Beiträge von DerFrechdax

    Ich bin da für mich persönlich total im Zwiespalt und daher dieses Thema

    Ich sehe da keinen Zwiespalt. Das, was der Hund leisten kann, wird ihm zugetraut. Was er nicht schafft, wird geregelt.


    Man muss da einfach seinen Hund gut kennen. Meine Leohündin war mal bei einer Kinderparty angebunden an einem Busch, weil da sehr viele Kinder herumgerannt sind und der fremde Garten offen war.

    Geht der Hausherr dort zu ihr und verlangt Sitz und Platz von ihr. Sie hat gepflegt an ihm vorbeigeschaut xD

    Da fragt der mich "Kann die kein Sitz?" :lol:

    "Klar!" sag ich und mach ein winziges Zeichen mit dem kleinen Finger, und sie sitzt.

    xD

    Diese Szene hat mit damals u.a. gezeigt, was für ein Bombenhund sie war. Sie war wie ein Fels in der Brandung.

    Der Jungspund nun :ka: den dürfte ich da gar nicht einfach festbinden. Der würde sich in die Hosen machen bei so viel Lärm. Hier dann auch Delfintherapie hinterher :lol:

    Ich hatte genau solche Hunde, meine Schäferhündin und die Leohündin. Beide waren total entspannt, und wir hatten wirklich immer viel Halligalli hier bei uns oder woanders, wenn wir sie mitgenommen haben.

    Mit dem Jungspund geht das alles nicht. Den darf ich auf keinen Fall sich selbst überlassen oder eigene Entscheidungen treffen lassen. Den muss ich eng regeln und je nachdem wie er die Besucher findet und ob er sich benehmen kann, kann er dann mal ab von der Leine und sich wohin legen. Aber den darf niemand ansprechen oder bedrängen, nur Leute, die er kennt und mag.

    Ich hatte noch nie so einen Hund, und ich vermute, dass wir in seiner Prägezeit einfach verpasst haben, ihm Besucher als normalen Bestandteil seines Lebens beizubringen (wir erinnern uns, Lockdowns, Isolation, Ausgangsbeschränkungen, HO und HS).

    Dazu kommt, dass er sehr territorial ist und sehr wachsam. Lässt sich alles regeln, aber ist eben nicht so easy wie bei den Vorgängern.

    Natürlich haben wir so auch weniger Besuch und verlegen uns eher auf Ausflüge auf neutralem Gebiet, da ist er gut zu haben.

    Aber, um zu der Frage zu kommen, was zuerst da war, bei uns hat der Hund definitiv spezielle Bedürfnisse. Nicht umgedreht, dass wir das zu verkopft sehen. Dass ich eng regle ist Folge seines Verhaltens, sonst dürfte er genauso wie seine Vorgänger frei rumlaufen und sich Interaktion aussuchen oder nicht.

    Würde ich gar nichts tun, würde hier ein Scheinangriffe startender Berserker herumtoben, der meine Besucher anbellt und jede Bewegung mit Knurren kommentieren würde. Das kann ich nun nicht laufen lassen.


    Vielleicht kommen wir mit ihm da auch hin, wo wir mit den Vorgängerhunden waren, wäre schön :smiling_face_with_hearts:

    Mal schauen, wie ich diese riesigen Tabletten in den Hund bekomme

    Ich mache das 2x am Tag mit de Enzymkapsel:

    Maul auf (macht Hund inzwischen freiwillig auf Kommando), Tablette gaaanz hinten im Rachen hinlegen und mit dem Zeigefinger kurz komplett hintüberstupsen. Hund schließt das Maul und schluckt dann automatisch.

    Danach füttere ich direkt, damit es mit runter rutscht und nicht stecken bleibt.

    Ich verstehe nicht wo das Problem ist, dem Hund Bedürfnisse zu erfüllen, solange dies dosiert passiert und niemand dadurch zu schaden kommt.

    Ich ergänze "auf dem eigenen Grundstück".

    Im eigenen Garten geh ich noch mit, auf fremden Wiesen/Wegen/Gemeindeeigentum bin ich der Meinung, hat mein Hund keine Löcher reinzumachen.

    Man kann dem Hund doch nicht alles verbieten, was er gerne macht. Klar ist buddeln Teil vom Jagdverhalten, aber wenn ich meine Hunde an geeigneter Stelle gezielt buddeln lassen und dieses Bedürfnis dadurch erfüllt ist, sind sie an Mäuselöchern zB deutlich besser abrufbar als wenn ich alles krampfhaft verbieten würde. Dann fliegt einem der Hund doch irgendwann um die Ohren.

    Es geht doch nicht darum, dem Hund alles zu verbieten, was er gern macht.

    Offensichtlich geht es dem Tier nicht gut, und die TE weiss nicht, warum.

    Sind feste und klare Regeln etabliert, lebt es sich für den Hund entspannter, weil er genau weiss, was gilt und was folgt, wenn er dies oder jenes macht. Wieviele Regeln dagegen ein Hund braucht ist dann natürlich individuell.


    Und zum Buddeln, das ist einfach echt gefährlich, auch gerade als Reiter kenne ich diese Wegränder zur Genüge, wo das Pferd lieber auf dem nackten Schotter läuft, als in ein Buddelloch nach dem anderen am Rand zu treten.

    Solche Löcher gefährden andere, deshalb dürfen meine Hunde nicht buddeln, egal wo.