Beiträge von Manus Hundewelt

    Denn das ist die Nummer mit der Tür, der Stärkere geht zuerst und drängt den Schwächeren zurück.

    Meiner Erfahrung nach, nein! Lucy war hier die mental und körperlich stärkste und die souveränste überhaupt. Die hat es nicht den Hauch gejuckt, welcher Junghund im Überschwang durch irgendeine Tür gestürmt ist... Und in Frage gestellt wurde sie dafür auch von keinem der Jungspunde. Ich glaub, das ist sehr menschliches Denken. Lucy hätte situativ sagen können, nö, das will ich nicht, aber gerade deshalb hatte sie es einfach nicht nötig :ka:.

    Und mal ehrlich, warum sollte der Stärkere zuerst gehen? Weil er die Welt voller Feinde sieht, die nur er alleine erlegen kann? Weil die Tür eine immens wichtige Ressource ist?

    Hier wollen immer die jeweils aufgeregtesten zuerst raus und die souveränen/unaufgeregten interessiert es schlicht nicht.

    Ist hier genauso :nicken:

    Anfangs dachte ich auch ich müsse darauf achten, dass Shezza immer den Vorrang hat. Heute stürmt die Kleine als Erste sowohl aus der Gartentür, als auch aus der Wohnungstür. Den Knochen darf sie auch vor Shezza bekommen und auch sonst gibt es hier keine Probleme was das anbelangt. Shezza interessiert es schlicht nicht. :ka:

    Und Yuna nimmt ihn sehr wohl ernst wenn sie ihn fast umrennt und er ihr dafür einen Anschiss verpasst. :hust:

    @Frankyfan Phu, schwierige Frage. Das kommt wirklich ganz auf den Hund an und wo man bei ihm überhaupt Grenzen ziehen muss.

    Shezza ist z.B. Zuhause ein Traum, den muss ich hier selten mal wegschicken, weil er meint nerven zu müssen. Sei es wenn er immer wieder mit der Pfote über mein Bein kratzt, neben mich sitzt und hechelt oder mich in den Boden starrt. Dann schick ich ihn weg und das wars dann.

    Mein Labbi wiederum ist ebenfalls rotzfrech und gerade sowieso mit dem Verstand einer Eintagsfliege gesegnet. Bei der mach ich viel über Ignoranz und körperlichen Signalen. Also z.B. sie eben einfach zurückdränge und keinen cm ausweiche um vorbei zu kommen (wenn sie liegt steige ich jedoch über sie drüber).

    Wenns ganz schlimm mit ihr ist und sie meint jetzt den Kasper zu machen wird sie auch mal gestoppt indem ich sie etwas zurückdränge, ohne Augenkontakt ohne sie zu berühren. Eben einfach mit deutlicher Körpersprache. Das hilft ihr sich zu beruhigen.

    Wenn der Hund aber einfach da liegt und brav ist sehe ich keinen Sinn dahinter ihn da weg zu ordern, um ihm klar zu machen, dass ich sage was er darf. Ich hätte da eher Bedenken, dass er irgendwann nicht mehr richtig entspannen kann, weil er fürchten muss wieder weg geschickt zu werden.

    Beim Futter ist es auch so eine individuelle Sache. Yuna und Shezza bekommen ihr Futter morgens nach dem aufstehen und dann um ca. 17 Uhr. +/- eine Stunde.

    Wiederum werden hier keine Kausachen verteilt wenn sie diese einfordert. Sie kommuniziert mit uns sehr ausgiebig und meint uns auch mal volljammern zu müssen. Wird abgestellt, wenns nicht verbal geht dann eben mit körperlichen Signalen.

    Das ist so bei uns der aktuelle Stand.

    Da ich selbst ja auch gerade hier einen Hund habe der nix ohne Erlaubnis darf, wobei das nur draussen der Fall ist, mal meine Sicht dazu.

    Ein dauerhaftes Leben wie im Eingangspost beschrieben wäre meiner Ansicht nach absolut kein schönes Leben für den Hund (und das Herrchen).

