Beiträge von wow...

    Halt mal STOP!
    Passiert zwar immer wieder-aber persönliche Erfahrungsberichte (und bei solchen Postings kommen immer erstmal negative, weil man soviel Leid mitgemacht hat) bringen im individuellen Fall nicht weiter!
    Hier werden 8 monatige Hunde, die kein Schmerzmittel vertragen mit 5 jährigen verglichen, die noch lange nicht austherapiert sind.
    Das Röntgenbild sagt nicht viel. Ich habe schon so grausige Röntgenbilder geshen- die Hunde blieben beweglich und sind mit 15 noch herumgesprungen.

    Schlimm, wenn es schlimm ist. Mein volles Mitgefühl.
    Nur: WIE schlimm es ist, kann hier keiner sagen, noch nicht einmal die Tierärzte hier. Um das herauszufinden kann man hier Tipps geben und von möglichen Therapien erzählen.
    Wie an einem Auto, mal hier mal dort reparieren und auf den Verschleiss warten, würde ich hier auch nicht. Aber ich würde alles an konservativen Möglichkeiten versuchen und dann weitersehen.

    Ja klar, sowohl nach der 1. Op und auch bei den Ellbogen sind wir zur Physiotherapie gegangen. Bestimmte Übungen für den Rücken machen wir Zuhause. Mit einer Orthopädie habe ich bereits gesprochen und die sind der Meinung bei so stark veränderten Gelenken ist die Prothese die einzige Möglichkeit. Und was heißt komplett?

    Eine konservativ arbeitende niedergelassene orthopädische Fachpraxis wird dir da etwas Anderes sagen. Mit komplett meine ich: der Hund muß an allen Gelenken schmerzfrei werden, das geht nur mit Aufbau aller betroffenen Muskelgruppen, die momentan atrophiert sind. Also ein Bewegungstraining optimal auf deinen Hund abgestimmt. :gut:
    Das müßt ihr dauerhaft machen, nicht nur für den Rücken und nicht nur episodisch sondern regelmäßig, Muskeln können sich relattiv schnell wieder abbauen, sobald der Hund alte Schonhaltungen einnimmt.
    Konservative Therapie arbeitet mit
    Physiotraining- da gibt es neben Unterwasserlaufband ganz viele Übungen für zuhause und unterwegs-,
    Ernährungszusätzen,
    phasenweise Schmerzmedikation,
    passive Bewegungstherapie,
    Massagen,
    Regeneration durch Stammzellen, laseranwendungen und Hyaloronspritzen und ggf. eben auch
    Goldakupunktur, die aber wirklich nur ein Fachmann durchführen sollte- dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass dadurch wirklich Schmerzfreiheit garantiert ist.
    Dazu wird der komplette Hund vorher durchgeröntgt (bei unserer Praxis machen die das immer, auch wenn es nur eine Schwachstelle gibt, berechnet werden aber nur die Bilder für die Schwachstelle) und durchbewegt.
    Wenn der Hund wieder schmerzfrei ist, dann reagiert er auch wesentlich gelassener auf Umweltreize.

    Habt ihr denn überhaupt schon regelmäßig Physiotherapie gemacht und die Ernährung ungestellt? Das muss man ja dauerhaft machen und nicht nur als vorübergehende Rehabilitationsmaßnahme?
    Anstatt bei jedem Schaden in die Klinik zu gehen, würde ich ihn wahrscheinlich zur dauerhaften therapeutischen Begleitung in eine orthopädische Fachpraxis schicken, um da beständig dranzubleiben.
    Außerdem wäre noch Goldakupunktur und Stammzelltherapie und Hyaloronspritzen eine Möglichkeit- der Hund muss komplett behandelt werden nicht nur punktuell. Konservativ läßt sich auch eine Menge erreichen.

    So sehe ich das auch, mehrere Reize haben da die Reaktionsschwelle stark herabgesetzt, weil sich der Hund von allen Seiten bedroht gefühlt hat. So ein Hund kriegt ja davon nochmal viel mehr mit- :verzweifelt:
    Brandgeruch, panische Tiere, ohrenbetäubender Lärm und das an einer Stelle, die der Hund sonst als absolz sicher und angenehm verknüpft hat. und sich die letzte Sicherheit (Bezugsperson sich auch noch entfernt.

    In Gefahrensituationen künftig immer ganz dicht zusammenhalten :smile: . Es war bestimmt kein Fehler, dass ihr wieder einen Tierschutzhund aufgenommen habt.

    Schnappspiele umlenken auf beisswurst: z.B.
    Abbrechen "nein", Spielzeug hinhalten, loben wenn er reinbeisst, zergeln. Unterbrechen, wenn er nicht das Spielzeug wählt, kurz den Raum verlassen, aber hörbar bleiben (die Box wird nur frustaufgeladen, wenn ihr ihn da zur Strafe reinschickt- eigentlich ist die nur für Transportzwecke gedacht).
    Ausserdem: je mehr die neuen Zähne drücken, desto eher will er wo reinbeißen. Er ist in dem Alter, wo die langsam durchbrechen. Also: viele Kauspielzeuge und viel umlenken, damit er weiß, wo Beissen erlaubt ist.

    Zu Hundewiesen - ich würde sagen, da gibt es solche und solche... wenn es wirklich eine große Fläche ist und die Hunde sich da gut ausweichen können - und es dort eben keine Leinenpflicht gibt - kann das auch eine 'ok' - Sache sein.

    Oh ja, ganz enorme Unterschiede sogar .
    Da lernt ein Hund (und sein Halter!) schon von Weitem zu filtern und es ergeben sich mitunter wirklich nette Kontakte. Voraussetzung ist eine gewisse Grundgröße ("Gebiet" statt Wiese in Gartengrösse), seltenere Frequentierung (nicht mehrmals wöchentlich da herumhängen)und vor allem, muss man bestimmte Stoßzeiten einfach meiden, dann meidet man auch typische Probleme. :smile:
    Es gibt sie die sozialkompetenten Hunde, die schnell herausfinden, ob der andere Hund auf derselben Wellenlänge liegt, mit Sondierungsphasen die ohne infantile Kasperei auskommen. Oft sind es notorische Jäger, die man da trifft, die wären sonst nicht ableinbar.

    Bei uns ist das auch krass mit den Kontrollen. Nur an den einschlägigen Orten bei schönem Wetter 20 m von der Grenze zum Freilaufgebiet- hinter Büschen :shocked: . Und wenn's nur die Marke wäre- nein: Kottüten (Wichtig! Mehrzahl!), am Hund (vollständige!) Adresse und Marke- wenn was fehlt oder nicht am Hund dranhängt 100,-
    Sehr einträgliches Geschäft durch die ganzen Labbis, die an Retrieverleinen
    zur Hundewiese geführt werden und vorm Randgebüsch abgeleint werden.