Beiträge von Manus Hundewelt

    Aber dein Hund weiß es anscheinend nicht. Das ist es, was ich dir die ganze Zeit sagen will. Die Führung stimmt nicht.


    Pack vorsichtshalber einen Maulkorb drauf, das wird auch dich sicherer machen.

    Jup, eben, ich schaffe es nicht ihn zu führen, trotz aller Mühe und Training und Hilfe. Deshalb sag ich ja, irgendwas mach ich komplett falsch. Maulkorb kommt jetzt eh drauf, sowas riskiere ich nicht nochmal.

    Das der Junghund abfitscht liest sich als bekanntes Problem

    Ja, sie lässt sich aber abrufen, wenn ich schnell genug bin, was bisher immer der Fall war, da ich aber nicht damit gerechnet habe jemanden zu treffen... mein Fehler, Schlepp ist dran.

    Magst du die Schilddrüsen Werte mal einstellen?

    Ich sollte sie irgendwo haben, ich suche nacher gleich mal.

    Wieso läuft er nicht sowieso mit MK, wenn er sich auch gegen dich richtet?

    Er richtet sich nicht gegen mich. Die Verletzungen entstehen nebenbei wenn er ins Halsband springt, da gibts ein gebrochener Finger, kratzer an Beinen und auch mal an den Armen und die Fleischwunde am Bein habe ich beim Bellen einkassiert. Zwischen meinen Beinen, den Pekinesen abwehrend, Shezza knurrend und bellend neben meinem Oberschenkel und dabei mein Bein erwischt, habe es erst später gemerkt, dachte erst es wäre ein Kratzer :ugly:

    Yuna verpasst mir mehr blaue Flecken und Kratzspuren, sanft ist einfach nicht ihr Sti.

    Wieso hast du Yuna dazu geholt? Hast du gedacht mit Shezza wird es dann besser. So war es damals bei meinem Mann. Mal abgesehen, dass er sich in Sammy verliebt hatte, dachte er aber auch, es wird besser mit Bo. Ist es im Endeffekt nicht. Hat die ganze Situation noch anstrengender gemacht, aber sie dann abzugeben und nur den lieben Sammy zu behalten, war keine Option

    Ja und Nein. Wir wollten einen zweiten Hund. Was "einfaches", "doofes", "langweiliges". Vorurteil :pfeif:

    Sie tut Shezza durchaus auch gut, die beiden sind ein Herz und eine Seele, aber natürlich schauen sich die zwei auch Blödsinn voneinander ab. Die Kleine ist aber leichtführig, da sind im Moment einfach noch die Hormone, die ihre Ohren teilweise verstopfen und das Hirn unbrauchbar machen ;)

    Hier geht es aber nicht um "die liebe Yuna behalten und Shezza abgeben", weil er anstrengend ist :skeptisch: :rotekarte:

    Ich kenne keine vorherigen Beiträge von dir, wer ist der Junghund, ist das auch deiner?

    Ja. Yuna, Hündin, etwas über ein Jahr alt, Labrador.

    Alltag managen/ritualisieren kann beruhigend wirken auf beide, auf dich und auf deinen Hund.


    Maulkorbtraining, Leine dran lassen und auch getrennte Spaziergänge ohne den Junghund (auch in dessen Interesse) wäre mein Anfangsweg.

    Ist Alltag.

    Ich vergesse, dass ihr nicht alles wisst, was ich weiss :hust:

    Hier gibt es reizarme Spaziergänge, ausserhalb. Sehr selten Besuch, Struktur, Garten, Kopfarbeit, Körpertraining und getrennte Spaziergänge, ausser mein Freund und ich gehen zusammen, bzw. und die letzte Runde um den Block.

    Shezza ist immer an der Leine inkl. Kurzführer. Entweder an der ein Meterleine oder an der Flexi. Im normalen Spaziergang mit Halti.

