Beiträge von Eni46

    Obwohl du, Maria648, nichts mit Hunden am Hut hast, möchtest du deiner Tochter ihren Herzenswunsch erfüllen und zukünftig deine Wohnung, dein Einkommen, deine Zeit, dein Leben mit einem Hund teilen. Das ist unglaublich großzügig und altruistisch von dir. Dieses Beharren deiner Tochter auf den Border Collie empfinde ich vor diesem Hintergrund dir gegenüber geradezu als unverschämt.

    Kooperationsbereitschaft und Kompromissfähigkeit sind unabdingbar. Sowohl allgemein im Leben als auch im Zusammenleben mit einem Hund. Nachdem deine Tochter bei einer solchen Entscheidung, mit einschneidenden, langandauernden Auswirkungen auf die Lebensführung ihrer Mutter, diese beiden Eigenschaften gänzlich vermissen lässt, muss man deine Eingangsfrage „Zu früh?“ leider mit „Ja, absolut!“ beantworten. Ich würde daher warten, bis das Mädchen die notwendige Reife für einen eigenen Hund hat.

    Genau! 👌🏻

    Du hättest dich doch zwei Stunden in die Schlange stellen und Impulskontrolle üben können. 😂😂😂

    Impulskontrolle wäre, kurz bevor man dran ist zu bestellen, wieder zu gehen. :D

    In diesem Fall ist es aber auch Impulskontrolle, ewig lange anzustehen und den Leuten, die bereits erfolgreich waren und auf dem Rückweg an der Schlange wieder vorbeigehen, nicht ihre superleckeren Eistüten oder Eisbecher aus den Händen zu reißen. :klugscheisser: :D

    Ich habe mit meiner Tochter gesprochen, aber die ist momentan etwas bockig und ist enttäuscht, dass es kein Border Collie werden soll.

    Puh, da hat deine Tochter großes Glück, dass sie dich und nicht mich zur Mutter hat. Mit dieser Reaktion wäre bei mir das Thema nämlich schon durch. Es scheint nämlich nicht in erster Linie darum zu gehen, einen Hund halten zu dürfen sondern man möchte seine Luftschlösser eins zu eins umgesetzt haben.

    Das würde für mich heißen:

    Lass ich mich zum Border überreden und der Hund entwickelt sich nicht entsprechend Tochters Vorstellungen, haben wir ein massives Problem.

    Überrede ich die Tochter zu einer anderen Rasse und der Hund funktioniert nicht so, wie es das Kopfkino drehbuchgemäß erfordert, haben wir ebenfalls ein massives Problem.

    Mir wäre das Risiko zu groß, dass der Herzenswunsch eben nicht ein Hund an sich ist sondern dieser Hund diverse Vorstellungen zwingend erfüllen muss, um als Wunscherfüller bestehen zu können.

    Ach noch etwas, was du bei deiner Tochter vielleicht vorab hinterfragen solltest: Wenn du ihrem Wunsch nach einer „Agility-Rasse“ entsprichst und euer Hund eignet sich später aufgrund individueller physischer oder psychischer Gründe doch nicht für den Sport, was ist dann der Plan?

    Abgabe und neuer Versuch?

    Zweithund dazu, in der Hoffnung, dass dieser taugt?

    Statt Agi ein anderer Sport?

    Kein Sport?

    Oder … ? :ka:

    Meine Tochter hat mit unserem ersten Familienhund, einem hochläufigen Terrier, Agility gemacht. Das klappte auch gut, allerdings konnte der Terrier bei Trieb und Geschwindigkeit nicht mit den Border Collies mithalten. Eine Platzierung war zwar hin und wieder drin, weil er i.d.R. keine Fehler gemacht hat, während die Border häufiger mal quasi über‘s Ziel hinausschossen und eine Disqualifikation kassiert haben, aber meistens schaute er den Bordern von hinten in den „Auspuff“.

    Da sich meine Tochter beim Agi wohl als sehr talentiert erwies, kamen recht bald die Trainer mit der Ansage auf mich zu, dass das Mädel uuunbedingt einen „richtigen“ Agi-Hund benötigen würde. Dieses Ansinnen wurde ständig und sehr massiv an mich herangetragen. Glücklicherweise hatte Töchterlein durch ihre Trainingskollegen mittlerweile soviel Bordercharakter mitbekommen, dass sie selbst diese Rasse für sich abgelehnt hat. Allerdings standen bei ihr auch immer das Zusammensein mit dem Hund, gemeinsame Arbeit und Erlebnisse und ganz viel Spaß miteinander im Vordergrund und glücklicherweise keine Turnierergebnisse.