Es gibt Rattengift, das sofort toxisch wirkt, das ist mittlerweile weniger gebräuchlich und der Hund kriegt in den Stunden danach offensichtliche Vergiftungssymptome, erbricht sich, speichelt etc und diese Vergiftung kann man im Labor auch anhand der Leberwerte etc. erkennen.
Die Sog. Cumarinderivate sind mitterweile verbreiteter und deren massiv hemmende Wirkung auf die Blutgerinnung kann man erst ca. 48h nach Giftaufnahme anhand der Symptome festellen.
Schleimhäute kaum mehr durchblutet, Hund extrem schwach, spuckt Blut etc. Das ist dann auch mit sofortigem Klinikaufsuchen eine knappe Sache, weil es dauert, die Gerinnung wieder in den Griff zu kriegen und weil der Hund dann meist schon viel Blut verloren hat.
Deswegen geht man beim Verdacht, daß der Hund Cumarinderivate aufgenommen hat zum Tierarzt und gibt Vitamin K um die Gerinnung stabil zu halten- bei begründetem Verdacht der Aufnahme. 
Den habt ihr aber nicht, euer Hund hat nichts Verdächtiges gefressen.
Wenn der Hund Cumarinderivate gefressen hat, stellt man das labortechnisch über die Gerinnung fest, dein Hund hat aber Entzündungsmarker (keine Gerinnungsprobleme und scheinbar auch stabile Leberwerte)was heisst, dass eine Entzündung der Grund für sein schlechtes Befinden ist.
In der Klinik haben sie das sicher so gemeint, daß, wenn er denn AUSSERDEM NOCH Cumarinderivate-Köder gefressen hätte, momentan noch keine Anzeichen davon im Blut festzustellen wären. Solange im Blut nichts feststellbar ist, zeigt der Hund allerdings auch keine Vergiftungssymptome deswegen, also kannst du eine Ködervergiftung wirklich ausschließen.