Beiträge von Mehrhund

    Einzig die Führung deutlich bzw verständlich übernehmen fällt mir manchmal noch schwer.

    Wir Menschen machen oft den Fehler und denken: das das unser Privileg ist. NEIN, ist es nicht!

    Es gibt viele Tiere, die wesentlich konsequenter agieren.

    Insbesonder VIELE! jagdhunde, fast alle Hütehunde, und denk mal an die Arbeitsrassen: HSH, Malis, DSHs...

    Die haben oft einfach FÜHRUNG im Blut...Dann kommt "Peter lustig" und meint: FÜHRUNG übernehmen ist Haltersacher.

    Ja, dem stimme ich zu. Aber, das liegt nun mal nicht jedem Menschen, der einen Hund kauft in den GENEN!

    Hundetraining ist auch oft auch einfach ein "sich dahinterklemmen, Zeit investieren und üben üben üben".... Klingt zwar immer schön mit dem schwurbeligen "Führung übernehmen und alle Probleme sind gelöst", aber das ist oft mehr ein Verkaufsschlager als ein real existierendes Phänomen.

    DANKE!!!!!

    möchte ich gerne 100 mal liken!

    Gestern gehen wir einen Weg lang, Emil voraus biegt um eine Kurve, dreht auf dem Absatz um und kommt freudestrahlend zu mir, da kommt hinter ihm ein Jogger um eben diese Ecke auf uns zu. und er kommt dann halt zu mir, weil er fremde Menschen, vor allem Jogger inzwischen mit Futter verbindet. Und das hat sehr schnell geklappt.

    Das klappt bei uns auch hervorragend. Gerade Joey hat das von selbst komplett verallgemeinert und das von Rehen auf fremde Hunde und alles, was sie in ein gewisses Erregungslevel versetzt übertragen, war ich selbst sehr erstaunt damals. Die Shelties hier sind eher so: prima, nimmst du mir ab? Nehme ich an! Aber (auftrainierte automatische) Umorientierung kann wunderbar funktionieren und erfordert nicht mal mehr, dass man Reiz xy zuerst sieht oder irgendein Kommando braucht. Ist natürlich auch Hundetyp-abhängig.

    Ist doch nur "ein Dackel" nutze ich auch gerne (danke staffy , gibt sie wohl schon länger nicht mehr hier)

    Hier auch...

    Der Collie hat von Beginn an gelernt: RAST die Rennsemmel los, kommen der Collie und auch der BC Bub freudestrahlend zu mir.

    KEKSEEEEEE.....

    Nach ca 8 Jahren, wo wir das nun machen, stutzt die Rennsemmel auch ab und zu und möchte Keks statt semmeln.....(die is anders...)

    Und das bekomme ich mit ihr vermutlich nie so schön hin wie in diversen Videos, wo zumeist Collies brav und völlig desinteressiert am Außengeschehen hinter dem Besitzer herdackeln. Und dabei konnte mir hier noch keiner behilflich sein.

    Wer bitteschön möchte einen desinteressierten Hund?

    Ich hatte noch keinen unter all meinen Hunden nicht...

    Edit. Ich finde auch so faszinierend, wenn die Hunde gelernt haben, sich zurückzunehmen, hinterm Halter (also eher neben bei uns) laufen und damit tatsächlich die Verantwortung abgeben (können).

    Ich habe Collie und BC und keiner dackelt (was für ein Wort/fällt mir grad auf:D) hinter mir her.

    Will ich auch gar nicht, entspräche auch nicht deren Natur.

    Verirr dich mal nicht damit, dass ein Hund, der mit seinem Menschen ein Team bildet hinter diesem gehen muss, das ist ein MÄRCHEN von oft aversiv arbeitenden Trainern.

    Dein Hund ist hat bestimmt noch Mankos in der Erziehung, aber, meine Fresse, die is doch noch jung!

    Die trottet hinter dir her, wenn sie 13 ist (oder auch nicht, meine 14 jährige rast immer noch vorne, nur nicht mehr so weit....)