    Bis heute ohne MK und heute seit Monaten erstes mal wieder Freilauf.

    solche Hunde sind sogar noch froh wenn ihnen die Führung aus den Pfoten genommen wird

    Ganz sicher sogar! Und genau das lässt mich ja so verzweifeln, weil ich das einfach nicht hinkriege.

    Abgesehen davon würde ich bei so einem Hund mal aufhören so watteweich zu erziehen....... schwere Kindheit bestimmt krank........ Nein, TA sagt gesund, Geschwister normal also war wohl auch die Aufzucht i.O


    Du hast da einen respektlosen Rotzlöffel an der leine, der nicht vernünftig untergeordnet ist..... wenn ich da von Prellungen, Fleischwunden und Knochenbrüchen lese, frage ich mich was du dir denn alles bieten lässt, bevor du dem Hund mal erklärst, wo der Frosch die Locken hat

    Wo habe ich etwas anderes Behauptet? Schlechte Herkunft ist so, Hüfte schlecht auch, mehr ist da ja aber nicht, sagte ich doch. Ich wollte nur mal wissen ob körperlich alles in Ordnung ist, dafür habe ich ihn durchchecken lassen. Ich habe mir so meine Gedanken gemacht, heraus kam HD und leichte Arthrose die jetzt behandelt wird. Trotz seiner Herkunft habe ich jetzt schon mehrmals gesagt, dass ICH die Fehler gemacht habe, aber bisher gescheitert bin diese wieder hinzukriegen. Nichts da also mit watteweich, schwere Kindheit oder krank...

    Und dass er eine Arschkrampe ist streite ich auch nicht ab. Er nimmt mich NULL ernst. Das ist ja mein Problem. Und ich bring es nicht hin, dass sich das ändert, trotz drei Jahren unterschiedliches Training. ICH mach was falsch.

    Wie waren denn da jeweils die Ansätze? Was für eine Methode hat Erfolg gebracht und wo kippte das ganze wieder? Hast du da mal reflektiert und auseinander klamüsert woran es haperte?

    Ja, auch mit den Trainern. Ich denke es liegt einfach daran, dass er mich nicht für voll nimmt.

    Mal ganz nüchtern gefragt: Wer soll sich so einen Hund denn aufhalsen? Jetzt wirklich, in der Realität, nicht im Idealfall - wer sollte den bei der heutigen Hundeschwemme nehmen? Und warum?

    :ka: Weil mans kann? Ich weiss nicht ob sich wer vernünftiges finden lassen würde, das müsste man dann sehen. Was spricht für ihn? Sein Potential. Denn das hat er, wenn man mit ihm arbeitet und ihn souverän führen kann. Und genau daran fehlt es mir offensichtlich. Denn von Führung ist hier nicht viel. Nur von managen.

    Prellungen, Knochenbrüchen und Fleischwunden....

    Eine Fleischwunde, ein Finger gebrochen, ein Handgelenk verstaucht. Er verprügelt mich hier nicht. Alles passiert beim abhalten vom versuchten schreddern anderer Hunde. Also an der Leine, am Kurzführer, bei engen Durchgängen wo ich an einem anderen Hund vorbei musste. Und einem aufdringlichen Pekinesen, der im Freilauf war.

    Prellungen und Kratzer gabs aber tatsächlich mehrere.

    Wenn der Hund dich verletzt und gefährlich für Hunde und Menschen ist, dann finde ich es durchaus legitim, über ein Ende nachzudenken.

    Aber nicht, den Hund zum Wanderpokal zu machen.

    Natürlich nicht. Man kann jemandem immer nur vor den Kopf schauen und ob sich überhaupt jemanden passenden finden würde weiss ich auch nicht. Ich sage ja aber auch nicht, dass er von jetzt auf gleich weg soll. Nur um die Option und ob es überhaupt eine ist.

    Ausserdem könnte man hier manchmal meinen alle vernüftigen HH existieren nur hier im Forum. Ich denke ein paar (viele) Exemplare gibt es auch ausserhalb. Ob sich so ein Exemplar finden lässt ist wieder was anderes.

