Beiträge von WeisseSchwalbe

    Wir haben hier eine MT-Gruppe, die ganz groß darin ist, bei Einsätzen die professionellen Seelsorger wegzuschicken und sich selbst um die Angehörigen zu „kümmern“... :tropf: sie sind auch in den sozialen Medien damit sehr beschäftigt. Sowas geht gar nicht...aber trotzdem werden sie immer gerufen, weil MT halt gerade auch sehr boomt und wenn man sich clever auf der Bildfläche platziert, hat man einen Vorteil.

    Danke Karpatenköter für Deine Schilderung! Klingt doch ganz gut. :bindafür:

    Ach, so „Kleinigkeiten“ wie etwas unprofessionelles Auftreten zum Beispiel. Zum Einsatz ohne GPS-Geräte erscheinen und am ELW erstmal rumfragen ob eine Staffel welche verleihen könnte usw. Damit halt den Ablauf verzögern. :tropf: und ich frage mich auch immer, wie die Hunde und Menschen geprüft werden und wie oft die Prüfungen wiederholt werden usw.

    Frag am besten immer nach. Dafür sollte immer Zeit sein. :nicken:

    Klar, der Hund macht das alles im Endeffekt für seine Beute. Die Frage ist nur, wofür wird er wann belohnt? Momentan bekommt Dein Hund die Belohnung fürs Ankommen, das ist auch total normal so. Mit der Zeit wird er die Belohnung für ein paar Sekunden verharren bei der VP bekommen, das wird dann ausgeweitet. Spielt die VP mit dem Hund, kann ja so lange gespielt werden, bis der HF da ist (oder länger), so dass es sich für den Hund lohnt, bei der VP zu bleiben.

    Manche Staffeln arbeiten anscheinend mit Zwischenbelohnungen (also kleine Häppchen, bis der HF da ist). Manche füttern alles auf einmal, da muss halt der HF schnell sein. Das macht wieder jeder anders.

    Es kommt halt auch sehr auf den Hund an, wie der Aufbau läuft. Manchmal bestätigen z.B. auch die HF selbst, wenn der Hund einen starken Drang zur VP hin hat und ggf. sonst rempeln würde o.ä. Da hat man aber andererseits natürlich wieder das größere Risiko, dass der Hund sich zum HF hin orientiert. Es ist alles ein sorgfältiges Abwägen, was ein genaues Kennen(lernen) der Hunde voraussetzt. Vielleicht kannst Du auch deshalb keine konkrete Antwort auf Deine Frage bekommen.

    Ich würde da keinesfalls zu schnell zu viel erwarten. Damit kann man Hunde im Aufbau richtig versauen.

    Das, was Dein Hund jetzt macht, ist schon eine richtige Leistung. Er muss sicher werden, in dem, was er tut (zur VP laufen und dort bleiben). Kommt jetzt zu schnell das Bellen dazu, überfordert man ggf den Hund und schafft sich zu schnell andere Probleme. Gerade sehr arbeitsgeile und kooperative Hunde werden vermutlich schnell überfordert, ohne dass man es sofort merkt - die Konsequenz folgt dann Wochen, Monate später.

    Wie gesagt, die Bellanzahl steigern wir jetzt nach 1 1/2 Jahren. Damit will ich sicher nicht sagen, dass wir das Maß aller Dinge sind xD:lol:, nur so als ganz grobe Orientierung. Gebellt hat der Hund an der VP nach einigen Wochen (vielleicht nach 3 Monaten?), aber nicht viel, weil der Fokus woanders lag. Kann ein Hund 15x bellen, kann man das auch steigern. Er muss halt wirklich und ernsthaft verinnerlicht haben, was er tun soll. Die Rhs ist jedenfalls nichts für Ungeduldige xD

    So lange momentan noch darauf geachtet wird, dass die Person in der Witterung hockt, sehe ich da kein Problem. Du bist jetzt ein paar Wochen dabei?

    Ich kenne es zwar nur so, dass anfangs (für die Motivation und die „Lösbarkeit“ der Aufgabe) die Hunde sehen sollen, dass die VP wegläuft, aber das macht vermutlich jeder anders. :ka:

    Du fragst Dich vermutlich, wann das Bellen aufgebaut wird?

    Was meinst du denn mit „dann riechen“ und du siehst nicht, wo die VPs sind?

    Wir bauen das alles extrem langsam auf, damit es bombenfest sitzt.

    Nach 1 1/2 Jahren (!) arbeiten wir bei meinem Hund jetzt an der Bellanzahl. Vorher ging es darum, dass der Hund sicher weiß, was er grundsätzlich an der VP tun soll.

    Edit Suchen können im Grunde fast alle Hunde.

    Cherubina hat gerade eben im MT-Thread super erklärt, warum die Anzeige in der Fläche so wichtig ist.

    Also, zuerst nochmal kurz: ich wollte und möchte auch weiterhin niemanden angreifen, sondern frage aus Interesse.

    Natürlich soll der Hund einen Menschen suchen.

    Ich kenne es halt (aus der Fläche!) so, dass man die ersten Wochen quasi gar nicht von „Suche“ sprechen kann. Der Mensch geht/läuft, während der Hund zuschaut, ein paar Meter weg und hockt/legt sich in die Witterung an den Wegrand. Das steigern wir extrem langsam, manchmal kommt es einem zu langsam vor, aber es zeigt sich, dass es dann später bombenfest sitzt.

    Dass der Hund beim ersten Mal direkt richtig sucht, erscheint mir so schnell. Aber vielleicht macht man das ja beim MT so.

    Deshalb meine komische Frage.

    Karpatenköter

    Jetzt habe ich doch mal ein paar Fragen und hoffe, dass Du sie nicht persönlich nimmst; es ist wirklich Interesse. :ops:

    (Ich lese hier auch manchmal mit, weil ich MT auch super interessant finde.)

    1. was bedeutet denn, die sind unabhängig und „offener“ in ihren Anforderungen? Ist das Ziel denn dann auch, in Einsätze zu gehen? Werden Menschen und Hunde dort auch regelmäßig geprüft und falls ja, von wem?

    2. hat Dino direkt beim ersten Training tatsächlich eine Person gesucht? (Das würde für mich für ein viel zu schnelles Vorgehen sprechen.)

    3. und hat der Trainer noch irgendwas zu seiner Unsicherheit an der VP gesagt außer so nach dem Motto „passt schon, Hauptsache gefunden“?

    Ich möchte Dich auf gar keinen Fall persönlich angreifen und hoffe, das kommt auch nicht so rüber. :tropf: den Stolz und die Freude, die Du mit Dino empfindest, kann ich jedenfalls nachvollziehen.:D Ich wundere mich nur manchmal, milde gesagt, über die organisationsunabhängigen Staffeln, ihre Methoden usw. und frage mich teilweise, ob sie wirklich in reale Einsätze gehen sollten, bei denen Menschenleben davon abhängen, wie professionell ausgebildet das RH-Team ist und wie der Hund sich an der VP verhält.