Beiträge von Javik

    Frage an euch in die Runde:

    Was kauft ihr in Welpengrösse und was in Endgrösse und worauf verzichtet ihr bis son Zwerg groß genug ist?

    Überlege wg Bademantel, Regenjacke: Kauf ich das erst, wenn er fertig ist und wickel vorher in Behelfslösungen?

    Ich habe ein uraltes Welpengeschirr, okay, hatte, gewisse Welpen haben den Verschluss zerkaut. Das stammte noch von Koda.

    Dann habe ich noch ein Geschirr in mittlerer Größe für die Junghundedchleppleinenzeit, ähnlich alt.

    Und, da Argos damals gar so erbärmlich gefroren hat, habe ich noch einen warmen Welpenmantel.

    Gerade das Welpenzeug kann ich, selbst wenn ich es von noch eindeutig zu groß bis kann man gerade noch anziehen nutze, immer höchstens ein paar Wochen nutzen. Selbst als Mehrhundehalter der öfter mal Welpen hat, finde ich es einfach unrentabel hier ewig viel Zeug in allen Größen zu haben, das ich nur kurz oder auch gar nicht nutze.

    Also mein Freund ist jetzt kein Choleriker oder so. Der Satz mit dem Anschreien klingt wirklich seltsam, da habt ihr recht.

    Es geht eher um so alltägliche Dinge. Er ist z.B. ein Gamer und manchmal rastet er da ganz schön aus und schreit rum und das soll dem Hund jetzt kein Trauma bescheren, mal so als Beispiel.

    Das dagegen finde ich durchaus sinnvoll. Allerdings sollte das jeder Hund mal abkönnen. Also ins TH würde ich aus dem Grund jetzt nicht schauen, wenn der Hund schon ein Angsthund ist kann das wirklich blöd enden. Aber ein wesensfester Welpe vom Züchter sollte da nicht so stark reagieren. Zwischen rumschreien und den Hund anschreien unterscheiden auch Hunde.

    (Aber sein Frauenbild sollte der Gute mal überdenken. Frauen sind nicht sensibler, sie zeigen es nur offener/"dürfen"/"sollen" es offener zeigen.)

    Terrier fände ich klasse, so ein Jack Russel z.B. ist total niedlich und hätte auch die perfekte Größe für mich.

    Mach das mal. Parson- und Foxterrier sind rassetechnisch eng mit denen verwandt, also alternative Möglichkeiten.

    Und wenn dein Freund sie wegen ihrer Größe und dem hellen Fell zu "unmännlich" findet, dann soll er sich mal anschauen was die Hunde bei Drückjagden, Nachsuchen und im Bau so machen.

    Ansonsten kann ich da nachhelfen, ich kenne da ein paar nette Videos. Nicht unbedingt mit JRT, aber der Job ist der Gleiche.

    Irgendwie find ichs ja falsch einen Hund zu suchen den man auch mal anschreien kann oder lieg ich da falsch mit unserem Sensibelchen?

    Ich sehe vor allem nicht wieso man sowas will.
    Argos kann, je nach Situation, da ziemlich hart werden. Heißt aber ja auch, dass es den im Falle eines Falles nicht interessiert, wenn ich einen Brüller loslasse wenn Not am Mann ist. Das ist absolut keine positive Eigenschaft.

    Was mein Freund mit "hart und robust" meint ist nicht, dass er dem Hund weh tun würde, aber er ist manchmal schon etwas aufbrausend und er möchte einfach einen Hund, den er auch mal anschreien kann, ohne dass er zusammenbricht.

    Keiner meiner Hunde ist so stark zusammengebrochen wie meine Schäferhunde, wenn ich sie auch nur unzufrieden angeschaut habe.......

    Ich finde gar nicht, dass man das so verallgemeinern kann. Hier wird sich auch nicht jeder davon freisprechen können, sich bei der Hundewahl anfangs aufgrund der Optik objektiv vergriffen zu haben oder begeistern zu lassen und bei einigen wird sich das Leben auch nur deshalb dahin entwickelt haben, wo es heute ist.

    Meiner Meinung nach macht es aber nen Unterschied, ob man eben einen Hund optisch ansprechender findet, oder pauschal in "Männerhunde" und "Frauenhunde" unterteilt. Und das ist der Punkt, den ich ziemlich daneben finde.

    Wenn jemand, der keinen Plan von Hunden hat, einfach nach Optik geht und auf Grund dessen sagt, welchen Hund er gerne hätte, ist das das eine. Aber wenn man behauptet, es gäbe Rassen, die für Männer besser geeignet sind und welche, die für Frauen besser geeignet sind, finde ich persönlich das schon schwer daneben 😅

    Ja, und die damit einhergehende Abwertung der "Frauenhunde". Das ist das was mich dran stört und zwar sowohl, dass hier Rassen unterschätzt werden, wie auch die simple Tatsache, dass das Frauen-xyz in dem Kontext mal wieder für weniger gut, schwächer, schlechter steht. Männerhunde sind ja scheinbar gelehriger als Frauenhunde...........

    mein Mann ist auch so ein typischer "harter" Kerl

    Unser "kleinster" Hund war ein Dackel - und mein Mann und das Dackeltier waren das perfekte Team. Er ging voll Stolz und lässig mit dem Dackeltier voraus

    Wundert mich gar nicht. Zeigt nur, dass dein Mann Geschmack hat. Wer mal einen Dackel in Aktion gesehen hat weiß, dass die meisten Männer denen nicht im Ansatz das Wasser reichen können.
    Zumindest habe ich noch keinen Mann mit einem Messer in eine enge Bärenhöhle kriechen sehen, nur um sich zum Spaß mit dem Bär anzulegen.