    Liebe Manus Hundewelt ich les immer so gern von dir, du bist so mit Herzblut bei der Sache. Schlaf erst mal paar Nächte drüber und überstürze nichts.

    Ich hab auch schon 2x in meinem Leben einen Hund abgegeben, weil ich komplett überfordert war, beide Male war ich hochschwanger und sehr angeschlagen. Beide Male schien es eine gute Lösung zu sein, und über Umwege ist es für beide Hunde gut ausgegangen. Findet sich ein kompetenter Hundehalter, der sehenden Auges einen Hund wie Shezza nimmt, und du bist dir ganz sicher, dann geb ihn ab.

    Danke für diese Worte :bussi:

    Ungesicherter Freilauf ohne Maulkorb, entspannte Spaziergänge ohne Scannen der Umgebung wird es mit diesem Hund wohl nie geben können.

    Das habe ich schon lange abgehakt, jetzt auch bei abgelegenem Gelände. Ich weiss nur nicht ob ich damit klar komme ihn einzuschränken, vielleicht wenn ich ihn wenigstens führen könnte. Denn auch wenn ich manage und ihn sichere, Stress hat er so ja dennoch und DAS ist das was ich nicht will.

    Es gibt für BCs bestimmt auch andere Möglichkeiten der Auslastung.

    Kopfarbeit machen wir eh, Dummy findet er auch ganz nett. Ich denke Mantrailling würde ihm noch gefallen.

    Ich fände es einfach unfair den schwierigeren Hund, der aber zuerst da war, abzugeben und den einfacheren zu behalten.

    Dein Beitrag hilft mir, danke dafür. Aber das da, find ich absolut daneben. Ich denke nicht darüber nach Shezza abzugeben weil er schwieriger ist als Yuna. Die Kleine spielt bei dieser Überlegung überhaupt keine Rolle, sie war bei der scheiss Situation heute einfach auch anwesend, das ändert aber nichts am Verhalten von Shezza und nur um ihn geht es hier, denn ihn habe ich schon 4 1/2 Jahre und da waren die Probleme auch schon da, nur werden sie eben immer schlimmer. Das hat aber überhaupt nichts mit dem kleinen Stinkstiefel zu tun. Ich würde mir die gleiche Frage stellen, wenn sie nicht hier wäre.

    Kann das eventuell an Yunas Anwesenheit liegen?

    Das habe ich mir auch schon überlegt. Anfangs wars sicher etwas so, da konnte er mit dem Wurm auch noch nichts anfangen. Aber heute herrscht hier Zuhause eine absolute Symbiose zwischen uns vier. Frauchen teilen ist also kein Problem, Hündin beschützen nur bei manchen Rüden. Sonst interessiert es ihn nicht die Bohne.


    Ich möchte mir hier mal bedanken für all eure Antworten! :nicken:

    keine Ahnung in welcher Ecke du wohnst.

    In der Ostschweizer ;)

    möchte aber einfach mal einen Knuddler da lassen

    Danke dir :bussi:

    einfach mal nur ein paar Monate zu managen

    Mach ich ja eh. Bei der ganzen Tierarztodyssee hatten wir auch keinen Nerv gross was zu trainieren, da wurde nur gemanaget und allem aus dem Weg gegangen, so dass Training da gar nicht nötig war.

    Nehmen wie er ist, bisher immer gerne. Aber bei der Veränderung die in der letzten Zeit stattgefunden hat und nach der Aktion heute ist da kein entspanntes Verhältnis mehr.

    Bist du denn auch konsequent genug?

    Ein Hund, der so abgehen würde und nicht auf mein Rufen reagieren würde, dem würde irgendwas hinterherfliegen, um ihn zu stoppen.

    Er muß dich irgendwie ernst nehmen, mit Wattebausch werfen kommt man bei dem Hundetypus nicht weit.

