Beiträge von Morelka

    Idealerweise zerstört er aber auch die Erwartungen anderer Hundehalter, am Besten bevor der Akita schon da ist.

    Ja, das finde ich einen sehr guten Aspekt, das mal zu erwähnen... nebst der ganzen Tragik des zerstörten Weltbildes.

    Wenn dieser Thread schon nur ein paar andere unerfahrene/nicht informierte Neu-Halter davon abhalten kann, sich einen Akita in ungeeigneter Umgebung anzuschaffen, so ist immerhin noch ein positiver Punkt erfüllt.

    Ich habe mir die American Akita nochmals angeschaut im Netz und bin nach wie vor schockiert... der erreicht ja eine Schulterhöhe von rund 70 cm oder mehr. :shocked:

    Verbunden mit den sehr speziellen Rasse-Eigenheiten und der frustrierenden Wohnungshaltung (2 x 10 Min. Gassi zählt nicht), ist das eine höchst explosive, gefährliche Mischung, welche die TE jetzt sicher verstanden hat.
    Ich hoffe einfach inständig, dass nicht zuerst was Gravierendes passieren muss (Angriff auf andere Hunde und/oder Menschen), bevor sich die TE zur Abgabe entscheidet.

    Dass noch ein "Wunder" geschieht und sie einen genialen Trainer findet(?), der alles richten kann, halte ich für eher unwahrscheinlich.

    Trotzdem alles Gute!

    Ach herrjeh, das war ja ein Albtraum für Euch beide! :shocked: Ich hoffe, Ihr erholt Euch gut!
    Kannst Du mit gebrochenem Arm überhaupt noch mit Jerry laufen gehen? Du bist ja sicher arbeitsunfähig geschrieben, oder? Gute Besserung!

    Bei Deiner Beschreibung musste ich als erstes an einen Bouvier denken. Ein ähnliches Erlebnis hatte ich nämlich auch vor etwa 2 Jahren, als sich ein Bouvier auf meine erste Chihuahua-Hündin stürzte, sie aber zum Glück nicht verletzte. Ich riss das Ungetüm damals von meiner Hündin weg und brüllte ihn an, was ihm eigentlich einfalle. Er war aber zum Glück "friedlich"... die Besitzerin entschuldigte sich 1000 mal. Also anderer Fall als bei Dir, aber Bouvier de Flandres oder zumindest "Bouvier-ähnlich" könntest Du angeben als Beschreibung.

    Ich würde an Deiner Stelle auch via Facebook oder anderer Medien den Fall publik machen. So ein grosser schwarzer Hund bleibt doch nicht unbemerkt!

    Alles Gute für Euch!

    Wie lernt man sich über einen Welpen, deren eigenschaften, sowie den wichtigen Dingen zu imformieren?
    Ja indem man es versucht.

    Aber nicht am "lebenden Objekt" (Welpe), sondern indem man im Internet recherchiert, vielleicht mal als Gassi-Geher anfängt, im Tierheim mithilft oder bei Nachbarn Hunde-Erfahrungen sammelt. Indem man Bücher liest und immer die Augen und Ohren offen hält nach Informationen über Hunde.
    Oder indem man einen Grundlagen-Kurs besucht (war bis vor kurzem Pflicht hier in der Schweiz, der sog. Sachkunde-Nachweis).
    All dies tut man, BEVOR man ein Lebewesen kauft.

    Wenn Du Fahrradfahren lernen willst, kannst Du einfach mal ausprobieren und üben, hinfallen und wieder aufstehen. Das Fahrrad nimmt Dir das nicht übel.

    Ein Hund ist aber ein Lebewesen, da kann man nicht ohne auch nur das geringste Basis-Wissen "einfach mal ausprobieren." Das geht immer auf Kosten des Tieres.

    Aber jetzt ist es halt so... ich hoffe, dass Ihr beide trotzdem noch irgendwie "die Kurve kriegt."

    Aber er will auch seine Freunde attackieren.
    Gibt es sowas wie psychische Probleme bei Hunden? Hat er vielleicht irgendeinen Kummer oder so?

    Die sind eben jetzt (mit 1.5 Jahren) nicht mehr seine "Freunde"... das waren sie nur in seiner Welpen-/Junghund-Zeit.

    Du scheinst nicht zu merken, dass Boomer jetzt langsam erwachsen wird (noch nicht ausgewachsen, das dauert nochmals 1- 2 Jahre). Während dieser Zeit kann ein Hund sein Verhalten noch sehr, sehr stark ändern, eben, halt in Richtung seiner rassetypischen Eigenschaften.

    Eine der Eigenschaften ist, dass die Akitas ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet wurden.
    Diese Genetik steckt noch immer in ihm drin. Wenn er dann zusätzlich frustriert wird, weil Du ihn dauernd einschränken, sozusagen "fesseln und knebeln" musst und nur minimale Kurzspaziergänge machen kannst mit ihm, so baut sich ein ungeheures Aggressions-Potential in ihm auf.
    Ehrlich gesagt, würde mir das als Besitzerin Angst machen... ich befürchte, dass Dir noch immer nicht klar ist, was für ein Dynamit-Fass Du an der Leine führst (bzw. zu führen versuchst).

