Beiträge von Querida

    Mit Oberfeldwebel hat es ja nichts zutun und schon garnicht mit der Denkweise. Denn die Denkweise ist mir selbst nicht klar - weshalb ich hier im Forum auch frage. Wenn ich jetzt hier im Forum lese, dann behandeln viele Besitzer den Hund so, als würde er mit ihnen auf einer Ebene stehen. Meine Befürchtung - nach einiger Literatur und Videos von anderen Trainern - ist dass der Hund dann im erwachsenen Alter, wenn er sich seiner Größe und Kraft bewusst wird, dann mich / den Halter nicht mehr als Halter ansieht, sondern als "Bruder" und jedes Kommando wird dann zu einer Empfehlung und der Hund tanzt mir dann auf der Nase herum.

    Es gibt drei "Säulen", die einen guten Hund ausmachen: Trieb, Selbstsicherheit, Belastbarkeit.

    Die genetische Komponente spielt natürlich eine entscheidende Rolle, dennoch trägt eine vernünftige Welpenaufzucht und Grunderziehung erheblich dazu bei, wie der Hund später aufgestellt ist.

    Einen Welpen stark zu machen, hat nichts damit zu tun, mit dem Hund "auf einer Ebene zu stehen", sondern damit ihm zu vermitteln, wie er Probleme und Konflikte lösen kann, dass aktives Arbeiten (auch über "Umwege") zum Erfolg führt und dass die Welt sicher und voller Spaß ist.

    Ein Verhalten, das ich niemals fördere und auch nicht haben will, ist Meideverhalten.

    Machst Du bei einem Welpen zu viel Druck zur falschen Zeit, bekommst Du (zumal ich befürchte, dass Du gar nicht weißt, wie man mentale Löcher über den Trieb stopfen kann) einen meidigen Schisser.

    Wenn ich richtig gelesen habe, hast Du einen weißen Schäferhund? Die haben ja i.d.R. nicht die beste Triebveranlagung und neigen ohnehin zu Unsicherheit - wenn Du da jetzt schon mit zu viel Druck oder gar aversiv ran gehst, bekommst Du im besten Fall nachher einen unsicheren, meidigen Hund - wenn Du Pech hast, erhältst Du so einen angstaggressiven Hund.

    Beides Müll.

    Übrigens: Wenn Erziehung und Ausbildung stimmen, wird gerade ein mental starker, proaktiver (statt meidiger) Hund toll arbeiten. Weil er sich eben nicht in Meideverhalten flüchtet sondern Konflikte in der Arbeit und durch Arbeit löst.

    Es gibt in den USA genau so "liebevolle" und kenntnisreiche Hundetrainer wie in Deutschland. Und eben auch weniger gute, genau wie in Deutschland. Viele interessante Ansätze kommen nach wie vor aus den USA, und Fachleute tauschen sich ständig aus.

    Die Lebensverhältnisse von Hunden und ihren Haltern können in verschiedenen Ländern unterschiedlich sein, aber gutes Hundetraining ist überall gutes Hundetraining.

    In manchen Kommentaren zu Milan kommt es mir vor, als würde den Amis unterstellt, sie wären in punkto Hund gerade erst von den Bäumen gestiegen, und deswegen dürfe man ob dieser allgemeinen Barbarei Milan nicht zu streng beurteilen. Diese Sichtweise halte ich für unzutreffend.

    Dagmar & Cara

    Sie sind nicht von den Bäumen heruntergestiegen. Nein - sie haben teilweise ganz andere Anforderungen an den Hund. Möglicherweise einen ursprünglicheren, teilweise einen extrem überzogenen. Die wollen Hunde die selbstständig denken, selbstständig agieren und handeln. Hierzulande ist ein Hund eine Seltenheit der irgendwo entlaufen, selbstständig Hilfe holt, das war in der Erziehung nicht vorgesehen. Und ja, solche Art Hunden kommt bei uns aus rumänien, Bulgarien, teilweise Ungarn oder der Slowakei. Teilweise ist auch das "scharf" abrichten in diversen Gegenden der USA - und sogar in Europa usus, das muss ein Hund ganz einfach "können". Denn wenn der Besitzer eines kleinen Landguts in Texas / Norwegen / England nicht da ist - verteidigt der Hund. Hierzulande wirst du angezeigt, wenn ein Einbrecher über deinen Zaun klettert und dir an Leib oder Leben will - und dein Hund verteidigt dich mit dem Maul und geht auf Angriff. Dann hast du nämlich laut Gesetz deinen Hund nicht im Griff.

    Und wie genau passt das zur hemmenden Arbeit CMs??? Das ist doch ein Widerspruch in sich.

    Du widersprichst Dir allerdings generell, denn zunächst schreibst Du von "scharf abrichten" (die Wortwahl allein zeugt schon von 0 Ahnung), kurz darauf muss ein Hund das einfach können.

    Es fällt auf, dass Du regelmäßig eine Mischung aus gefährlichem Halbwissen und Unsinn postest - vielleicht einfach vor dem Absenden selbst noch mal lesen?

    Das Jugendamt zum Beispiel kann annehmen das ein Kindeswohl gefährtet ist und die Eltern müssen beweisen das dem nicht so ist

    Das stimmt so nicht.

