Ich gehe ziemlich verkopft an die Sache, aber ich hatte auch noch nie einen Hund und kenne auch kaum Hundebesitzer, zumindest keine wo es so läuft wie wir es gerne machen möchten. Bei denen läuft der Hund so mit(Havaneser), wir wollen aber gerne trainieren und bei der Größe muss es auch einfach gut klappen zwischen Mensch und Hund.
Lass mal das verkopfte weg.
Für die Aufzucht eines Golden Retrievers brauchst du eine gute Portion Humor und das wichtigste ist, für den Hund klar zu sein, beständig zu sein. Wie Kinder auch, nur dass Kinder nicht als Sääuglinge hochspringen und Arme und Füsse beissen mit spitzen Zähnen. Du musst dem Hund die Hundemutter (Erzieherin ) ersetzen. Und das liebevoll und klar und die Welt ist nicht immwer gerecht für das Hundebaby, es wird mal auch richtig Frust schieben, wenn es nicht Sofakissen zerfetzten darf ect. Und dann musst du den Hund "ins Bett bringen", wie ein überdrehtes Kind. Und wie ein Kind, musst du auch beim Hund eine Auge drauf haben, dass der Hund genug ruhen und schlafen kann. Denn wenn der Hund erstmal richtig "hochgedreht" ist, bekommst du den nicht so schnell mit einem "4 Fragezeichen-Hörspiel" runter.
Also alles zusammen: Hundebabys brauchen Spielekumpels, SCHLAF, SCHLAF und RUHE und frische Luft und gutes Fressie und eine gute Menschenfamilie, die auf das Baby aufpasst und nicht jeden fremden Hund ranlässt....ect...pp..
Und dann das Thema Hündin/Rüde? Wir stehen nun für eine Hündin auf der Liste (wurde uns so empfohlen), aber nun lese ich von Aggressivität bei Läufigkeit und das kann ich nur schlecht akzeptieren und mir vorstellen.
Hündinnen sind zumeist einfacher zu erziehen. Der Züchter hat recht und ihr sollte auf ihn hören und ihn den Hund für euch ausuchen lassen.
Welpenschule ja oder nein? Da scheiden sich scheinbar die Geister. Unser Züchter (DRC) sagt: die Bindung an den Menschen hat erstmal
Priorität. Hier lese ich beides, die einen befürworten es und andere schreiben lieber welpenfreundlicher ausgewachsener Hund. Aber alle schreiben - ja Kontakt zu Hunden. Richtig?
JA! Welpenschule! Auf jeden Fall.
Aber eine gute, die ihr euch vorher OHNE Hund angucken müsst.
Lass dir hier Tipps geben, wo sich eine gute Hundeschule/Welpenschule bei dir befindet....Postleitzahl wär gut oder zumindest Bundesland.
Ich habe selbst lange Welpengruppen geleitet und bin meinen Welpen dann einmal die Woche zu einer befreundeten Hundeschule gefahren, um dort einfach geleitet zu werden..
Und hab viel mitgenommen. Und Hundi auch.
Eine gute Welpenschule zeichnet sich dadurch aus, dass es auch Theorie gibt, dass die Hunde zum Ruhen angeleitet werden, dass, die Hunde individuell spielen dürfen und auch mal zugucken lernen müssen.
Schlechte Welpengruppen sind Veranstaltungen, wo die Menschen im Kreis stehen und quatschen und die Hunde rumrennen und müde sind für den Tag dann als einziger Benefit.
In schlechten Welpengruppen treffen ganz junge zarte Hunde auf Hunde, die schon aus dem Welpenalter raus sind. Das führt zu Mobbereien. Ein grosser Hund wie ein Golden, kann lernen, dass es gut ist, sich erstmal alle vom Hals zu halten, oder auch, dass es Bock macht, die kleinen zu pisacken.
Ein gute Welpenschule leitet an und lenkt und die Trainer wissen, was sie da tun.
Gute und schlechte Schulen kannst du als Laie wirklich nur schwer auseinanderhalten, das ist das Problem.
Deshalb: Lass dir hier eine empfehlen und nimm dir für die Welpenschule inkl. Grundausbildung Zeit und etwas Geld ans Bein. Was du in den ersten 2 Jahren investierst, nutzt dir dann das ganze restliche Hundeleben.
Und eins noch: Alle, auch die besten, machen Fehler. Und nicht alles wird gut klappen, der Hund wird vielleicht die erste Zeit prima hören und dann ZACK......Ohren verstopft...juchhuhhh die Hundpubertät....
Nimm die Hundehaltung als Abenteuer und Hobby, die Erziehung als Frimelei zur Erweiterung deines Geduldsfaden.
In diesem Sinne: geniesse die letzten Tage ohne Pipipfützen in der Wohnung und geniesse die Nächte, jetzt darfst du noch schlafen