Beiträge von Morelka

    Da würde ich tatsächlich eher im Tierschutz schauen nach einem erwachsenen Hund von einer Pflegestelle, die das einschätzen kann. Rassen, die generell so reagieren, gibt es sicher nicht.

    Das sehe ich auch so.

    Meine Vicky, die als Zweithund zu mir kam, ist genau solch ein Hund, welcher der TE offenbar vorschwebt. Mein Kriterium, als ich einen Zweithund suchte, war allerdings nur, dass der Zweithund ungefähr in derselben Gewichtsklasse sein soll wie die Ersthündin, das 3 kg-Chimädel Smilla.

    Die Pflegestelle schwärmte mir dauernd vor, wie lieb und süss Vicky sei, mir war aber nicht ganz klar, was sie damit meinte. Jedenfalls besuchte ich sie und entschloss mich, Vicky zu übernehmen mit dem Vorbehalt, dass sie wieder zur Pflegestelle zurück dürfte, falls es mit Smilla nicht passt.

    Vicky gewöhnte sich seeeehr rasch ein... am zweiten Tag machte sie mir bereits klar, dass wir zusammen gehören. Ich sass auf dem Sofa, sie setzte sich neben mich, kippte seitlich gegen mich, legte mir den Kopf auf die Brust, leckte mich am Kinn und schloss die Augen. :cuinlove: Ich vermute mal, solch ein Verhalten schwebt Dir vor, oder?

    Vicky ist und bleibt eine "Katze"... sobald ich irgendwo sitze, will sie auf meinen Schoss, sie lässt sich vollkommen fallen, schmiegt ihren Kopf ganz dicht an mich und schliesst dabei die Augen wie eine Katze.

    Ich hatte solch ein Verhalten vorher nicht gekannt, suchte auch nicht explizit nach so einem extremen "Schoss-Hündchen", aber sie ist halt nun mal so und dafür liebe ich sie.

    Ich will damit sagen, dass die einzige Chance, solch ein "Schmuse-Kätzchen" zu finden, wohl nur der Weg über eine Pflegestelle ist, welche das Verhalten genau beobachten und beschreiben kann. Du wirst niemals eine Rasse finden, die genau diese Kriterien, die Dir vorschweben, erfüllt. Das geht nur über eine "Individuum-Suche" mit Hilfe einer Pflegestelle.

    Hast Du übrigens schon mal darüber nachgedacht, ob nicht eine Katze Deinen Bedürfnissen eher entsprechen könnte?

    Ich gehörte vor Jahren selber zu den Züchtern (Dalmatiner), aber damals war das Tierschutz-Thema noch längst nicht so heftig im Vordergrund wie heute... damals gab es auch noch kein Internet.

    In meinen Augen ist es viel verwerflicher, Hunde einfach so zu produzieren, entweder einen Ooops-Wurf ("oh je, dumm gelaufen, Hündin ist abgehauen"), eine bewusste "seltene Kreuzung" zwischen Husky und Dackel oder das berühmte Jöööö-Syndrom ("einmal soll doch unsere Hündin Junge haben dürfen, ist doch sooo süss") zu bedienen.

    DAS ärgert mich immer masslos, wenn desinformierte Leute zum Gelegenheits-Vermehrer rennen und dort einen Welpen kaufen... damit bestärkt man diese Vermehrer in ihrem Tun und nimmt tatsächlich einem "echten" Tierschutz-Hund einen Platz weg. Diese Vermehrer-Welpen müssten nämlich nicht geboren werden, wenn jeder HH einigermassen vernünftig und verantwortungsbewusst wäre... ist aber leider eine Illusion, die wohl nie Realität wird. Spass- und Geld-Vermehrer wird es immer geben.:wallbash:

    Aber wenn jemand beim seriösen Züchter einen Welpen kaufen will und dort auch gut beraten wird, dann ist dagegen nichts einzuwenden.

    Die grosse Frage ist wie immer... wie trennt man als unerfahrener Neuling die Spreu (Vermehrer) vom Weizen (seriöser Züchter). Das ist heute mehr denn je ein Hochseil-Akt.

    Ja, die Leseprobe ist schon sehr aufschlussreicht... völlig klar, über wen er sich aufregt!

    Ich nehme an, dass er in seiner Praxis immer wieder auf dieses "Dominanz-Gelaber" stösst, das einfach nicht aus den Gehirnen der HH zu löschen ist... auch heute noch plappern viel zu viele Halter diesem idiotischen Alpha-Getue und "Dominanz" hinterher.

