Beiträge von DerFrechdax

    Hi, ich glaube, ihr werdet nicht drum herumkommen, entweder mit dem Hund eine gute Hundeschule zu besuchen, wo besonders deiner Freundin gezeigt wird, wie sie den Hund besser verstehen lernt um so ein souveräner Auftreten entwickeln zu können. Ist es ganz arg und sie sehr verunsichert, würde ich eine*n Trainer*in ins Haus kommen lassen. So kann man gucken, wie die Interaktion der beiden im vertrauten Feld ist und wo noch Änderungen vorgenommen werden müssen.

    Ein Welpe und Jungspund hat natürlich schnell raus, wenn man im Umgang nicht wirklich klar rüberkommt und nimmt einen dann nicht ernst. Das ist völlig normal und würde vermutlich jeder normale freche Junghund so versuchen, deshalb wäre mein Augenmerk auf der Entwicklung der Freundin, so dass sie sicherer wird im Ungang mit dem Welpen.

    Vielleicht kann hier auch jemand noch gute Bücher über Hundeverhalten und -erziehung nennen.

    Alles Gute!

    22.8. Was kannst du nicht vergessen?

    Ich kann mich an sehr viele, eigentlich unwichtige Situationen erinnern, oft genau wo das war, mit wem, was geredet wurde oder passiert ist und wie ich mich da gefühlt habe... aber definitiv nie vergessen werde ich das Gefühl, ein neugeborenes nacktes Bündel auf dem Bauch liegen zu haben, einen zufrieden saugenden Säugling zu stillen, das Ende von jedem meiner Hunde, die ich dabei begleitet habe und natürlich die vielen schönen Momente, die ich mit meinem Mann erlebt habe.

    Kränkungen oder Unerfreuliches dagegen vergebe ich und vergesse auch ziemlich schnell, nicht immer sofort, aber dann doch zügig. Damit möchte ich mich nicht länger belasten als unbedingt nötig.

    23.8. Ja oder Nein: Man sollte immer einen Plan B haben.

    Ja, schon. Better safe than sorry :sweet:

    Grundsätzlich mag ich Interviews. Grundsätzlich schätze ich es, Leute zu treffen, die ich noch nicht kenne, und mich mit ihnen zu unterhalten. In einem Café, auf einer Bank im Park, in einem halbwegs lebensfrohen Büro, in einem Studio oder auf einer Bühne sitzen und über Dinge sprechen zu dürfen, die mir und im Idealfall allen Anwesenden wichtig sind: mir eine Ehre und ein Vergnügen. Vielen Dank für das Interesse, hat mich wirklich sehr gefreut.

    Fränzi Kühne, 'Was Männer nie gefragt werden.'

    Es kommt wohl echt auf die Gegend an, in der man sich bewegt. Hier sind die Leute mumpfelig, es kommt kein Danke von Radfahrern oder gar HH, wenn man ausweicht, oft nicht mal ein Gruß wie es früher üblich war.

    Im Kurzurlaub jetzt in Schleswig-Holstein dagegen hat jeder uns und den Hund angelächelt, mit "Moin" freundlich gegrüßt und oft sogar ein nettes Wort über den Hund über gehabt, und alle! Fahrradfahren haben sich im Vorbeifahren bedankt, wenn wir den Hund rangenommen haben und festgehalten. War richtig toll :nicken:


    Ich nehme je nach Situation bisher Jack abgewandt und laufe weiter, oder ich lasse die Hunde absitzen und verteile Leckerli. Kommt drauf an, ob sie frei laufen und wie schnell der Radfahrer oder die Spaziergänger bei uns sind und ob ich einen oder zwei Hunde dabei habe.

    Kontakt gibt es jedenfalls nur nach Absprache.

    wir mussten uns sogar alle ein einziges Bad teilen. Unfassbar, oder?"

    Tochter ist auch manchmal sooo kurz davor, 110 zu wählen, wenn wir uns gerade alle im Bad stapeln... einer duscht, einer hockt am Topf, einer putzt Zähne und einer steht vor dem Spiegel um sich aufzuhübschen. Un-vor-stell-bar.

    xD :lol:

    dass ich ihn rechts und links gleichzeitig abschließend kurz die Rippen klopfe. Das ist für ihn das Signal, dass jetzt Schluss ist und er hört dann auf.

    Das ist ja aber auch einfach ein konditioniertes Signal, das hat ja nichts mit dem Klopfen an sich zu tun.

    Hatte ich gerade oben geschrieben? :denker:


    Ist nix therapeutisches, aber halt auch ein Signal für ihn.

    "Klopftherapie

    Gibt wahrscheinlich da auch solche und welche, aber richtig angewandt hilft das Klopfen an den richtigen Stellen tatsächlich, um schnell runter zu kommen, ich wende das bei meinen Kinder manchmal an beim Kuscheln vor dem Einschlafen. Klopfen an der Nasenwurzel zb empfinden sie als recht angenehm.

    Wenn ich mit Jack zergle oder ihn im Spiel aufdrehe und dann die Interaktion beende, hat sich "eingebürgert", dass ich ihn rechts und links gleichzeitig abschließend kurz die Rippen klopfe. Das ist für ihn das Signal, dass jetzt Schluss ist und er hört dann auf. Ist nix therapeutisches, aber halt auch ein Signal für ihn.

    Dafür brauch ich aber natürlich keinen teuren Kurs ;) Da geb ich dir recht

    Hi, ich melde mich hier auch mal wieder... interessante Diskussion mit dem Notausschalter.