    Ich hoffe, Du hast unterdessen gemerkt, dass Boomer niemals mehr "wieder normal" werden kann, denn sein gemässigtes Verhalten war nur das Junghund-Verhalten.

    Sein Erwachsenen-Verhalten beginnt JETZT, mit 1,5 Jahren! Das hast Du deutlich gemerkt und musst jetzt die entsprechenden Massnahmen einleiten (Abgabe oder Umzug in eine ländliche Gegend mit Riesen-Grundstück und kleiner Hunde-Dichte).

    Akitas können doch nicht extremer sein, oder?

    Doch, sind sie...
    Akitas wurden ursprünglich für Hundekämpfe gezüchtet (auch eingekreuzt mit Mastiffs und anderen schweren Rassen).

    Diese Information habe ich aus einem einzigen Klick herausgeholt, indem ich mich durch die Seite eines Züchters (die ja gerne alles schönreden) hindurch las.

    Ich glaube, Dein "Fehler" ist, dass Du noch immer der Meinung bist, "Hund ist Hund"... das stimmt absolut nicht.
    Weshalb denn sonst wurden/werden so viele unterschiedliche Hunderassen mit verschiedenen Verwendungszwecken gezüchtet?

    Es ist die allererste und oberste Pflicht jedes Hundehalters, sich gründlich mit einer Wunsch-Rasse auseinander zu setzen und sich selber und die Haltungsbedingungen zu hinterfragen, ob die Lebensweise und die Hunderasse zusammen passen.

    Soviel ich von Dir gelesen habe, ist das wohl eher nicht der Fall. Bei Akita und Stadtwohnung, kein Auto und berufstätig stimmt so ziemlich überhaupt nichts ausser halt die Liebe zu Deinem Hund.
    Aber das alleine genügt nicht.
    Ihn durch martialische "Hilfsmittel" wie Würger, Stachler, Halti, etc. in Schranken zu weisen, halte ich für eine Quälerei und ist zudem eine tickende Zeitbombe. Irgendwann "explodiert" er, weil er diese Zwangsmittel nicht mehr erträgt.
    Ich schliesse mich den andern an... befasse Dich lieber damit, ihn abzugeben, so schwer Dir das auch fallen mag.

    Im Sinne des Hundes ist das vermutlich die wohl einzige Lösung.
    Alles Gute!


    aber wenn ein Welpe trotz Aufmerksamkeitsspanne von nem Einchhörnchen auf Koks sich von Joggern und Radfahrern nicht beeindrucken lässt und jederzeit, egal ob grad super spannende Sachen um ihn herum passieren oder er mit anderen Hunden spielt, zu mir kommt, wenn ich ihn rufe, ist das eine perfekte Basis, auf der man nur aufbauen kann und nur dranbleiben muss.

    Tönt nach einem idealen, gelassenen Therapie-Hund, den Du vermutlich nicht einmal nach langem Suchen gefunden hättest! :applaus:

    Ich freue mich für Euch und warte gespannt auf Deine weiteren Erzählungen von Jack!

    Hütehund? Seh ich da null. Eher Terriermix, evtl. mit Pinscher. Aber ich habe schon viele abenteuerliche Rasseeinschätzungen von Tierärzten gehört xD

    Tierärzte sind ja auch nicht die richtige Anlaufstelle, um Rassen zu identifizieren, denn das ist nicht Bestandteil des Studiums.
    Natürlich gibt es Tierärzte, die sich stark für Hunde-Rassen interessieren und sich da auch weiterbilden und Bescheid wissen.
    Aber generell gesagt kennen sich Tierärzte mit Hunderassen nicht besser aus als jeder hundeinteressierte Laie.

    Aber vielleicht hat er gar nicht Border Collie gesagt, sondern Border Terrier? Das könnte ich mir eher vorstellen.

    Ich sehe bei Jack jedenfalls recht viel von einem Border Terrier, allenfalls auch DJT (der DJT ist sozusagen der deutsche Border-Terrier...).

    Ich muss gestehen, dass ich nicht weiß wie lange genau sie nachmittags nochmal rauskommen.

    Das heisst, das Pferd/die Pferde werden gar nicht regelmässig bewegt, sondern stehen einfach stumpfsinnig 23 Std. in einer Boxe und dürfen dann morgens 30 Minuten und evtl. noch am Nachmittag ein bisschen raus?

    Ich bin fassungslos!!!! :shocked:

    Da wundert es mich gar nicht, dass ein französisches Vollblut, das früher Rennen gelaufen ist, schlichtweg einfach durchdreht.
    Das geht gar nicht! :(

    Das ist brandgefährlich, pass bloss gut auf Dich auf! Handschuhe trägst Du ja schon, das ist schon mal super.
    Aber eigentlich müsstest Du eher die Besitzer zum Umdenken bringen, statt das Pferd mit zusätzlichen "Zwangsmitteln" in seinem Bewegungsdrang zu bändigen.