    FInde den Fehler|)

    Worum es mir geht: Lola schnüffelt Futter. Guckt hoch, 15/20 m weiter steht plötzlich ein Mann mit Rad und trinkt was. Gehört da nicht hin. Also fängt Lola an zu bellen und zu knurren. Abbruch? Naja. Ich gehe vor sie, Abbruch, Alternative (Fuß mit sofortiger Wendung weg vom Mann). Lola steht und bellt weiter. Ich laufe also einfach (aber nicht grob) in sie hinein und wiederhole. Dauert dann ein weiteres Mal bevor Lola gut mitgeht und aufhört zu bellen.

    Sie kann das zB bei Vögeln. Lola sieht die. Manchmal muss man sich mal bisschen groß und wichtig machen und rüber starren. Dann sage ich "Ein Vogel." Und Lola "Achso, cool, hab ich gefunden. Keks?"

    Aber bei oben Genannten komm ich da gar echt ran. Lola will sich dann aufregen.

    Du verhälst dich beim Menschen, vor dem sie (sich aufregt/angst hat/ was auch immer) total aversiv.

    Beim Vogel bist DU komplett tiefenentspannt|)

    Mein Tipp: sei auch bei obiger Situation tiefenentspannt. Und vermittel dem Hund: Da ist ein Mann, na und?

    Dieses Leichtfutterige ist doch eh so eine "Ding" der arbeitenden Hunde an Herden, oder?

    Erzählen doch immer alle wie karg die Ernährung von Herdenschutzhunden ist (also "im Süden")

    Die kämen mit einem Fladenbrot und etwas Schafsmilch die Woche gut über die Runden.

    De Labbi ist ja auch leichtfutterig mit manchmal "übertriebenem Fressgen".

    (Das soll nicht lustig sein, denn die Hund haben ja dann tatsächlich immer Hunger, der nie befriedigt wird-das ist tragisch)

    Ist das bei den AHs auch so?

    Die Überlegung war und ist auch nur höchst theoretischer Natur: Profitiert ein Aggro-Schüchti eigentlich von sehr unschüchternem Umfeld oder wär ruhig und kontaktarm die bessere Wahl, wenn es eine gäbe?

    Ich theoretisiere das gerne mit, ohne eine verbildliche Antwort zu haben, weil ich keine 10 solcher Hund im Vergleich kenne oder habe....Deshalb ist es nur eine Vermutung.

    Die da lautet: Ein "Agro-Schüchti" (geile Bezeichnung) profitiert eher davon RUHIG zu leben, mit WENIG Reizen der Zivilisation.

    Es gibt hier einige Halter, mir fällt grad eine BC Halterin ein (komm grad nicht auf den Namen) die mit ihrem Hund im Sport aktiv ist, auf dem Land wohnt und ihr Hund nicht Stadtgeeignet ist.

    Ich persönlich (als Grossstadtmensch) denke, dass städtisches Leben auch oft für Menschen nicht geignet ist. Aber Stadt ist nicht gleich Stadt.

    Es gibt so ruhige Ecken, das glaubt man nicht und dann war ich gestern auf dem Dorf, das dichter besiedelt als da wo ich zuletzt in Berlin wohnte.....

    Einfach ist immer der 4 Weitenhof, wolfssicher ummauert und ohne Nachbarn, aber nach an der puliserende lebendigen Metropole.......(naja...:ugly:)


    Ich tu mir auch schwer, ihn als Angsthund zu sehen.

    War/ist meine "Lenki" auch nicht. War eine Mischung, nicht besonders mutig, nicht über die massen aggressiv, aber HAPS, wenns zu eng wird, weil ihm halt nie geholfen wurde....

    Also kein Angsthund, sondern mein "Schnäppchen"...war billig und hat ab und zu geschnappt.

    Und depriviert. Ja was weiß ich. Klar ist ein Hund aus nem andalusischen Hinterhofschuppen nicht auf Wien City sozialisiert, aber dass das automatisch Deprivation bedeuten muss, denk ich nicht.

    Depriviert ist eine Diagnose, die jemand stellt nach Tests und Untersuchenungen.

    Kann sein, wäre mördermässig blöd, könntest du allerhöchstens am eigenen Leib erfahren, wenn sich NICHTS ändert, weil dem Hund es nicht möglich ist, dauerhaft in die Verhaltensänderung zu kommen. ALSO NIE!!!

    Das ist absolut krass, das wünsche ich euch nicht.