    Solche Hund müssen richtig und auch ernsthaft streng geführt werden, eine zu lasche Führung nutzen sie aus.

    Wattebausch ist bei ihm nicht, bemittleidet werden hilft weder mir noch ihm. Er hört bei diesem Platz immer, eben weil da sonst auch keine Reize sind und es bei mir dann immer etwas gibt. Ich war viel zu perplex um reagieren zu können. Weder habe ich mit dem Spaziergänger gerechnet noch damit, dass Shezza den attackieren würde.

    Ich nehme ihm jede mögliche Kontrolle, nutze im Moment ja auch das Halti, weil er besser händelbar ist um zu üben und auch das Fixieren so super unterbunden werden kann und er sich so eher umorientiert was ich dann belohnen kann.

    Ich weiss was er darf und was nicht und halte mich strickt daran, da gibt es keine Ausnahmen.

    Hast du ne Möglichkeit ihn mal für ne Woche oder 2 woanders unterzubringen?

    Nein. Auch ein Problem, da ich immer um ihn rum organisieren muss. Mir ist zwar jemand empfohlen worden, aber ohne Auto geht da nix und finanziell kann ich es gerade eh vergessen, solange ich noch die TA-Rechnung offen habe.

    Denn es geht ja nicht nur um Shezza. Es geht auch um dich.

    Und das macht mir eben angst. Denn ich fühle mich wirklich überfordert, weil es keine Fortschritte gibt, es eben immer schlimmer wird und ich nicht weiss ob und wann ich es hinkriege ihn so zu führen, dass es ihm und mir gut geht.

    Nur das dieser jemand niemals kam, Monate nicht, mehr als ein Jahr nicht.

    Ich habe mir schon überlegt ein Inserat beim TH zu schalten. Das verpflichtet mich ja zu nichts und ich könnte so mal sehen ob es überhaupt jemand gibt, dem ich ihn überlassen würde oder ob ich dann doch merke, dass ich das 100% nicht will.

    Ach ihr seid lieb :bussi:

    Wäre es der erste Vorfall der mich verzweifeln lässt, wärs absolut kein Problem. Es gab in den letzten fünf Jahren allerdings schon so einige Situationen die mir das Gefühl der Verzweiflung beschert haben.

    Maulkorb ist jetzt natürlich drauf, er kennt den ja schon vom TA, auch wenn ers scheisse findet.

    Den perfekten Halter würde ich natürlich nicht finden. Aber jemanden der Erfahrungen hat mit dem Typ Hund.

    Ich kann mir für Grisu im Kopf auch Traumzuhause basteln

    Kann ich dir Shezza nicht auch noch geben? |)

    Mein erster Gedanke: ist er gesund? Wurde mal die Schilddrüse überprüft?

    Ja, er wurde dieses Jahr auf den Kopf gestellt, ausser HD und leichte Arthrose ist da nichts, und die wird behandelt.

    Aber - wie Lucy_Lou schon sagt: du tust, was du kannst. Du tust alles dir mögliche dafür, dass es ihm gut geht, dass er so sein kann, wie er nunmal ist ... und klar, das ist anstrengend. Es nervt. Manchmal möchte man den Hund (oder sich selbst) auch am liebsten an die Wand klatschen, weil man so genervt, sauer, enttäuscht, ... ist.

    Ich weiss genau was du meinst. Genau so habe ich bisher immer schlussendlich reagiert. Ist eben meine kleine Katastrophe, weiss ich ja.

    wenn einem direkt vor Augen geführt wird, welches Potential der eigene geliebte Hund hat

    Dass er das Potential hat wusste ich schon, ist keine Überraschung für mich, sehe das ja bei anderen Hunden. Nur hat er Menschen bisher nie nur annähernd angegrifen. Es ist also nicht das Potential was mich schockiert, sondern dass er nun auch noch Menschen angreift.

