Beiträge von Anderster

    Nie wieder drei Hunde. Und mehr dann erst Recht nicht. Ich finde diese Gruppendynamik einfach echt ätzend. Die hat man zwar auch mit zwei Hunden, aber mit dreien hat man viel mehr zu tun die in Schach zu halten. Lag vielleicht auch an der Kombi 2 jagdgeile Huskys und ein durchgeknallter Aussie mit Fremdhunde Unverträglichkeit.

    Trotzdem sind drei einfach ein hoher Aufwand. Zwei Hunde werden überall akzeptiert, aber drei eher nicht. Ich fand die Zeit richtig stressig.

    Mein Ideal schwankt zwischen einem und zwei Hunde.

    Ein Hund ist einfach super praktisch. Man hat keine Dynamik drinnen, die gucken sich keinen Blödsinn ab, man muss nur einem gerecht werden und hat somit mehr Zeit und Geld.

    Zwei Hunde haben aber einfach den Vorteil dass die zwei auch einfach sich selbst haben. Das ist bei sehr sozialen Hunden einfach schön. Zumindest meine beschäftigen sich zusammen indem sie zergeln oder Fellpflege beim anderen betreiben.

    Und zu guter Letzt muss ich sagen, dass ich es nicht nochmal erleben möchte plötzlich ganz ohne Hund da zu stehen. Das war wirklich schlimm und ich hab das halbe Jahr ohne Hund nur überstanden, weil ich so liebe Freunde habe die mir ständig ihre Hunde geliehen haben.

    Wasserdicht sind die nicht, oder? Da ich so einen Wasserüberzug gesehen habe, den man optional kaufen kann. Braucht man den wirklich?

    Nein braucht man nicht. Da man die nur rüber zieht wird der Ruckack durch Pfützen oder im Zweifel durchs schwimmen gehen von unten nass. Daher packe ich den Inhalt immer in wasserdichte Packsäcke.

    Welche Größe brauchst du denn? Ich hab noch die alte Version der Palisade Packs in Größe S. Ich brauch sie nicht mehr.

    Sie hecheln?

    Ja okay, wir ignorieren die hervor quellenden Augen, die Zunge die sich schon nach oben rollt und die Tatsache dass da trotzdem kein Hund irgendwie der Erschöpfung nahe ist.

    Man kann also nur als Hellseher eine Ahnung davon haben ob die Hunde Atemprobleme haben :hust:

    Ich verstehe was ihr sagt und die Vernunft in mir stimmt euch zu. Aber mir geht einfach das Herz auf wenn ich an diese Rasse denke. Trotz ihrer Gebrechen sind sie so niedlich und liebenswert.

    Und weil soe so niedlich und liebenswert sind dürfen sie so absurd leiden? Diese Gedanken werde ich nie verstehen.

    Du wirst deinen Hund so nicht wieder bekommen. Jeder Hund ist ein Individuum.

    Ich habe eher das Gefühl dass du mit dem Tod deines Hundes noch nicht klar kommst. Das ist ja völlig in Ordnung und jeder der ein Tier mal verloren hat, weiß wie es dir geht. Aber dann musst du dir ernsthaft überlegen ob du schon bereit bist einen neuen Hund in dein Leben und Herz zu lassen.

    Was spricht gegen einen Retromops?

    Alles. Nur weil man eine gesündere Rasse mit langer Schnauze mit einer total kaputten mit kurzer Schnauze verpaart, kommen da keine gesunden Nachkommen raus. So einfach ist Genetik nicht. Die Rasse ist einfach nicht mehr zu retten und jedes weitere Exemplar das geboren wird ist eins zu viel. Damit unterstützt man nur aktiv Tierleid. Wollt ihr das wirklich? Nur um eure Bedürfnisse zu befriedigen?

    Wir haben daraufhin eine Trainerin zu uns geholt, die uns dazu geraten hat Alana zu konfrontieren mit ihren Ängsten. Wir sollten ihr nicht erlauben sich hinter uns zu verstecken, sondern wirklich aktiv auf alles zugehen was ihr Angst macht und belohnen wenn sie ruhig ist.


    Aber irgendwie ging das alles nach hinten los und jetzt haben wir ganz andere Probleme. Alana ist immer noch mega unsicher, aber anstatt den Rückwärtsgang einzulegen und sich bei uns zu verstecken hat sie begonnen ALLES zu verbellen. Sie hängt nur noch in der Leine und zieht überall hin und bellt und schnappt danach. Wenn Ellie dabei ist und Alana frustriert ist beißt sie Ellie. Wenn Ellie nicht dabei ist versucht sie uns zu beißen, meistens in die Schuhe.

    Joa Herzlichen Glückwunsch, das habt ihr euch dank der Trainerin so richtig versaut.

    Konfrontationstraining ist sogar bei Menschen umstritten. Einem Hund der das nicht freiwillig macht anzutun ist halt mies. Das Ergebnis habt ihr jetzt.

    Holt euch einen anderen Trainer der vernünftig und kleinschrittig mit euch arbeitet. Und lasst euren Hund um Himmels willen Schutz bei euch suchen.

    In Hinblick auf Verträglichkeit und Jagdtrieb: Arbeiten die Hunde im Allgemeinen immer ohne Leine?

