Huhu, ich schnei hier mal rein aus dem Faden mit den ersten 4 Sätzen eures Buches 
Ich hab "Erlöse uns von den Blöden" von Monika Gruber und Andreas Hock fertig und muss sagen... Ich bin ziemlich enttäuscht 
Ich bin jetzt kein richtiger Monika Gruber Fan, aber wenn ich mal ein paar Sätze oder einen Ausschnitt von ihrem Programm gesehen hatte, fand ich sie immer witzig, kritisch und grad heraus. Vielleicht ein bisschen nostalgisch und halt recht "bayrisch" traditionell, aber ich fand einfach ihre Art wirklich nett und amüsant und "hat bassd".
Jetzt, das Buch, ja, was hab ich da erwartet, dass es halt so weitergeht, charmant, witzig, (selbst-)ironisch, Nagel auf den Kopf und so... die Kapitel, die aus ihrer Feder stammen, haben auch ihren Stil, man kann sie förmlich reden hören, vieles ist auch echt lustig, manches Ernst, zb die Dumpingpreise die Bauern erhalten, sie nimmt einiges politisch unkorrekt auf die Schippe, zb Feminismus und gewisse Auswüchse desselben und hat da auch keine Angst vor dem Echo.
Andreas Hock allerdings, kommt weder charmant noch amüsant noch witzig daher, sondern klingt wie ein typischer fränkischer Grantler mit der wehleidigen Arie "früher war alles besser" in Dauerschleife. Klar hat er auch witzige Einfälle, aber im Großen und Ganzen hören sich seine Einlässe nörglerisch und jammerig an. Er schreibt auch recht ausführlich übers Gendern, aber obwohl ich kein Freund desselben bin, hört sich das aus seiner Feder irgendwie unangenehm an, wenn er von "selbst ernannter Sprachkontrolle" schreibt.
Das vorvorletzte Kapitel würd ich am liebsten rausreißen. Okay, das Buch wurde Mitte oder Ende 2020 geschrieben, aber wenn Frau Gruber im Kapitel "schöne Neue Welt" mehrfach davon redet, dass sie sich trotz Pandemie das Umarmen und Abbusseln net nehmen lässt von irgendwelchen Kontaktbeschränkungen oder Abstandsregeln, hat das einen unangenehmen Nachgeschmack, besonders mit der aktuellen Situation im Hinterkopf, die ja noch ein vielfaches schlimmer ist als zum Zeitpunkt der Veröffentlichung.
Sie spricht sich gegen zukünftige Impfungen aus, die es zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches noch nicht für alle gibt, und will lieber Sennerin auf der Alm werden als sich impfen zu lassen, weil sie mal eine Grippeimpfung nicht vertragen hätte.
Wär sehr interessant zu erfahren, ob sie aktuell wirklich Sennerin geworden ist
Ich glaub ich geh mal googeln....
Alles in allem ein stellenweise lustiges Buch, das (bayrische) Tradition, Anstand und überhaupt alte Werte hochhält, den Zeigefinger immer mal wieder erhebt, mit scharfer Zunge anprangert und am Ende leider in die völlig verkehrte Richtung geht. Schade, ich hatte mich auf ein Gagfeuerwerk und viele "Ja genau, so isses"- Momente gefreut.
So ist es ein Buch geworden, das mMn niemand so richtig gebraucht hat 