    Einen Hund, der so abgeht, muß man richtig händeln, vor allen Dingen muß er auf dich hören.

    Und genau das ist es. Ich arbeite daran seit vier Jahren und dringe nicht zu ihm durch. Trotz drei Trainern und zwei Hundeschulen. Auch wenns immer ein paar Erfolge gab, es ging immer wieder zwei Schritte zurück, egal wie konsequent ich bin. Ich habe ihm am Anfang nie Sicherheit geboten und da komm ich einfach nicht durch, egal wie stark ich auf ihn einwirke ihn die Kontrolle entziehe, eingreife bevor er es tun muss. Es gab schon so viele Erfolge wo er alles mir überlassen konnte, trotzdem will er sich immer dem anderen entgegenwerfen. Das seit drei Jahren. Ich mache irgendetwas gewaltig falsch, bisher konnte mir aber noch nie jemand zeigen was das ist. Denn es funktioniert viel für eins zwei Wochen, dann gehts immer wieder von vorne los, trotz weiter Üben.

    Verantwortung heißt, dass man nicht andere seine Fehler ausbügeln lässt......

    Ja ist viel Arbeit..... und Blut, Schweiß und Tränen..... mir wäre mein Hund das wert.

    Wäre er es mir nicht wert, wäre er gar nicht mehr hier ;)

    Verantwortung heisst, dass ich dafür sorge, dass es meinem Hund gut geht. Und wenn ich das selbst nicht auf die Reihe kriege, dann muss ich Alternativen suchen, mir überlegen wie es weiter geht und was das Beste für den Hund ist.

    Kannst Du das nicht, weil es von den Lebensumständen nicht machbar ist, vielleicht sind auch Kinder geplant oder, oder....dann würde ich über eine Abgabe nachdenken. Und ihm das bestmögliche Zuhause suchen, welches zu finden ist.


    Das musst Du ganz allein für Dich im stillen Kämmerlein entscheiden.

    Und genau diese Frage stelle ich mir. Wie gesagt, ich liebe diesen Hund unglaublich, er ist mein grösster Schatz. Und bisher habe ich nach ein paar Stunden, wo der erste Schock vorbei war, wieder weiter gemacht. Weiter trainiert, Geduld, Zeit und Konsequenz beachtet und dann gibt es alle paar Wochen immer wieder diese extremen Rückschläge. Und das wirklich schlimme ist, dass sie immer schwerwiegender werden.

    Ich habe die Fleischwunde, aufgekratzten Arme und Beine, gebrochene Gliedmassen und andere Blessuren bisher immer weggesteckt, er merkt in Rage gar nicht was für blaue Flecken er bei mir hinterlässt und würde mich auch niemals angreifen.

    Aber mir geht es um die Gefahr anderen gegenüber. Hunde, Katzen nun auch noch Menschen. DAS wird mir zuviel. Wenn ich trotz jahrelangem Training nichts erreiche und alles immer nur schlimmer wird, dann kann ich doch gar nicht die richtige Person für diesen Hund sein? Ich weiss, dass er es könnte, er ist schlau und liebt es zu arbeiten, aber nicht bei mir, nicht draussen und das schon seit sehr langer Zeit. Daher muss ich irgendwas grundlegend falsch machen.

    die mit Menschen zwar toll war

    Ist er nicht, war er nie. Er mag nichts und niemanden, ausser er kennt ihn seit langer langer Zeit und sieht ihn in regelmässigen Abständen (mehr als einmal die Woche) und auch dann kann er jeden noch scheisse finden.

    Er mag genau vier Personen und drei Hunde.

    ist da wohl jetzt gewaltig was schief gelaufen.

    Aber sowas von!

    Dimmalimm Einfach :bussi:

    Der junge Hund rennt los und will begrüßen

    Jup, war natürlich mein Fehler, ich war viel zu spät dran um sie abzurufen. Ich habe auch die Umgebung nicht so gescannt wie ich es sonst mache, eben weil da Jahrelang nie jemand durchgelaufen ist.

