Beiträge von DerFrechdax

    Es wäre nicht unrealistisch, bei dem angenommenen Szenario, dass jemand seinen Hund mit einem Messer gegen einen anderen Hund verteidigt, auch auf dem Schirm zu haben, dass man das Messer verlieren kann und der andere HH es dann in die Finger bekommt.

    Und wer weiß, ob das Gegenüber dann noch so ruhig und abgeklärt denken kann oder im Affekt nicht was ganz anderes Dummes damit anstellt, wenn Emotionen beiderseits hochkochen und man allein und ohne Zeugen zb im Wald steht.

    Klar wäre es am besten, von vornherein solchen Situationen aus dem Weg zu gehen. Aber sich selbst dann zu bewaffnen... kann gewaltig in die Hose gehen.

    Ich weiß, dass ältere Leute das noch so "drin" haben, ein Messerchen dabei zu haben, unser Opa mit über 80 ist auch so. Denen ist das dann auch wurscht, wenn ein aggressiver Hund stirbt, die haben als Kinder oft daneben gestanden, wenn ein Huhn oder Hase geschlachtet worden ist. Das wird alles eher pragmatisch gesehen, und alte Hunde bekamen früher den Gnadenschuß und fertig, warum sollte man dann in Gefahrensituationen anders handeln, überdies, wenn der eigene Hund angegriffen wird.

    Das Problem ist die Verhältnismäßigkeit und ob Situationen immer so richtig durchschaut werden können, oder ob dann nicht einfach das Recht des Stärkeren, bzw. das Recht des Bewaffneten, gilt.

    Mir macht die Überlegung, dass da draußen mit Messern bewaffnete HH herumlaufen und nicht zögern könnten, es einzusetzen, wenn Ihnen danach ist, massives Unwohlsein. Auch, wenn es mich selbst sehr wahrscheinlich nicht betrifft, weil ich meine beiden zu niemandem hinlasse. Ich hoffe, die laufen alle woanders als ich herum. Ist einfach so ein grundsätzliches Gefühl.

    Ehrlich gesagt macht es mich auch traurig, dass meine Hunde, die nun mal alle groß ausgefallen sind bisher, nicht so alt werden wie ein kleiner Hund.

    Ich würde Freudensprünge machen, wenn es den Züchtern gelingen würde, die Lebensdauer der großen Rassen zu verlängern.

    Gerade bei den sanften Riesen reut es mich wirklich sehr, denn charakterlich so tolle und freundliche Hunde haben es genauso verdient, gesund lange und erfüllt zu leben wie kleine Wusel.

    Schade, dass sich bisher nicht viele Möglichkeiten ergeben, als HH daran etwas zu ändern und man sich beim Kauf eines solchen Hundes von vornherein drauf einstellen muss, nach spätestens 10 Jahren Ade zu sagen. Jedes weitere Jahr darüber hinaus in Gesundheit ist dann im Grunde ein Geschenk.

    Die Frage ist, ob die Lösung so aussehen sollte, dass dann im Notfall ein fremder Hund stirbt

    Eine Waffe mit sich herumzutragen erhöht auch die Bereitschaft, Situationen eskalieren zu lassen. Und ein Messer zum Schutz mit sich zu führen...ich meine jetzt nicht ein kleines Schnitzmesserchen oder normales Taschenmesser zum Pilzeschneiden.... naja. Gibt mir ein ungutes Gefühl.

    Weiß eigentlich jemand, was die Ermittlungen ergeben haben bei der Frau des Hundetrainers, die tot mit dem 5jährigen Mali um sich herum auf dem Trainingsgelände seiner Hundeschule gefunden worden war? Also, woran sie gestorben war, ob es der Hund war oder doch ein gesundheitliches Problem? Ich habe davon leider nichts mehr gehört in den Medien, es war aber glaub ich gar nicht in D, oder? Bin mir leider nicht mehr sicher... und würde mich interessieren. Vielleicht weiß das jemand von euch.

