Der Mann hatte vielleicht tatsächlich Panik und dann ist man nicht mehr Herr seiner Sinne und auch Worte.
Mir kam vor einigen Jahren auf einem Feldweg ein Pärchen entgegen. Elvis lief neben mir bei Fuß. Plötzlich fing die Frau an etwas zu brüllen, aufgrund der noch zu großen Entfernung habe ich sie zuerst nicht verstanden. Sie hat meinen Hund fixiert und schrie, „leinen Sie den Hund an, leinen Sie sofort den Hund an“. Habe ich dann gemacht und sie brüllte „halten Sie den Hund fest, halten Sie ja den Hund fest“. Ich bin dann mit dem angeleinten Elvis gut zehn Meter in den Acker rein und sie drückte sich an ihren Mann , versteckte sich quasi hinter ihm, als sie etwa auf unserer Höhe war und brüllte weiterhin „halten Sie ja den Hund fest“.
Als das Pärchen an uns vorbei war, drehte sich der Mann um, rief mir einen Dank zu und entschuldigte sich, dass seine Frau panische Angst vor Hunden habe.
Ich zitiere mich mal aus dem anderen Thread.
In der geschilderten Situation hatte die Frau tatsächlich Panik, ich würde sogar sagen, sie hatte Todesangst. In einem solchen Fall bin ich zu großen Zugeständnissen bereit, weil es für mich keine große Sache ist, anzuleinen und auszuweichen, während mein Gegenüber offensichtlich ein sehr heftiges Problem hat.
Die Sache geschah übrigens auf einem Feldweg, der zum Wald führte. Bei uns herrscht im Dorf Leinenpflicht, außerhalb nicht, solange „der Hund unter ständigem Einfluss des Hundeführers steht“.
Nun weiß ich nicht, ob sich die Frau vielleicht in Behandlung befand. Ich weiß auch nicht, ob sie von ihrem Partner zu diesem Spaziergang überredet wurde. Und ich möchte auch Menschen mit Hundephobie nicht absprechen, sich in Feld und Wald bewegen zu dürfen.
Für mich ist eine Phobie eine ganz andere Nummer, als rücksichtslos heranrasende Radfahrer oder Hundehasser, die ihre eigenen schrägen Regeln aufstellen und durchsetzen möchten. Entsprechend differenziere ich da auch sehr stark in meinem Verhalten und meinen Zugeständnissen.