Für mich bringt dieses "Rasse xy ist gefährlich" den Nachteil mit, dass es impliziert, dass z.B. ein Retriever nicht gefährlich wäre und man deshalb sorglos sein kann. Weil kann doch nichts passieren, die sind doch nicht gefährlich oder böse.
Jepp. Meine ehemalige Psychologin war vor... 3(?) Jahren ganz normal mit ihrem Hund gassi und ist dabei auf eine American Bulldogg getroffen. Der Hund war an und für sich wohl nicht gefährlich im klassischen Sinne, aber er war völlig distanzlos und hat meine Psychologin einmal komplett umgemäht.
Ergebnis: Knie schrott. Ich kann nicht mehr aufzählen was genau war, aber das Knie war im Prinzip danach einfach nur noch als "kaputt" zu bezeichnen. Folgend waren mehrere Operationen um es halbwegs wieder hinzukriegen, monatelang Reha, das Bein durfte noch länger überhaupt nicht belastet werden etc.
Der Hund hat nichts gemacht außer ein distanzloser Tut-Nix zu sein, so wie genug andere Hunde, und ja auch gerne die Retriever, es auch sind. Trotzdem hat er massiven Schaden angerichtet.
Für mich bringt dieses "Rasse xy ist gefährlich" den Nachteil mit, dass es impliziert, dass z.B. ein Retriever nicht gefährlich wäre und man deshalb sorglos sein kann. Weil kann doch nichts passieren, die sind doch nicht gefährlich oder böse.
Das und ich denke das diese "Rasse xy ist gefährlich" Einstellung auch eben genau dazu führt, das diese Rasse relativ oft auffällig werden. Weil sie eben genau dadurch interessant für das falsche Klientel werden. Trifft im Fall der Radfahrerin jetzt vermutlich eher nicht zu, allgemein aber ja oft leider schon.
Auf der anderen Seite haben manche Rassen die Arschkarte gezogen, weil zu viele Menschen grundsätzlich davon ausgehen das sie "so etwas niemals tun könnten".