    Was wir uns wünschen:

    Freundlich, nicht ängstlich, nicht riesig, kein Kläffer, muss gut in der Stadt zurechtkommen, mit Öffis, mit Menschenmengen usw. Sollte andere Hunde mögen, sollte gerne spazieren gehen, wandern gehen, Radfahren und generell etwas sportlicher sein. Sollte überall mitkommen wie z.B. Cafés, Bars,...

    Wir oder du?

    Denn außer "nicht ängstlich" und eventuell noch "nicht riesige" erfüllt keine der Rassen deines Freundes die Vorgaben. Bei manchen könnte man noch Glück mit Einzelexemplaren und sehr guter Erziehung und Führung haben, bei anderen einfach wirklich gar nicht.

    Hier war mal eine Userin die mit ihren weißen Großpudeln Schutzdienst gemacht hat, ich bin der Meinung es gab auch Bilder, aber ich finde die gerade nicht.

    Wasserhunde (und ursprünglich auch mal der Pudel) wurden, wie der Name schon sagt, dafür gezüchtet im Wasser zu arbeiten, als Jagdhunde. Als Jäger empfehle ich daher einfach die Rassewahl bis November (Hauptjagdzeit auf Wasserwild ist im Herbst) zu verschieben. Da schmeißt du ihn dann ins Wasser und er soll dir Stöcke aus dem Wasser fischen. Mach das ein paar Stunden lang. Vielleicht findest du auch einen Nutria. Den soll er dir mit bloßen Händen erlegen und auch aus dem Wasser ziehen. Wenn er dann aus dem Krankenhaus zurück ist, redet ihr nochmal darüber wie das mit der Härte und Robustheit so war. Okay, die Rassen die du dir anschaust sind dafür wohl nur noch in Ausnahmefällen geeignet, weil sie nicht mehr für die Arbeit gezüchtet werden... das gilt aber genauso auch für seine Rassen, abgesehen von der Leistungszucht der Schäferhunde.

    Okay, im Ernst, dein Freund hat keine Ahnung von Tieren. Gar keine. Und wenn er als reiner Spaßhundehalter Robustheit und Härte braucht, dann gehört er zu den Menschen die niemals nie irgendwelche Tiere in der Hand haben sollten.

    Das sind Eigenschaften die einem das Leben schwerer machen, die holt man sich wenn man sie braucht und sonst nicht (absichtlich).

    Davon abgesehen scheint er ja noch nicht einmal Ahnung von den "männlichen" Hunden zu haben die er da rausgesucht hat.

    Auf den Schäferhund treffen diese Eigenschaften zu ja, aber wenn der nicht ordentlich erzogen und geführt wird ist der nicht nur eine echte Gefahr für die Umwelt, sondern durchaus auch für euch selbst. Beim Boxer gibt es keine Arbeitszuchten, da sind die Eigenschaften also ziemlich flöten gegangen, und noch dazu wird die Schnauze immer kürzer. Wenn man im Sommer nicht mehr ordentlich "schwitzen" kann und das mit dem Luft bekommen auch so eine Sache ist, dann ist man meist nicht mehr sonderlich heftig. Auch hier kann dein Freund gerne einen Selbstversuch machen.

    Huskys, zumindest die Sibirier, werden auch nicht mehr für die Arbeit gemacht, die haben damit dann oftmals genau gar keine der drei genannten Eigenschaften und sind noch dazu ein komplett anderer Hund.

    Tja, und der Akita hat auch exakt keine der drei Eigenschaften, aber dafür ist es noch sehr, sehr viel schwerer diesen Hund so erzogen zu bekommen, dass er nicht bei jedem einzelnen Gassigang eine Gefahr für die Umwelt darstellt.

    Und, muss man auch dazu sagen, dein Freund hat sich da nur große Hunde ausgesucht. Wenn man sie schon nicht anders beeinflussen kann, dann muss man sie wenigstens halten können. Immer. Überall. Und das ist bei der Größe nicht einfach.

    Vor allem aber, keiner dieser Hunde wird euch Freude machen, wenn ihr einfach ganz normal eure täglichen Gassirunden machen wollt und da dann, was fast überall normal ist, andere Menschen und Hunde trefft.

    Was dein Freund dringend braucht ist eine saftige Dosis Realität.

    Und zuletzt noch, wenn ich einen Mann mit "krassem" Hund sehe und der den nicht unter Kontrolle hat, und sorry, aber ihr seid Anfänger, euer Hund wird nicht perfekt erzogen sein, dann denke ich nicht "boah, krasser Typ, der hat was drauf", sondern sehr, sehr unschmeichelhafte Dinge fürs männliche Ego. Dann sieht man nämlich deutlich, dass der Herr eine Schwanzverlängerung wohl dringend nötig hatte, aber noch nicht einmal die gebacken bekommt.

    Ich muss gestehen ich wäre gerade neugierig wo dein Freund meine Mamaschmusebabies einordnet. Oder Dackel und die kleinen Terrier, so Parson/Jack Russel Terrier, Jagdterrier, Foxterrier usw. :D

    Vorschlag. Du schreibst uns was ihr beide jeweils vom Hund wollt, Optik, Charakter und Verhalten und was ihr dem Hund bieten wollt und was ihr mit ihm machen wollt und wie euer Umfeld so aussieht. Und dann machen wir euch mal Vorschläge, die passen könnten und dann schaut ihr euch die mal live an.

    (Wobei ich denke, dass diese Liste deiner sehr viel ähnlicher sein wird als seiner, aber vielleicht findet sich ja ein Kompromiss.)