    Nein du kannst auch mit Schleppleine arbeiten. Das ist nur je nach Einsatzgebiet hinderlich, im Wald z.B. Aber da hast du dann bei einem Hund mit starkem Jagdtrieb eh das Problem, dass er jagen evtl. über den Zielgeruch stellt und dann einer Rehspur hinterher geht.

    Was waren bei den Second-Hand-Hunden bei euch die grössten Schwierigkeiten im Hinblick auf die Umweltsicherheit und Verträglichkeit? Oder anders gefragt, wie unsicher oder unverträglich darf ein Hund bei dieser Arbeit sein?

    Auch das kommt schwer auf das Einsatzgebiet drauf an. Die Frage ist inwieweit ist der Hund trainierbar dass er diese Unsicherheiten beim Arbeiten ablegt. Dass heißt es kann gut sein dass der Hund bestimmte Auffälligkeiten beim Arbeiten nicht zeigt, weil er sich so konzentriert. Kann aber auch sein dass es nicht machbar ist den Hund z.B. in der Nähe einer Straße einzusetzen weil er dann nicht mehr arbeiten kann.

    Ich würde fast sagen die meisten Probleme lassen sich reduzieren, dass der Hund es auch in solchen Situationen schafft sich zu konzentrieren. Es ist nur die Frage wie lange man mit dem Thema beschäftigt ist. Da muss man klar sagen dass man mit einem Hund ohne Umweltprobleme viel schneller und besser ausgebildet bekommt.

    Ich dachte ursprünglich an Bettwanzen, aber andererseits fände ich es auch sehr toll, mit einem Artenspürhund in Naturschutzprojekten mitzuarbeiten und z.B. nach dem Kot eines bestimmten Tiers, nach Nestern etc. zu suchen. Ich denke, ich würde es vom Hund abhängig machen, und das wählen, was ihm am ehesten liegen würde und wo die Chancen am grössten sind, dass er die Einsatzprüfung schafft.

    Das Thema Artenspürhunde steckt ja leider noch ein wenig in den Kinderschuhen, auch wenn sich der Verein Wildlife Detection Dogs ja stark für eine Zertifizierung engagiert. Man kommt halt nicht einfach so als Laie an Projekte ran um seinen Hund einzusetzen, allein schon weil man selbst auch Ahnung von der Thematik haben muss. Daher solltest du auch dahingehend überlegen was sinnvoll ist wenn du den Hund wirklich im Einsatz führen möchtest.

    Auch an das Material zu kommen ist nicht einfach. Vieles darf man nicht einfach so besitzen sondern brauch Genehmigungen dafür wenn es sich um geschützte Arten handelt.


    Auf welchen Zielgeruch trainierst du deine beiden Hunde?

    Wir sind im IGAMON Dog Projekt drinnen und trainieren auf invasive Pflanzenarten. Mit Nuka möchte ich aber später gerne noch Buchdrucker trainieren. Ich hab da aber ein berufliches Interesse dran weil ich im Naturschutz arbeite.

    Rettungshunde dürfen (zumindest nach unserer Prüfungsordnung) nicht älter als 7 Jahre bei der ersten bestanden Prüfung sein. Demnach darf der Hund auch älter als 2 sein (Ausbildungsdauer ca 2-3 Jahre) aber es fällt den Hunden umso schwerer, umso älter sie sind.

    Spürhunde kann man weitaus länger einsetzen. 7 Jahre sind ja gerade mal bestes Alter.

    Gerade die Suche nach Bettwanzen ist ja nicht körperlich anstrengend. Ich denke das kann man einfach nicht mit Rettungshunden vergleichen

    Danke fürs rufen :winken:

    Hab zwar noch keinen ausgebildeten Artenspürhund, aber zwei in Ausbildung.

    Gerade bei der Nasenarbeit muss der Hund ja nicht so viel von sich aus mitbringen. Die Sache bei einem Second Hand Hund ist eben, was für Probleme bringt er mit die bei der Ausbildung hinderlich sein könnten. Da wäre zum einen die Tatsache dass er vielleicht nie gelernt hat dass es sich lohnt mit dem Menschen zu kooperieren.

    Ich habe meine zwei Hunde gleichzeitig angefangen zu trainieren. Mein Hund den ich als Welpe bekommen habe, ist einfach in viel schneller beim lernen als mein Secon Hand Hund. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, aber mit dem muss ich nicht noch 5 weitere Baustellen bearbeiten. Außerdem ist mein Second Hand Hund eher der Typ der erstmal lernen musste sich zu konzentrieren und mit mir zu arbeiten.

    Er macht das toll, keine Frage. Ob er irgendwann wirklich einsatzfähig wird steht auf einem anderen Blatt.

    Daher die Frage: Wozu möchtest du deinen Hund ausbilden und welche Eigenschaften wären dabei hinderlich? Bettwanzen z.B. sucht man ja drinnen, da wäre Jagdtrieb nicht das Thema. Aber da wäre ein Thema dass der Hund Fremden gegenüber ängstlich wäre. Und wie ernsthaft willst du das Ganze betreiben?

    Und an Rassen würde ich einfach nach einem suchen den du vor allem im Alltag haben möchtest.