Ich finde die Hundezucht ziemlich gut.
Weil ich einen Hund möchte, den ich schon vorher nach seinen Rasseeigenschften gut einschätzen kann und in etwa weiss, wo es hingeht.
Ich habe mir bei "meinen" Rassen Nothunde geholt. Von igendwem vermehrt und vorversaut.
Und ich hab dann dieselbe Rasse vom Züchter im "Orginalzustand" .
Je älter ich werde, desto lieber möchte ich einfache Hunde. Und deshalb gibt es hier keine Hunde mehr die "vorversaut" sind, aber bestimmt mal wieder so was "mitläuferisches", was irgendwo zu viel ist.
Ich habe mir nie die Frage gestellt, was insgesamt besser ist. "Der" Tierschutz oder "die" Zucht. Ich habe mir Tiere angeschafft. Immer grad zu der Lebenssituation passend, in der ich mich befand.
Insgesamt kann ich sagen: Ich hatte immer Tiere aus "dem" Tierschutz "adoptiert" und "gerettet".
Und ich habe 5 mal Tiere beim Züchter gekauft. Einen Wellensittich, Laufenten, Hühner und zwei mal je einen Hund.
Ach und vergessen, die Schafe! Auch vom Züchter gekauft.
Wenn ich jetzt eine Tierhaltung beginne überlege ich immer, was will ich, was brauch ich.
Ich habe schon überlegt, ob ich eine Notstation eröffne für Meerschweinchen. Dann hab ich Igel überwintert und für die ein Plätzchen im Garten, wo ich jederzeit wieder welche aufnehmen kann.
Man muss sich ja für jede Tierart auch Know How raufschaffen. Ich könnte mir auch vorstellen, mal eine ganz altes Gänsepärrchen zu übernehmen, weil ich schon immer mal Gänse halten wollte, die leben aber so lange, dass ich keine Küken nehmen wollen würde. So 20 Jahre mit nem biestigen Ganter stell ich mir auch an eingigen Stellen unlustig vor.
Ich hätte furchtbar gerne eine Station für Notesel. Aber dafür habe ich nicht das geeignete Land. Das wäre meins. Und wenn ich weiterträumen dürfte, hätte ich ganz viel Land, hätte ich ehemalige "Tanzbären" gerne einen Wald geschenkt. (Gibt es ja zum Glück, unterstütze ich halt mit Spenden).
Ach und was es noch alles gibt.
Wir haben hier im Garten Inseln mit Brennesseln, die gehegt werden, damit die Schnmetterlinge, die nur auf Brennnesseln leben können ein Zuhause haben.
Wir haben Totholzhaufen für Salamander und Ringelnattern, die hier leben, und nicht zu vergessen, der Nashornkäfer. Er lebt 5 Jahre als Made im Kompost. Wir achten sehr darauf, dass er möglichst zum Käfer werden kann. "Unsere" vielen Hummeln, die hohe Wiese, die nicht gemäht wird, sondern Lebensraum ist, Nistkästen an jedem Baum.
Mein Fazit: Tierschutz und Hundezucht (oder Tierzucht allgemein) können selbstbewusst nebeneinander stehen.