Beiträge von Co_Co

    Es gibt aber auch noch andere Motivation/ Aspekte als Nasenleistung, Spurtreue und Finderwille . Ich verstehe schon was du meinst aber ich denke das man die Motivation die bei solch einer Konfrontation einfließt nicht unterschätzen sollte. Es ist auch sehr schwer zu vergleichen mit Jagdeinsatz mAn.

    227 Seiten in diesem Thread mit ganz viel Herzblut und Aufklärung von mir - und Du glaubst immer noch, dass HSH alles über den Jordan befördern?

    Nein. Aber du schriebst, dass selbst deine Hunde diese zitierten Vorgaben nicht einhalten könnten, deshalb

    - zweifle ich am Sinn der Borgaben

    - frage ich, wer seinen Hund als Testobjekt zur Verfügung stellen würden, wenn selbst deine darauf - wie auch immer - nicht wunschgemäß reagieren bzw nicht reagieren würden

    Du hast hier aber schon gelesen um welche Situation es geht ? Die Hunde von mcchris sind mit der Herde hinter einem Zaun. Wenn da was bis auf 5 Meter rankommt ist da ganz viel von Seiten der HH deren Hund das tut schief gegangen.

    Und ich persönlich hätte auch Verständnis wenn sich Hunde in diesem Einsatzgebiet solche Fiffis reinziehen durch den Zaun wie es hier mal verlinkt war ( Pudel oder Doodle der dumm rumprovoziert und die HH finden es noch lustig ) .

    Man kann gewisse Bereiche nicht standardisiert testen und von Theoretikern "prüfen" lassen. Also kann man aber bringt wie so oft nichts gutes.

    Bei Hunden, die große Angst vor Bodengründen, mittellauten Geräuschen, Treppen, Dunkelheit, fremden Menschen usw. haben, sollte man sich dreimal überlegen, ob sie wirklich in die Zucht gehören.

    Da würde ich auch nicht mal von Genetik sprechen. Mutti gibt halt ihren Umgang mit der Welt an ihre Welpen weiter. Wie die Welpen jeweils damit umgehen ist so verschieden, das kann man kaum vorhersehen. Aber ja, wäre ich Züchter, würde auch ich sicherlich auf eine entspannte Mutter achten. Sie muss nicht alles "richtig" machen, aber sie sollte schon mit sich selbst zurecht kommen. Rasseeigenschaften seien der Einfachheit halber mal dahin gestellt.:nicken:

    Das hat halt mit Genetik zu tun , ob du das hören/ wahrhaben willst oder nicht.

    Und nein , je nachdem was ich wie züchte ist das sehr gut vorhersehbar was der Wurf bringt. Sonst könnte man sich das auch einfach schenken .

    zitronengelb was heißt denn abseits vom HuPla auf sie zukommt? Löst sie allgemein bei Fremden aus unabhängig davon wie die sich nähern? Aus welcher Motivation?

    Find solche Beschreibungen immer schwierig. Meine Hunde z.B sind außerhalb vom SD ( wo sie von der Grundmotivation konträr sind ) beide im Alltag neutral / offen bzw freundlich - aufgeschlossen bei Menschen. Auch Fremden gegenüber die sie nett ansprechen. Pöbelnde Deppen werden ignoriert, was einen gewissen Radius unterschreitet ggfalls beobachtet. Wenn tatsächlich jemand ernsthaft mich angeht/ das versucht switchen die Hunde und das meint nicht die machen hysterisch Palaver ( ja unfreiwillig erlebt) .

    Was mich komplett nerven würde wären diese hysterisch auf alles auslösende Konsorten die nicht klar sind und einfach auch kein stabiles Wesen haben . Davon gibt es ja genug ( auch ei der Rasse) und ich erlebe die jedes Mal als so unsicher am Ende vom Tag und aus dieser Unsicherheit heraus agierend in einer Hysterie, schlimm.

    Unabhängig von der Rasse gibt es einfach Dinge die zu Wesensmängeln zählen ( sollten statt schöngeredet zu werden ).