    Die Eltern müssen erst mal gar nichts... wenn ein Mitarbeiter des Jugendamtes der Meinung ist, das Kindeswohl sei gefährdet, muss er das Familiengericht bemühen und ein Richter muss entscheiden.

    Bei Gefahr im Verzug kann auch sofort gehandelt werden (Familienrichter muss dann dennoch absegnen), dazu reicht logischerweise eine "Annahme" aber nicht aus.

    Wenn davon ausgegangen wird, dass das Kindeswohl gefährdet ist, suchen Mitarbeiter des Jugendamtes übrigens die Familie nicht auf, weil die irgendwas "beweisen" soll, sondern sie verschaffen sich einen Eindruck, erstellen ggf. einen Hilfeplan und vertreten gemeinsam mit Verfahrenspflegern das Kindeswohl vor Gericht - falls Entscheidungen fällig werden und die Eltern keine freiwilligen Hilfen annehmen (obgleich diese notwendig wären).

    Dass Mitarbeiter von Jugendämter in der Vergangenheit überzogen oder gar nicht reagiert haben, steht auf einem anderen Blatt. Ohne Familiengericht/richterlichen Beschluss haben die Mitarbeiter keine Befugnis für weitreichende Entscheidungen.

    Ich denke mir er hat durchaus manchmal gute ansätze, dennoch ist wahrscheinlich die Hundehaltung in den USA (Schutzhunde - jeder Mensch darf sein Land verteidigen auch mit Hund) durchaus anders zu betrachten. Das dort wahrscheinlich ein liebevoller Hundetrainer aus Deutschland oder Österreich plötzlich wirklich ganz andere hunde vor sich hat wie in Österreich oder Deutschland ist auch klar.

    Sorry, aber: So ein Blödsinn. Mit "Schutzhunden" hat CM so überhaupt nichts zu tun, sondern mit unerzogenen Familienhunden.

    CM und "Schutzhund" verträgt sich auch so überhaupt nicht, denn er hemmt Hunde und bringt sie ins Meiden, während ein Schutzhund das genaue Gegenteil benötigt.

    Du hast nen großen Hund oder?

    Meinst Du mich?

    Ich hatte schon Hunde zwischen 6kg und 35kg, also alles dabei.

    Und ja, meine Hunde dürfen "mal bellen", heißt kurz melden, wenn Fremde am Tor sind, verbellen im SD, bellen auf Kommando oder bei speziellen Übungen.

    Was sie nicht dürfen, ist Hunde und Passanten ankläffen, dauerbellen, pöbeln oder penetrant einfordern.

    Bisher haben das alle gelernt.

    Ich habe mir ja spaßeshalber die eine oder andere Hundeschule mal angesehen (Training zugeguckt) und lese hier jetzt im Thread....

    Fazit: Viele Hundeschulen sind die beste Möglichkeit, den Welpen schnell und nachhaltig zu versauen:

    1) Außenorientierung aufkonditionieren (andere Hunde = hibbeln, wann man endlich hin und spielen darf, hoffentlich ist die blöde Arbeit gleich vorbei)

    2) Gleich unter extremer Ablenkung einfordern, dass der Hund sich konzentriert und irgendwelche Übungen macht (Stress pur und Überforderung)

    3) Den Welpen auf Krampf durch Bällebäder und Tunnel bringen wollen. Spaß und individuelles Lerntempo geht anders...

    4) Drucksituation für unerfahrene Halter generieren ("die anderen Welpen können das schon")

    5) Ohne Sinn und Verstand Sitz, Platz, Fuß trainieren - leider meist falsch und spaßfrei

    6) Den Haltern einreden, sie müssten sozialisiiiiieren - wodurch die Welpen dann privat ein irres Programm (Stadtgang, zu 1000 Hunden und Menschen müssen usw.) durchlaufen

    7) Zerr- und Beutespiele sind gaaaanz pöhse und verboten (schade für sehr viele Hunde, die von sinnvollem Beutespiel profitieren würden. Z.B. in Puncto Impulskontrolle)

    Am Ende hat Welpi fürs Leben gelernt: Der Mensch ist eine nervende, hemmende Spaßbremse, Zusammenarbeit ist blöde, andere Hunde hingegen verheißen Spaß und Action.

    Die nächsten Monate nach der Hundeschule muss der Halter dann endlos daran arbeiten, dass sein Hund ihm überhaupt noch Beachtung schenkt, nicht zu fremden Hunden durchstartet und überhaupt Freude am gemeinsamen Tun hat. Hätte man sich sparen können...

    Bei einem echten Zwerg haben Besitzer Angst vor Begegnungen.

    Kann ich leider nicht bestätigen - habe es leider zu oft (teils auch als unbeteiligte Beobachterin) erlebt, dass Leute ihr keifendes Kleinteil durchstarten lassen...

    Der erste hat auch gerne gekläfft, Terrier.

    Ausrede für mangelnde Erziehung. Ich hatte in meinem Leben diverse Terrier verschiedener Größen - bei keinem war es sonderlich schwer, ihm Benimm beizubringen.