    Wenn man aber bei gewissen Hunden die Grenzen nicht ganz klar setzt kann es zu grossen Problemen kommen, wie bei mir. Mein Hund trägt draussen einen Maulkorb, darf eigentlich gar nichts ausser mitlaufen, ausser ich erlaubs ihm. Da darf er dann auch schnüffeln, seine Geschäfte verrichten und an der Flex auch mal ein paar Meter weiter in die Wiese. Aber alles kontrolliert und dosiert. Hier gibt es nur schwarz oder weiss.

    Das bedeutet für den Hund aber auch Entlastung, da er nicht mehr selbst alles regeln und ständig kontrollieren muss. Wenn sich das dann mal eingelaufen hat kann man dem Hund auch wieder mehr Freiheiten geben, langsam und immer darauf achtend, dass der Hund damit auch umgehen kann und nicht wieder in das alte Muster und in die damit verbundene Stresssituation fällt.

    Ist nicht einfach, ist nicht immer schön. Aber wenn man dann mal einen kleinen Erfolg sieht und der Hund auch mal wieder draussen entspannen kann, dann ist einem die Mühe wert. Eben weil es den Hund auf Dauer nicht einschränkt, sondern ihm die Chance gibt einfach Hund zu sein und nicht alles ständig kontrollieren zu müssen.

    Darum ist es wichtig, dass wenn man dem Hund jede Freiheit nimmt selbst entscheiden zu dürfen, man unbedingt damit arbeiten muss und nicht einfach alles nur deckelt. Es soll ja dem Hund helfen, nicht ihm das schöne Leben verwehren. :smile:

    Ich verstehe dich nicht. Hier geben sich die Leute ernsthaft Mühe dir zu helfen und du wischst das alles einfach weg, weil du der Überzeugung bist, dass es nicht so ist und es daher Provokation sein muss?

    Wieso nimmst nicht du einmal die Vorurteile vom Tisch und liest dir die Beiträge so durch wie sie gemeint sind, als Ratschlag, als ein anderer Blickwinkel von aussenstehenden. Denn den braucht man. Vorallem wenn man schon nach Hilfe sucht, Fragen stellt und selbst nicht weiter kommt. Denn das tust du nicht.

    Du sagst es gibt bei euch klare Regeln und Grenzen? Wieso darf Hunter die denn immer wieder überschreiten, seit Monaten?

    Hunter ist kein Newton der ein Paradebeispiel dafür ist, wie ein leichtführiger Labrador aussieht. Hunter ist aber nicht leichtführig. Der braucht klare Regeln und Grenzen die er nicht überschreiten darf! Und während du da bei Newton durch leichte Erziehungsmassnahmen wie ignorieren oder abrufen durchgekommen bist, wird das bei Hunter nicht funktionieren.

    Wieso holst du dir keinen Trainer ins Haus, der sich mit Mehrhundehaltung auskennt?

    Wieso lässt du dich nicht mal auf andere Meinungen ein und überdenkst mal deine Situation. Denn es ist so, dass Hunter seit Monaten(!) euch einschränkt, weil er weder Newton noch dich für voll nimmt. Vermutlich, weil ihr beide mit Beschwichtigung reagiert, als dass du dem Kleinen endlich mal gehörig den Kopf waschen würdest und damit beginnst ihn eng zu führen. Das brauch er.

    Gegen diese Angst/ Unsicherheit, dass Hund beißt, hilft ein Mauli total. Man selber ist entspannter, weil er ja nicht beissen kann und diese entspanntere Haltung überträgt sich sofort auf den Hund.

    Das möchte ich gerne nochmal hervorheben. Ein Maulkorb ist Schutz, in erster Line für deinen Hund und dich, denn so kannst du schlimme Verletzungen vermeiden, die das Leben deines Hundes dann sehr schwer machen würden. Zudem musst du dann auch nicht gleich in Panik geraten, wenn wer deinem Hund doch mal zu nahe kommt.

    Also versuch den MK nicht als notwendiges Übel zu sehen und mit schlechtem evtl. auch unmotiviertem Gefühl dran zu gehen. Er gibt dir die Sicherheit, die du so sehr brauchst und die hilft dir dann deinem Hund widerum Sicherheit zu geben.

