed-Verhalten.

    Vielleicht könnt ihr mir noch konkrete Tipps geben: Fiete zerrt wie wild an der Leine, ist nicht ansprechbar und nicht abzulenken. Was tun?

    Kannst Du Dir nicht von der Trainerin live zeigen lassen, wie Du ihn in dem Zustand am Besten führst? So etwas lernt man nur am individuellen Hund, weil man ihn live erleben muss und dann in der Situation Hund und Halter anleiten.

    Öhm...jetzt bin ich wirklich erstaunt! Bei meinen Hunden stand der Zwingername logischerweise fest -aber den individuellen Namen durfte ich aussuchen, der dann in die Papiere eingetragen wurde. Insofern ist der Rufname auch Papiername, wenn man den Zwingernamen weg denkt.

    Naja, die Personen, die die Texte verfassen, müssen nicht unbedingt diejenigen sein, die über die Eignung der potentiellen neuen Halter entscheiden. Solange man also nicht beim Beratungsgespräch saß, sollte man nicht vorschnell urteilen (damit will ich aber keinesfalls sagen, dass ich solche Texte gut oder hilfreich finde). Je nachdem wie viele Hunde pro Monat neu eingestellt werden, wird da schon copy/paste mit rein spielen.

    Sonst regt man sich eben darüber auf, dass es unmöglich ist, die Anforderungen zu erfüllen :ka:

    Aber das ist doch nicht Sinn der Sache.

    Dann kann ich ja gleich nur Eck Daten und Foto einstellen.

    Das erklärt auch nicht, weshalb es vorkommt, dass Züchter ihre Nachzucht nicht heraus bekommen oder Interessenten unterschreiben sollen, mit dem Hund keinen Sport zu machen! An Copy und Paste kann es kaum liegen...

    Sie ist etwas streitsüchtig und hat vor der Verhandlung keine Angst. Sie möchte nur wissen - wer sie angezeigt hat und das darf sie erst erfahren - wenn die Sache vor Gericht ist.

    Wie unsympathisch. Kein Wunder, dass sie angezeigt statt angesprochen wird, wenn sie als streitsüchtig gilt. Und den Fehler hat ja sie gemacht - auch, wenn der nicht gravierend ist.

    Mir scheint, dass manche den Tierschutz zur Religion erklären - da geht es dann nicht mehr um Wissen sondern Glauben.

    Und Fanatismus führt dann schnell dahin, aggressiv und überzogen zu handeln.

    Hinzu kommt, dass einigen Menschen Hörensagen reicht, um zu einem Urteil zu kommen. Da hat man dann "mal gehört", Schutzhundesport oder Jagd sei generell Tierquälerei und die Hunde würden da zusammen geknüppelt. Das wird dann einfach mal so verinnerlicht, ohne sich informiert zu haben...

    Querida Danke für deine Antwort. Ein Ruhe-Kommando gibt es hier tatsächlich in der Form nicht. Fiete ist immer super zur Ruhe gekommen, hat eigentlich nie gebellt oder rumgenervt...

    Vermutlich liegt da der Hase im Pfeffer - gerade bei Hunden, die vor der Pubertät unkompliziert sind, werden die Besitzer ab der Pubertät dann kalt erwischt und müssen "nachsteuern".

    Malinois zur Familie mit ein bisschen Bällchen spielen.

    Kangal mixe als Familien Hund und co

    Warum machen Tierheime das, ich meine bei so was ist doch klar das es Rückläufer gibt ?

    Und das ist doch eigentlich nicht Sinn der Sache

    Da gibt es 2 mögliche Gründe:

    1) Inkompetenz. Mitarbeiter im TH sind nicht automatisch fachkundig...

    2) Zählt eigentlich zu Punkt 1, ist mir aber einen eigenen Punkt wert:

    Vorurteile und mangelndes Wissen - Sport, Jagd, Herdenschutz usw. werden generell als tierquälerisch verteufelt und man glaubt, der Hund brauche nur eine Couch und genug Liebe, um glücklich zu werden. Fatal.