    Vielleicht bräuchten wir sowas auch, es hat sich nämlich jetzt im Urlaub etwas gezeigt, was unbedingt meiner Aufmerksamkeit bedarf, ich bin aber noch nicht ganz klar, wie ich damit umgehen möchte.

    Vielleicht habt ihr für mich ein paar Tipps und Einschätzungen? :sweet: Dafür wäre ich sehr dankbar =)

    Die ganze Geschichte mit dem Aufregung regulieren kam, glaub ich, auch auf, weil ich geschrieben hatte, dass Jack in der Stadt ziemlich drüber war. Jetzt im Urlaub kam noch was auf, was mir neu war und wo ich drauf reagieren muss:

    Spoiler anzeigen

    Uuuund zwar, Jack hat Angst vor großen, dicken Männern. Und zwar meist ältere dicke Männer, besonders wenn sie Krücken haben oder einen Spazierstock. Das ist nicht nur so ein bisschen spooky für ihn, sondern das ist teilweise echte Angst für ihn, er beginnt manchmal zu zittern und schaut mit riesigen Augen und ist quasi erstmal nicht mehr ansprechbar, Rute unter dem Bauch.

    Das erste Mal war, als wir frisch angekommen waren am Urlaubsort und in einer kleinen Bäckerei auf der Terrasse gefrühstückt haben. Ich hab nach dem abgelegten dösenden Hund geschaut, und da lag er im Platz, zitternd, hat starr geglotzt, die Ohren gespitzt, der Schwanz unterm Bauch. Ich war total verwirrt, wo das jetzt herkam, und drehte mich um, um zu gucken, was Jack da sieht. Schlurfte hinter mir in ca 3 Meter Entfernung ein alter Mann mit Bierbauch mit Krücken zum Eingang des Bäcker hinein.

    Ich hab erst versucht ihm zuzureden, Jack hat mich auch kurz angeschaut, war aber trotzdem sehr gestresst und zitterte weiter, so dass mein Mann ihn dann freundlich angesprochen hat und ihn ins Auto gesetzt hat, wo er sich auch sofort beruhigt hat.

    Danach habe ich natürlich genauer hingeschaut, wenn wir unterwegs waren mit dem Hund, und tatsächlich hatte Jack immer wieder Stress gezeigt und Angst, wenn er dicke Männer gesehen hat mit Stock oder Krücken, am schlimmsten, wenn sie ihn angeschaut haben. Ich habe ihn dann hinter mich genommen, in einer Mischung aus "is okay, ich bin da" und "is okay, ich habs gesehen, nimm dich zusammen".

    Tatsächlich kam es dann am letzten Tag beim Burger Essen in einem kleinen Restaurant nochmal zu einer Situation, wo der Chef an unseren Tisch trat, er war sehr dick und redete sehr laut, dass sich Jack an meine Beine gedrückt hat und unter dem Tisch geknurrt hat. Ich hab ihn korrigiert und beruhigt, ihn unter dem Tisch zwischen meinen Beinen sitzend feste massiert und abgeklopft, aber der Mann war ihm einfach gruselig. Er ist aber dann still geblieben und war dann ganz normal, als wir gegangen sind.

    Wir haben keinen Schimmer, wo das herkommt, ich weiß nur dass meine Schwiegereltern sehr dick sind und paarmal unangekündigt in unseren Garten reinmarschiert sind und Jack dann jedesmal bellend ausflippt, weil da Fremde einfach so reinkommen. Für ihn sind sie fremd, sie waren erst einmal bei uns zu Besuch, und wir einmal bei ihnen, da war er aber ganz normal. Durch den Lockdown hatten wir keinen Besuch die erste Zeit, als Jack hier eingezogen ist.

    Hab ich ihn eingefangen (ich krieg das ja nicht jedesmal sofort mit, wenn da plötzlich die Schwiegerleute reinkommen) und angeleint, beruhigt er sich sofort, ist aber weit weg von entspannt. Er nimmt Leckerli von ihnen, aber er hat ein Auge auf die Leute.

    Ansonsten fällt mir nichts als Auslöser ein, was er als Welpe allerdings erlebt hat, entzieht sich natürlich meiner Kenntnis. Für mich wäre das die naheliegendste Erklärung, dass er sich erschreckt hat oder so.

    Ansätze wären jetzt:

    Zeigen und benennen, wenn wir einen älteren Mann sehen und schönfüttern.

    Ignorieren und keine Aufmerksamkeit schenken und hoffen, dass sich Hund daran orientiert (ich bezweifle es allerdings, in dem alarmierten Zustand, in dem Jack dann ist)

    Vermeiden

    Gezielt Suchen als Trainingsobjekt und auf Gewöhnung setzen

    Aufregung regulieren, wobei mir das etwas widerstrebt, der Hund hat schließlich auch das Recht auf seine eigenen Empfindungen und wenn er offensichtlich Angst hat, fällt es mir schwer, ihm dann über den Gehorsam eine Lektion abzuverlangen, sich zu entspannen, wo doch alles in ihm "Gefahr" zu schreien scheint. Versteht jemand, was ich meine?

    "Is okay" und dann loben, wenn Jack dann soweit "normal" bleibt, wachsam, aber ruhig.

    Vielleicht hat jemand von euch Ideen oder eigene Erfahrungen dazu und was euch geholfen hat oder wie ihr das händeln würdet? :sweet:

    Ich hätte einen Hund, der es schafft, beim Beinheben seinen Haufen in 1 Meter Höhe an einen Baum zu kleben xD

    Beweisbild :D

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    Obwohl, jetzt, wo ich es mir überlege, behalte ich ihn und trete mit ihm in Zirkus auf :D