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht aus zwei deiner früheren Threads hier Zitate reinzubringen, um einfach mal etwas einen Überblick über das letzte Jahr mit Hunter zu haben.

    Ansonsten muss ich bei Türen darauf achten, dass Newton vor Hunter durch geht weil Hunter sonst aggro wird. Anfangs war das bei jeder Tür so. Mittlerweile sind es nur noch drei bestimmte Türen an denen es so ist.

    Die massivste Baustellen ist das Durchschreiten von Türen. Obwohl ich schon Einiges unternommen habe um dem Problem beizukommen, wird es einfach nicht besser! Newton geht zuerst durch die Tür. Entweder über Gehorsam oder schlichtes Regeln über die Leine. Aber wehe ich vergesse es einmal oder es muss mal schnell gehen. Zack, ist der kleine Teufel schon wieder am Ausflippen weil sich Newton erlaubt hat ohne die schriftliche Genehmigung seiner Lordschaft die Türe zu durchschreiten.

    Oben hast du mal gesagt, dass Hunter aggro wird, wenn Newton nicht als erster aus der Tür geht. Wieso?

    Er kontrolliert wer über welche Türschwelle wann geht? Und das seit Monaten? Was hast du bisher denn alles versucht?

    In der Wohnung ist es so, dass Hunter immer Newton zuvor kommen wollte. Wenn Newton auf seinen Lieblingsplatz unter dem Sofa wollte, z.B. hat das Hunter nicht gepasst und da er so schnell und wuselig ist, hat er es geschafft, vor Newton da unten zu sein. Genauso wenn Newton zu mir liegen wollte. Hunter hat das blitzschnell bemerkt und sich quasi vorgedrängelt. Das habe ich ihm aber mittlerweile auch größtenteils ausgetrieben.

    Gelegentlich kommt es auch vor, dass Hunter Newton in der Wohnung begrenzen will. Hier unterbreche ich ihn, rufe oder schicke ihn weg. Dennoch kommt es immer mal wieder vor.

    Auch hier musst du noch immer, immer mal wieder eingreifen. Wie sah hier das Training bisher aus?

    Ein anderes Mal ist Hunter Newton volles Karacho ins Genick gesprungen, als Newton von der Box ausgestiegen ist. Auch da gab's ne deutliche Ansage. Seither nicht wieder vorgekommen.

    Selbiges Verhalten zeigt er, wenn ich ihn aus der Box im Auto hole.

    Newton hat ihm eine deutliche Ansage erteilt. Scheinbar nimmt Herr Hund dich hier nicht so ernst wie deinen Grossen.

    Vor fünf Monaten zog ja Hunter ein, dem das Alleine Bleiben nicht ganz so einfach fällt. Anfangs hat er regelrecht durchgebellt. Als er vier Monate alt war, waren wir auf dem Stand, dass er anfangs motzt, dann aber zur Ruhe kommt und sich ablegt. Zwischendurch stand er gelegentlich auf, bellte kurz, legte sich aber dann wieder hin.

    Mittlerweile bleibt er sogar ohne Newton alleine.

    Da wird sich toujours lautstark beschwert. Und zwar die ganze Zeit über.

    Es wiederholt sich. Hunter konnte anfangs nicht alleine bleiben, hat nur gebellt, etwas später dann noch am Anfang und gelegentlich auch noch zwischendurch. Dann kam er in die Pubertät und Newton begleitete Hunters bellen mit geheule, sie wurden getrennt, Hunter bellte weiter. Das wurde dann auch mal wieder besser.

    Und jetzt bellt er wieder und du glaubst nicht, dass das daran liegt, dass er nicht entspannt alleine bleiben kann? Zumindest nicht zuverlässig? Ein Hund der immer mal wieder anfängt zu bellen wenn er alleine ist, hat ein Problem damit. Auch wenn er immer wieder für lange Zeit keinen Mucks von sich gibt.

    Und wie soll es bitte Kontrolle sein, wenn er das Haus zusammen bellt und ihr gar nicht mehr in der Nähe seid? Meinst du wirklich, dass er auch nur eine Stunde lang wegen Kontrollverhalten durchbellen würde, obwohl er gar nichts kontrollieren kann, weil nichts da?