    Aber das ist harte Arbeit, für die es jetzt allerhöchste Zeit bei dir ist.

    Und genau das ist ebenfalls das Problem. Ich bin seit über drei Jahren mit diesem Hund tagtäglich am trainieren, habe mir Hilfe gesucht, in tierärtztlich abchecken lassen und habe mich ständig weitergeblidet, nach anderen Möglichkeiten gesucht und trotz vielen Rückschlägen weiter gemacht. Denn wie weiter oben schon geschrieben, meine Blessuren stören mich nicht, aber dass Shezza nu tatsächlich auch noch Menschen angreift... da muss ich mir echt überlegen ob er nicht ein paar Nummern zu gross für mich ist. Wenn es trotz all dem Üben mit ihm so schlimm wird... ja, da denke ich wirklich über eine Abgabe nach.

    Bei zwei Hunden entsteht schnell eine Dynamik

    Deshalb gehe ich mit beiden ach getrennt spazieren, lasse sie nie gemeinsam rennen und wenn ich mit beiden gemeinsam unterwegs bin ist der eine Hund links und der andere rechts, da hat keiner aufzumucken. Passte bisher. Aber heute, weit weg von allem habe ich es mal gewagt. Man sieht wie gut die Idee war.

    die Herkunft des Hundes für allen Scheiß verantwortlich macht und als Entschuldigung für alles, was nicht geht, hernimmt

    Öhm :???: Mach ich doch gar nicht? Es war nur blöd, dass ich nicht bei einem gescheiten Züchter gekauft habe, eben weil blöd. Drei, seiner sechs Geschwister sind tolle, aufgeweckte, "normale" Hunde. Shezza nicht so. So what?

    ICH habe die Fehler gemacht. Ich bin offensichtlich nur nicht imstande diese wieder auszubügeln.

    Du bist kein Hundeanfänger und weißt, wie Du das Management so gestalten kannst, daß es der erste und letzte Vorfall war. Maulkorb ist da der erste Schritt, über den Schock hinauszukommen. Shezza besteht ja aus mehr als seiner Angstaggression, das weiß auch niemand besser als Du.

    Na, Ersthundehalten war ich schon. Wäre besser gewesen wenn nicht. Er ist definitiv kein "Anfängerhund", indem er mal einen Fehler verzeiht.

    Dass mein Shezza mehr ist als dass habe ich vor einiger Zeit wieder wahrgenommen, nachdem die letzten Monate sehr hart waren. Da habe ich neu angefangen, ihn versucht so wahrzunehmen, als wäre er erst seit zwei Wochen bei mir. Also auf sein Verhalten ganz genau geachtet, bei den Schafen und Kühen Zeit genommen, dass er sich entspannt und genauso bin ich auch sonst vorgegangen.

    Und heute wollte ich ihm etwas Freilauf gönnen. Da, wo es bisher immer sicher war.


    Das Problem ist eigentlich gar nicht, dass er schwierig ist, oder eben nach vorne geht. Verzweifeln lässt mich, dass es immer schlimmer wird. Dass seine Aggression steigt, er auf etwas aggressiv reagiert, was er bisher ignoriert hat. Eben wie Kühe, Schafe, Vögel und nun auch Menschen.

    Ich habe mich schon gefragt ob gesundheitlich etwas nicht stimmt, habe ihn daher ja gründlich untersuchen lassen und bis auf seine schlechte Hüfte die Behandelt wird, kam nichts bei raus. Ehrlich gesagt, dachte ich auch daran, dass er vielleicht einen Tumor im Kopf hat. Denn sein Verhalten ändert sich in so extremem Masse... und das in so kurzer Zeit. Aber auf dem Röntgenbild ist nichts zu sehen.


