ZitatWaere in der Zeit was passiert, waere ich dann der Arsch? Auch wenn der Hund sich hier absolut normal gezeigt hat?
Bei einen Pferd wärst du das, ja. Zwei Jahre lang, und das, obwohl der Käufer da genausoschnell was verderben kann wie bei einem Hund und die Folgen nochmal böser sein können. Du musst dafür geradestehen, dass das Tier zur Zeit des Verkaufs die zugesagten Eigenschaften hatte - wenn das Kinderpony böse zu beißen und zu schlagen anfängt, hast du erstmal ein Problem und müßtest nachweisen, dass der Fehler beim Käufer liegt. Wie gesagt, das finde ich auch schwer unfair, aber ein bißchen was in der Richtung wäre bei Hunden vielleicht doch nicht verkehrt.
In deinem Fall zum Beispiel kann ich mir absolut nicht vorstellen, dass du dem Käufer verschwiegen hast, mit welchem Hundetyp er es da generell zu tun hat. Das sollte reichen, der Rest liegt dann beim Käufer.
Aber das ausdrückliche Bewerben von ungeeigneten, potentiell gefährlichen Rassemixen als z.B. Familien- oder Anfängerhunde fällt in eine andere Kategorie. Da gehörte zumindest eine deutliche Warnung dazu. So ähnlich kenne ich das übrigens sogar von Freunden, die seit langer Zeit Hovawarte züchten: Da geht kein Welpe, ohne dass die Käufer sehr eingehend auf die Rassemerkmale und potentielle Probleme hingewiesen werden. Und die bisher sehr wenigen Hunde (zwei in zwanzig Jahren), bei denen es trotzdem schiefging, haben sie erwachsen zurückgenommen und neu untergebracht bzw. behalten.
Ich weiß, sowas wird sich nicht generell durchsetzen lassen - aber für wünschenswert würde ich es trotzdem halten.
Bei einem Pferd ist das aber auch nur der Fall, wenn im Vertrag "Kinderpony" oder "Reitpferd" drin steht. In der Regel wird aber doch wohl nur ein "Pferd" verkauft, damit der Verkäufer auf der sicheren Seite ist, oder?