Beiträge von wow...

    Ich behaupte, dass sich die Entscheidung in der Praxis nie stellt, weil bei einem solchen Größenunterschied der Hund schneller ist und weil man bei einem "ebenbürtigen" Kampf immer besser für beide fährt , indem man mit Kieferauhebeln/Würgen/Wegziehen trennt.
    Da muss man nicht hoffen, sondern einen breaking stick und kein Messer mit sich führen.

    ich finde es etwas krass und total unnötig, dass hier weiter mit dem Messer herumphantasiert und gemeint wird , die Hebelmethode sei in der Panik vielleicht nicht praktikabel und man müsse das vorher üben. :dagegen: Das ist falsch, kann ich aus Erfahrung sagen.
    Das ist eine ganz intuitive Sache und offensichtliche mechanische Lösung. Wenn etwas eingeklemmt ist, hebelt man auf.
    Wenn man was in den Kieferwinkel stopft, geht der Kiefer nicht zu. Die größte Gefahr besteht darin, das der andere Hund weiter zupackt, also versucht man den (in dem Fall)eigenen Hund da als Erstes herauszukriegen. Das ist immer schneller und das Wichtigste. :dafuer:

    Ich wusste wie gesagt nichts von Hebelmethoden. und hatte sowas erst recht nicht geübt, der Angriff war völlig plötzlich und alle Umstehenden waren in Schockstarre. Man ist in enem solchen Moment die einzige Hilfe, die der Hund hat, da entwickelte man ungeahnte Kräfte- das muss man nicht üben, man hilft da einfach und es ist einem scheissegal, ob man dabei gebissen werden könnte.

    Im Nachhinein fiel mir eine Bekannte ein, die einen Vergewaltigungsangriff vereiteln konnte, indem sie ihren Unterarm weit in den Kieferwinkel rammte und mit aller Macht wegdrückte.
    Der Täter war psychisch massiv gestört und aus der Einrichtung entflohen. Sie hatte sich in dem Moment erinnert, dass man so einen beissenden Hund abwehren könne. Alles in die E*** treten usw. hatte nichts gebracht, aber das wirkte.

    Also meine Tierärztin, die in dem Bereich auch viel Erfahrung hat, glaube ich da schon.
    Bei der ersten Untersuchung vom Blut ergab sich, dass ein Wert zu niedrig war und alle anderen Werte waren im unteren Drittel. Bei einem Junghund sollten die Werte alle im oberen Drittel liegen. Also ist da wohl was im argen.

    Genau sowas kann aber auch Folge des Stresses sein und nicht die Ursache. :smile:

    Der einzig sinnvolle Weg das Messer zu benutzen, wäre gewesen, mit dem MesserGRIFF den Kiefer aufzuhebeln - gleichzeitig hätte man am Nackenfell drehen können.
    Luft Abdrehen ist erstmal kein beissähnlicher Schmerzreiz und löst den Reflex aus, den Fang zu öffnen um mehr Luft zu kriegen.

    Ob tatsächlich was passiert, das ist unwesentlich - aber ob der Mord geplant war.. das zählt?

    Ehrlich, manchmal wundere ich mich.

    Das hier war noch nicht einmal Totschlag (mal abgesehen davon morden Tiere nicht, das machen nur Menschen...).
    Natürlich macht das einen Unterschied, ob er töten will. Dann hätte der das nämlich gemacht. Geht schneller als man hinfassen kann. Da hat kein Mensch etwas verhindert.
    Im Gegenteil- der Messersticher hat die Verletzung am Chihuahua u.U. erst verursacht.
    Bei Schmerzeinwirkungen wird der Griff nämlich fester. Das heisst nicht, dass Kopf festhalten nicht übel wäre, aber entscheidend ist wirklich die Motivation dabei.
    SO etwas sollte man beim Sachkundenachweis erfragen, das wäre sinnvoll. :/
    Das Wesentlichste ist immer WAS passiert ist, nicht was passieren hätte können, weil es letztlich über die Tatache entscheidet, ob der Hund lebend aus der Sache herauskommt.

    Im Übrigen hiess es, die Hunde hätten sich verbissen, d.h. beide Hunde bissen. Vielleicht biss der Chihuahua zuerst und der Boxermix hielt ihn daraufhin fest :ka: - er biss jedenfalls nicht in Tötungsabsicht zu, soviel steht fest.

    Für einen 15 Monate alten Hund gibt's doch noch gar keine Referenzwerte.
    Ich würde mal den Tagesablauf anschauen, die fiddle Übersprungshandlungen bei anderen Leuten umlenken bzw. gar nicht erst entstehen lassen und dafür sorgen, dass er in passendem Gelände Freilauf und ausserdem genügend Schlaf kriegt.

    Ich frag mich sowieso, wie der Mann da dreimal rein stechen konnte. Ein Hund der nicht völlig im Rausch ist, sollte meiner Meinung nach den ersten Stich schon so merken, dass er ablässt und flüchtet.

    Der Umkehrfall würde mich stark wundern. Der Hund fixiert, damit der Gegner nicht beissen und Schmerz zufügen kann.
    Was passiert, wenn man trotz fixierten Hundes Schmerzen zufügt?
    Richtig. Der Hund verstärkt seinen Griff.
    Ich halte es für überhaupt ncht unwahrscheinlich, dass der Messerstecher durch seinen Eingreifen die Halsverletzung erst zugefügt hat.

    Nochmal zum Mitschreiben:
    Mit Messerstichen kann man keine Hunde trennen, man kann einen Hund damit nur umbringen.
    Wahrscheinlich hat der Typ ganz schnell hintereinander zugestochen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass er dazu überhaupt Gelegenheit hatte.

    Davon auszugehen, dass nur "will - spielen - Tutnixe" normal sind, halte ich für einen Irrtum.

    Dazwischen gibt es ja noch was, nämlich Kommunikation.
    Etwas, das bei ein paar Retrievern , aber auch bei Hunden, die gleich auf Full Scale Bekämpfung gehen ein bißchen verkümmert ist.
    Kommunikation ist durchaus ernsthaft und läßt sich ggf. schulen. Wenn einer in Beschädigungsabsicht hereinkäme, der würde von meinem Hund eins draufkriegen. Einer, der sich nur verirrt hat würde vertrieben, Deeskalationsversuche würden berücksichtigt.

    Unterscheiden und angemessen kommunizieren zu können ist doch auch bei Hunden eine reife Leistung.

    Verhältnismäßig nenne ich das auch nicht, je nach Größe des Hundes geht das mit Knochenbrüchen und so oder so Traumata einher. Die Hündin wird das ja wohl nicht in der Hundeschule gemacht haben- sie war wohl eher deshalb dort. :/
    Verhältnismäßig unter Hunden finde ich alles ohne Plattmachen und Blut.