    Im Moment ist mir das Buch (noch) zu teuer, ich warte mal lieber, bis es als E-Book erhältlich ist.

    Kennt jemand dieses Buch?

    Offenbar ist es erst grad neu herausgekommen, und ich überlege mir, ob ich es kaufen soll. Es wurde von einem Tierarzt geschrieben, der schon mehrere Bücher heraus gegeben hat: Bela F. Wolf, Wien

    Zitat

    Mit der fundierten Kenntnis eines praktizierenden Tierarztes, faszinierender Beobachtungsgabe und einem unglaublichen Feingefühl für das Wesen des Hundes kritisiert Wolf die so genannten Hundeflüsterer und deren Jünger, die er lakonisch »Flüster-Fans« nennt. Oder präziser, die durch sie praktizierten Methoden, welche aus zu vielen Hunden Wracks macht, Zombies, dem Tod näher als dem Leben. Dies wiederum ist offenbar nur möglich, weil der Mensch mit dem gleichen Hirnkonzept ausgestattet ist, wie die Reptilien und weil das Krokodil in uns letztlich ein anderes Lebewesen unterdrücken, klein halten will. Der Mensch kann bezüglich Gewaltbereitschaft mit einem Wimpernschlag von Null auf Hundert kommen. Und Gewalt auszuüben, die Macht zu fühlen, macht ihn glücklich.

    Quelle: Mittelländische Zeitung

    Nicht das am Text oder Bild jetzt großartig was dran wäre. Da findet man ja weiß Gott andere Beispiele. Aber irgendwie hat es was von : "Er hat uns bis jetzt 1998,36€ gekostet,was wir auch belegen können und das muss er wieder rein bringen"

    Ja, genau so verstehe ich das auch... wenn sie ihn erst nächsten Sommer verkaufen würden, so würden sie dann bestimmt € 3000.-- für ihn verlangen, je älter, desto mehr Geld haben sie ausgegeben, wollen sie dann aber auch wieder zurück haben. Der arme Hund wird mit zunehmendem Alter immer teurer:doh:

    Iiiiirgendwo muss da bestimmt ein Denkfehler liegen...:???:

    Wobei ich es ja schon bemerkenswert finde das die Leute überhaupt noch Bobtails kennen.

    Ich hab seit 30 Jahren keinen mehr gesehen.

    Bei mir ein paar Strassen weiter hält jemand schon den zweiten Bobtail, aber es stimmt, ausser diesen beiden habe ich selber auch nirgendwo anders Bobtails gesehen.

    Seltsamerweise bleibt Vicky ziemlich gelassen, wenn wir diesem Rüden begegnen. Sie hält ihn wohl für einen Ausserirdischen, den man nicht näher beachten sollte.

    sie schmiss ihn um und drückte ihm die Pfote aufs Gesicht (keine Beisserei), woraufhin sein linkes Auge aus dem Kopf hervorquoll

    Ich würde zusätzlich zum notwendigen Anwaltsschreiben noch vom TA eine medizinische Erklärung für offene Fontanellen beim Klein(st)hund anfordern, denn gemäss Deiner Beschreibung liegt offenbar bei diesem Welpen ein solcher häufiger Defekt vor, sonst hätte das Auge nicht hervorquellen können.

    Es handelt sich daher in meinen Augen ganz klar um einen Unfall, was ebenso gut hätte passieren können, wenn der Welpe sich irgendwo gestossen hätte.

    Ein Anwalt wird sich kaum mit offenen Fontanellen und genetischen Risiken bei Kleinsthunden auskennen, deshalb wäre als Ergänzung zur rechtlichen Lage noch eine Dokumentation zur medizinischen Situation wichtig.

    Hier noch ein Link dazu:

    Offene Fontanellen

    Der Paco hat mir sehr gut gefallen, das ist wirklich mal ein wesensfester, stabiler Junghund einer eher hibbeligen Rasse, bzw. Rasse-Mix. Seine Leute wirken auch sehr ruhig und überlegt, es hat mir gut gefallen, wie der Besitzer mit dem Junghund umgeht.

    Ich hoffe jetzt nur, dass er nicht zu ehrgeizig wird und schon zuviel von dem Kleinen verlangt, weil er dermassen offen für Neues und lernbegierig ist. Ein wirklich toller Hund!

    Ich glaube, der Rütter war auch ziemlich angetan von dem Knirps!