Es wäre nicht unrealistisch, bei dem angenommenen Szenario, dass jemand seinen Hund mit einem Messer gegen einen anderen Hund verteidigt, auch auf dem Schirm zu haben, dass man das Messer verlieren kann und der andere HH es dann in die Finger bekommt.
Und wer weiß, ob das Gegenüber dann noch so ruhig und abgeklärt denken kann oder im Affekt nicht was ganz anderes Dummes damit anstellt, wenn Emotionen beiderseits hochkochen und man allein und ohne Zeugen zb im Wald steht.
Klar wäre es am besten, von vornherein solchen Situationen aus dem Weg zu gehen. Aber sich selbst dann zu bewaffnen... kann gewaltig in die Hose gehen.
Ich weiß, dass ältere Leute das noch so "drin" haben, ein Messerchen dabei zu haben, unser Opa mit über 80 ist auch so. Denen ist das dann auch wurscht, wenn ein aggressiver Hund stirbt, die haben als Kinder oft daneben gestanden, wenn ein Huhn oder Hase geschlachtet worden ist. Das wird alles eher pragmatisch gesehen, und alte Hunde bekamen früher den Gnadenschuß und fertig, warum sollte man dann in Gefahrensituationen anders handeln, überdies, wenn der eigene Hund angegriffen wird.
Das Problem ist die Verhältnismäßigkeit und ob Situationen immer so richtig durchschaut werden können, oder ob dann nicht einfach das Recht des Stärkeren, bzw. das Recht des Bewaffneten, gilt.
Mir macht die Überlegung, dass da draußen mit Messern bewaffnete HH herumlaufen und nicht zögern könnten, es einzusetzen, wenn Ihnen danach ist, massives Unwohlsein. Auch, wenn es mich selbst sehr wahrscheinlich nicht betrifft, weil ich meine beiden zu niemandem hinlasse. Ich hoffe, die laufen alle woanders als ich herum. Ist einfach so ein grundsätzliches Gefühl.