Seine Strategie ist sein Territorium zu begrenzen, ihn nur noch im Haus in ein Zimmer lassen, nicht mehr allein in den Garten, ihn nicht mehr auf strategisch wichtige Liegeplätze lassen... Das soll ich erstmal ausprobieren und sehen ob das was bringt. Ach ja unterwegs soll ich sein markieren unterbinden....
Markieren unterbinden? Hm... hört sich für mich nicht gut an. Man kann den Hund ja nicht zwingen, normales Rüdenverhalten abzustellen und sich bitteschön auszupieseln wie ein Weibchen :/
Also, begrenzen würde ich auch, und zwar, dass er nicht mehr hinterher kann, wenn ich mich im Haus bewegen würde. Also Türen nach dem Durchgehen schließen oder Türkindergitter anbringen und zumachen. Ein Hund, der wie ein Schatten dauernd hinterhergeht, steht unter (selbstgemachtem) Stress, alles kontrollieren zu müssen.
Border sind unheimlich intelligent, vermutlich ist euer Hund euch gedanklich immer einen Schritt voraus. Das braucht Zeit, bis man das in den verschiedenen Situationen erkennt und gegensteuern kann.
Eure Baustellen sind Kontrolle der Menschen (hinterherlaufen), in-die-Leine-rennen bei Hundesichtung, fehlende Distanz zu (fremden) Menschen, wenn ich das richtig verstehe.
Das Kaputtmachen von Sachen kann Übersprung, Stressabbau, Hormone sein. Gründe können die Lebenssituation, das Futter (zb zu hoher Proteinanteil), zu viel Programm oder zu viel Trubel sein.
Ich würde erst mal alles Spielzeug wegräumen, alle schönen Hundebetten, und den Hund erstmal auf alten Kissen oder Handtüchern schlafen lassen.
Spielzeug würde ich als Bestätigung aufbauen für Wohlverhalten (zb Hund sieht fremden Hund, du sprichst ihn an, er schaut zu dir- schwupp, darf er einen Zergel ein Stück durch die Gegend tragen, bis du ihm den wieder annimmst. Dazu muss der Hund aber vorher gelernt haben, auszulassen, sonst beginnt der nächste Kampf ums Hergeben von Sachen
)
Vielleicht kannst du grob auch euren normalen Tagesablauf kurz beschreiben, dabei fallen oft Stressfaktoren schnell auf, die man gar nicht auf dem Schirm hatte.
Ich würde auch die Gruppenstunden erst mal canceln und in Einzelstunden die Dinge üben, die euch stressen und die ihr wirklich braucht. Man kann zb mit einem ruhigen Hund Hundebegegnungen üben und schauen wie groß der Abstand sein muss, dass euer Hund noch ruhig bleiben kann, und dann langsam den Abstand verkleinern.
Und last, but not least rufe ich mal noch Mehrhund , sie hat viel Erfahrung mit Bordern.
Alles Gute für euch 