    Ich habe auch mit meiner Mutter geredet, sie kennt Shezza ja auch seit dem ersten Tag an und wir haben damals noch zusammen gelebt. Sie gab überraschend zu, dass sie schon öfter drüber nachgedacht hat, da sie sieht wie er sich immer mehr verändert, leider im Negativen, eben weil ich ihn nicht gehändelt kriege.

    Ich verstehe es einfach nicht.

    Hallo liebe Foris,

    Ich brauche euren Rat, eure Meinungen und eure ehrlichen Worte. Ganz ungeschönt. Da ich eine unglaublich schwere Entscheidung treffen muss, die wohl bisher schwerste in meinem Leben.

    Es ist die Frage: Soll ich Shezza ein neues Zuhause suchen?


    Um euch ein Bild zu machen, fasse ich die letzten fünf Jahre zusammen.

    Shezza wurde ende November 2014 auf einem Bauernhof geboren. Ich war zu der Zeit auf der Suche nach einem Border Collie, meiner Traumrasse seit ich vier Jahre alt war. Es musste aber schnell ein Hund her, da ich damals einen Sinn im Leben brauchte, psychisch also nicht gesund. Daher wohl auch die unüberlegte Entscheidung mir einen Mischling vom Bauernhof zu holen, statt einen Züchter aufzusuchen.

    Nun ja, Shezza zog dann mit 11 Wochen an meinem Geburtstag bei mir ein und war sofort Zuhause. Die Zeit danach war echt schön und ich war glücklich wie nie. Allerdings zeigte sich schon früh, eigentlich schon bei der Abholung, dass er ein sehr unsicheres Hundchen war. Leider habe ich ihm auch nicht den Schutz geboten, den er dringend gebraucht hätte, um nicht von anderen Hunden überrannt zu werden. So lernte er sich selbst zu verteidigen.

    Die Jahre vergingen, drei Trainer und zwei Hundeschulen habe ich in der Zeit aufgesucht, das Ergebniss war wie immer. Ein Schritt vorwärts, zwei wieder zurück. Die Beschäftigungen die ich geplant hatte interessierten ihn nicht. All die typischen BC Sportarten fand er doof, so blieben wir beim Frisbee und Bällchen werfen, was ihn natürlich das Hetzen lieben lernte. Er wurde immer Reizanfälliger, Artgenossenagressiv und versuchte immer mehr alles zu Kontrollieren. Alles Üben half nichts, ich schaffte es einfach nicht zu ihm durchzudringen bzw. ihm zu zeigen was ich von ihm will, ihn zu führen um ihm auch den Stress zu nehmen, in dem er zweifellos draussen andauernd war.

    Ich habe also angefangen alles mit Management zu regeln und war eigentlich nur dabei alles zu umgehen, was ihn stresst. All die Probleme konnte ich also händeln, eben durch ständiges Deckeln und Kontrollieren. Er hat nie jemanden verletzt, weder Mensch noch Tier. Von meinen daraus entstandenen Blessuren einmal abgesehen.

    Bis heute.

    Wir sind heute wieder einmal zu einer abgelegenen Wiese gegangen, da wo die letzten drei Jahre nie jemand vorbei gekommen ist, und Shezza durfte seit langem mal wieder frei laufen. Er hat sich in den letzten Wochen wirklich gut gemacht und mein Vertrauen war dadurch soweit vorhanden, dass ich ihn an dem abgelegenen Ort in den Freilauf entlassen habe. Ein gewaltiger Fehler.

    Denn genau heute kam da ein Spaziergänger vorbei, den ich viel zuspät bemerkt habe und Yuna schon davonzischte um den Fremdling zu begrüssen. Der war zum Glück entspannt und freute sich über den jugentlichen Frechdachs. Allerdings schoss Shezza gleich hinterher und griff den Mann an. Mein Schatz war zum Glück gleich da und zog Shezza zur Seite, ich hielt dann die Kleine fest und fing gleich an mich zu entschuldigen und nachzufragen ob ihm etwas passiert ist. Bis auf eine aufgerissene Hose war aber Gott sei Dank alles in Ordnung und der Mann war total entspannt. Es sei eine alte Hose und sonst sei ja nichts passiert. Ich weiss nicht mehr wie oft ich mich versichert habe ob wirklich alles ok sei und wie oft ich mich entschuldigt habe. Der Mann schlenderte dann entspannt davon und ich zitterte nur noch.