    Du dachtest auch mal, dass Hunter nicht kontrolliert und dass Newton das nicht einfach zulassen würde:

    Außerdem würde Newton es sich nicht gefallen lassen, wenn er kontrolliert würde.

    Unsere jüngere Hündin kontrolliert massiv. Ich kenne das Verhalten und das habe ich bei Hunter noch nicht beobachtet.


    Also bisher haben wir das Kontrollieren von Newton, dass er deine Grenzen nicht anerkennt, und das er Probleme hat wenn ihr weg seid.

    Dann gibt es ja auch noch das Ressourcenproblem.

    Hunter ist ihm einmal an die Futterschüssel gegangen... Da hat's ordentlich geknallt. Kam seither nie wieder vor. (Newton würde das, so verfressen, wie er ist, niemals machen... An die Futterschüssel von einem anderen Hund gehen... Dementsprechend duldet er das bei sich auch nicht.)

    Heute morgen ist er wegen eines in der Küche stehenden, verschlossenen (!) Futtersacks mit meinem älteren Rüden Newton aneinander geraten. Später dann am Nachmittag, gab es nochmal Streit um die Kongs. Da habe ich es aber rechtzeitig erkannt und den Kleinen sofort am Schlawittchen gepackt und kurz vom Großen separiert bis er sich wieder beruhigt hatte.

    Beides Mal waren Ressourcen im Spiel. Klar ist, dass ich mit Ressourcen nun noch vorsichtiger umgehe. Ich füttere bereits seit Monaten getrennt, weil es da auch schon mal eine Auseinandersetzung gab.

    Das mit den Ressourcen werde ich nun noch besser im Blick behalten und nun noch kleinschrittiger Verhalten erlauben oder auch nicht. Ich reglementiere eh schon viel, aber jetzt wird halt noch mehr reglementiert.

    Ich füttere seit ein paar Monaten getrennt. Newton hat im Beisein von Hunter immer heftiger geschlungen. Einmal war er vor Hunter fertig und da ist er richtig aggressiv auf Hunter drauf und hat ihn von seinem Napf quasi weg gebissen (ohne Beschädigung allerdings). So schnell konnte ich gar nicht gucken. Es gab natürlich einen mega Anschiss für Newton, den er auch akzeptiert hat. Seither füttere ich aber getrennt, nicht nur um solche Attacken zu vermeiden, sondern auch um beiden Hunden den Stress beim Fressen zu nehmen.

    Zwischen deinen Jungs lodert es gewaltig und deine bisherigen Erziehungsversuche haben nicht geholfen. Da alleine Hunters Kontrollverhalten dafür verantwortlich zu machen halte ich für gefährlich. Es gibt mehrere Probleme in eurem zusammenleben. Und ich finde es wirklich wichtig, dass du das mit einem guten Trainer angehst und dich vorerst auch nur darauf konzentrierst. Alles andere muss dann eben erstmal wieder warten.

    Ganz ehrlich, ich glaube bei euch kracht es bald und dann richtig. Und dann hast du ein wirklich riesiges Problem.

    Sobald ich den Kleinen gepackt hatte, hat der mit Knurren und Bellen los gelegt und der Große ist wieder weg gegangen.

    Denn wenn er schon anfängt zu pöbeln, wenn du ihn eigentlich aus der Situation nehmen willst, ist das schon heftig.

    Hab jetzt auch mal deine anderen Threads durchgelesen und es scheinen immer noch die selben Probleme da zu sein, was sich aber inzwischen verhärtet hat.

    Da würde ich jetzt aber sehr schnell anfangen mit strickter Erziehung, klaren Grenzen und eindeutigen Regeln.

    Dazu mit dem Jüngling das allein sein üben und dass er dich nicht anzuspringen hat.

    Dafür würde ich auch alles andere erstmal runterschrauben und mich nur auf die Erziehung konzentrieren, sonst verschleppt sich das ganze noch weiter und irgendwann wirds dann gewaltig knallen.