    Sowas wie akzeptierte Unsicherheiten bezüglich Untergründen, immense Geräuschempfindlichkeit bis Hysterie etc. Was soll daran wesensfest sein oder erstrebenswert? Nur weil heutzutage scheinbar 90% der HH Bock auf dauerhaftes Training belangloser Dinge haben / ne Lebensaufgabe macht es den Trend sowas zu produzieren und schönzureden nicht besser.

    Sorry das ich das jetzt explizit rauspicke aber grade das was du von Lucifer z.B beim Thema Dunkelheit beschrieben hast ist für mich absolut nicht das Beispiel für einen Hund der wesensfest ist. Zeigt aber ganz gut wie unterschiedlich das Thema wahrgenommen wird.


    Da bin ich für mich wieder bei berechenbar. Ich weiß, daß er im Dunkeln Angst hat und ich kenne auch den Grund. Angst ist ja auch nicht unbedingt rational, weder bei Mensch, noch bei Hund. Wenn hier im Herbst ne Winkelspinne durch mein Wohnzimmer spaziert kann es passieren, dass ich quietschend auf dem Sofa stehe. Dabei weiß ich ganz genau, daß die mich nicht fressen wird. Ich halte mich nicht für wesensschwach,nur weil ich diese eine Angst habe. Ich renne ja nicht dauernd schreiend weg.

    Und so sehe ich persönlich das auch beim Hund.

    Das ist halt der Punkt mit persönlicher Sicht / Geschmack.

    Für mich ist sowas und die ewige Hysterie bei bestimmten Reizen einfach weit entfernt von Wesensfest (und auch von guten Nerven).

    Wieso beschränkst Du Deine Definition auf 'ausserhalb einer Reizlage'? Gerade da - also in einer Reizlage - zeigt sich doch, ob ein Hund seinem Charakter und seiner (gewollt oder ungewollt angezüchteten) Genetik gemäss berechenbar und 'sauber' bleiben, seine angedachte Aufgabe bewältigen sowie einen klaren Kopf bewahren kann?


    Den zweiten von mir zitierten Satz verstehe ich nicht. Wie meinst Du das?

    Mein Lucifer hat keine guten Nerven in Reizlagen, ab einem bestimmten Punkt erreiche ich ihn nicht mehr. Dennoch empfinde ich ihn als wesensfest.

    Für mich gehört dazu, dass er für mich auch berechenbar ist. Klar fallen seine Reaktionen nicht immer gleich aus, je nach Tagesform, aber wirklich überraschen tut er mich eher nicht.

    Sorry das ich das jetzt explizit rauspicke aber grade das was du von Lucifer z.B beim Thema Dunkelheit beschrieben hast ist für mich absolut nicht das Beispiel für einen Hund der wesensfest ist. Zeigt aber ganz gut wie unterschiedlich das Thema wahrgenommen wird.

    Wenn der Hund wesensfest, in sich stabil ist dann ist Umwelt nicht dramatisch. Egal ob Untergründe, Geräusche , Dunkelheit etcpp.

    Ich persönlich sehe auch nen Unterschied zwischen aus den Nerven kommen in der Arbeit und nur modern angekratztes Nervenkostüm. Das liegt aber an der Rasse und wo ich unterwegs bin und den Unterschieden die ich live sehe seit Jahren in der Hinsicht.

    Ansonsten geh ich ziemlich konform mit dem was WorkingDogs im ersten Beitrag ausführte.

    Mir wird Nervenkostüm und Wesen mittlerweile auch zu sehr durcheinander geworfen und zu viel schön geredet.

    Da laufen Hunde im V die rein auf PO bezogen nicht Mal mehr ein SG , teilweise G haben dürften.

    Und es ist nun wirklich nicht so als würde es nicht anders gehen auszubilden und zu präsentieren . Körpersprache deuten ist auch eher nicht so das was angesagt ist offensichtlich trotz der PO wenn es so schon irrelevant ist.

    Vor 10-20 Jahren wurde da zumindest nicht so rumgetan ala "uns geht's rein um Motivation und Freude und nur damit arbeiten wir " . Dieses verlogene Getue regt mich in dem Kontext am meisten auf.