    Ich könnte mir vorstellen, dass dir, liebe TE, vermittelt werden soll, dass bei kurznasigen Hunden oft nur die kurze Nase gesehen wird und man denkt vielleicht "wenn ich einen mit bissi mehr Nase nehme, ist alles okay", und es wird übersehen, dass manche Hunde wie zb Frenchies auch noch andere körperliche Defizite im Magen- Darm- Bereich, Augen, Bänder, Kniescheibe, Hüfte, Bandscheibe etc. haben.

    Ich könnte mir vorstellen, dass da was Chronisches genetisch disponiert ist bei deiner Süßen. Ehrlich gesagt ist es auch nicht toll gewesen von den Züchtern/ Hundeproduzenten, einen Welpen mit Durchfall abzugeben. Und dass es nur nachts war und der Hund in sein Körbchen macht, um sich dann hineinzulegen.... ich kenne das von gesunden Welpen, wo mal was daneben geht, oder sogar von meinem damaligen Welpen mit Giardien so, dass der Hund weit weg vom Körbchen macht und sich nicht auch noch reinsetzt. Da frage ich mich warum ein Welpe sowas macht (bin natürlich auch kein Profi- ich kenne das halt von den Hunden, die ich bisher hatte, nicht).

    Dass es deinem Hund jetzt gut geht, freut mich natürlich, und ich hoffe, es bleibt so. Sicherheitshalber solltest du aber versuchen, eine Krankenversicherung für sie abzuschließen, wenn das geht, und Geld auf Seite legen, falls doch noch was krankheitstechnisch nachkommt.

    Ich meine meinen Kommentar wirklich nicht böse und hoffe, du nimmst es mir nicht krumm- und ich drücke für euch alle Daumen :bindafür:

    @san94 grundsätzlich gebe ich dir Recht, ich hatte jetzt halt einen Vertrag im Kopf wie beim Autokauf |)

    Gibt ja genug Vorlagen online, und wenn beide dort unterschrieben haben und der Hund für einen symbolischen Wert von, sagen wir mal, 1€ den Besitzer wechselt, ist daran im Nachhinein nicht so schnell zu rütteln, als wenn es nur mündlich ist.

    Auch mit Zeugen ist ein Verkauf mit Handschlag gültig, das kommt noch aus der Zeit, wo man öfter Tiere am Markt einfach so gekauft hat (kenne das auch noch vom Pferdekauf, dass man trotz Vertrag und Ankaufsuntersuchung noch die Hände schüttelt). Aber setze das mal durch, wenn im Nachhinein sich jeder anders erinnern will.

    Und, Schenkung ist glaub ich nochmal anders, da kenne ich mich aber nicht aus.

    Ich würde auch zum Anwalt gehen und mich beraten lassen, wenn ich den Hund sicher behalten wollen würde. Keine Ahnung, vielleicht haben sich alle schon so aufeinander eingelassen und ein Wechsel wäre jetzt für alle wirklich schlimm.

    Die Frage ist, will man es jetzt wirklich auf einen Rechtsstreit ankommen lassen, hätte der Hund wirklich so ein unwürdiges und tierschutzrelevantes Leben dort bei der Frau? Oder gibt man ihn zurück und verbucht das unter "Nie mehr ohne was Schriftliches!" ?

    Denn das ist etwas, was ich gelernt habe, immer alles schriftlich festzuhalten. Immer. Alles.

    Als vor 2 Jahren der Kleine bei uns einzog, war ein schriftlicher Vertrag aus dem Internet das erste, was ich ausgedruckt und unterschrieben der ehemaligen Besitzerin geschickt habe. Danach ging es zum TA zum Zähne sanieren, wiederkehrendes Erbrechen abklären, impfen etc.

    Das hilft euch jetzt im Nachhinein leider auch nicht, aber subjektive Interpretationen, wer im Recht sein könnte, und wer vor dem Gesetz Recht bekommt, sind nochmal 2 paar Stiefel. Deshalb wäre eine professionelle Sicht auf das Problem immens hilfreich.