    Ich bin so unfassbar dankbar, dass dem Mann nichts passiert ist und er überhaupt nicht böse war. Aber es hat bei mir etwas ausgelöst. Eine Frage die ich mir im letzten Jahr schon öfter gestellt habe. Sollte ich Shezza in Hände geben die ihn verstehen und ihn führen können, die Ahnung von Hunden haben und ihm so auch den Stress nehmen können? Die ihn glücklich machen und erfüllen?

    Denn eines ist klar, so etwas wie heute darf auf keinen Fall passieren! Shezza ist ein absolut toller Hund, Zuhause ein Traum, treu und verschmust. Nur draussen kriege ich ihn nicht gehändelt und die Gefahr, dass er zu einem Wesenstest muss und Maulkorb und Leinenpflicht auferlegt bekommt ist schrecklich. Denn er könnte ganz sicher ein entspannter Hund sein, der aufmerksam ist und Spass am Arbeiten hat. Nur scheine ich das nicht hinzukriegen.

    Ich liebe diesen Hund abgöttisch, er ist nach meiner Mutter und meinem Bruder das Wichtigste in meinem Leben und mein wortwörtlicher Lebensretter.

    Aber bin ich es ihm nicht gerade deshalb schuldig, dass er ein glückliches Leben führen kann? Wo er nicht überall eingeschrenkt und quasi eingesperrt ist, sondern wo mit ihm gearbeitet wird und wo er so geführt wird, dass er entspannt Spazieren gehen kann? Und er vorallem nicht meint jemanden angreifen zu müssen?!

    Ja, ein Trainer war geplant, ende Jahr, wenn die hohen TA Rechnungen bezahlt sind. Aber ich frage mich ganz ehrlich, ob ich der richtige Mensch für ihn bin. Ob ich es wirklich schaffen kann ihm gerecht zu werden. Oder ob ich nicht wirklich überfordert mit ihm bin, sodass ich ihm nie die Sicherheit und Auslastung geben kann die er braucht.

    Einfach weil ich dazu nicht fähig bin, zu unerfahren und die nötige Kraft nicht habe.

    Denn es gibt nichts was ich mehr möchte, als dass Shezza glücklich ist.

    Er wird bald fünf Jahre alt, ist also noch Jung und hat noch soviel Zeit vor sich, die er glücklich verbringen soll und muss!

    Ich hätte nie geglaubt, dass ich jemals darüber nachdenke ihn abzugeben, aber hier geht es nicht um mich, es geht darum was das Richtige für meinen geliebten Hund ist.

    Der ein oder andere kennt sicher auch Beiträge von mir, die die Schwierigkeiten auch aufzeigen, die ich mit Shezza habe.


    Da ich weiss, wie ehrlich die User hier sind, möchte ich also um Meinungen bitten, einfach wie ihr das seht. Ganz ehrlich und direkt.

    Elias, ich würde Dino nicht sterilisieren, sondern kastrieren lassen

    Auch ein kastrierter Rüde kann auf die Hündin drauf, nur sind bei der Sterilisation die Hormone noch vorhanden, was für den Hund selbst sicher besser ist. Allgemein kenne ich sehr viele Kastraten die den Hündinnen nicht abgeneigt sind, da kommts meistens drauf an in welchem Alter die Rüden kastriert worden sind.

    Da das Verletzungsrisiko also trotzdem bestehen bleiben kann finde ich es auch sinnvoller Dino zu sterilisieren, wenn einen das beruhigt und zu trennen, wenn man gerade nicht auf die zwei Aufpassen kann.