Beiträge von wow...

    Lenk# die Angriffe doch au ein Zergel um. Dein Hund will spielen. Nicht Spielen ist kein adäquates Alternativverhalten.
    Gespielt und gebissen wird nur mit dem Zergel (also am besten gleich mehrere Beisswürste in verschiedenen Größen bestellen). Wenn sie's nimmt fliegen Kekse. :smile:
    Jedes Gliedmassenbeissen kurz mit "Nein" abbrechen und direkt das Zergel anbieten. Wenn sie's nicht nimmt, gehst du aus dem Zimmer und sagst dass du so keine Lust hast, machst die Tür zu, wartest eine halbe Minute und gibst ihr noch eine Chance.

    Ausserdem würde ich behutsamen Umgang mit dem Fang immer loben. "Nicht grob sein" oder so etwas konditionieren. (Auch hier dch entzihen, wenn sie zu grob wird.
    Dein Hund weiss sehr wahrschenlich derzeit nicht, wie er mit dir spielen soll, wo er reinbeissen darf und wann es wehtut, noch nicht einmal, ob das überhaupt der Fall ist.
    Das Zerrspiel kannst du auch sonst super als Belohnung einsetzen.

    Zur Auslastung hat er Zuhause den obligatorischen Kong, einige Zerr und Kauspielzeuge, die zum Teil für ihn verfügbar sind und zum Teil "meine" aus der Schatzkiste, die es nur zu besonderen Spielsessions, auf dem Hundeplatz oder unter Beobachtung gibt. Ansonsten verstecke ich ihm Futter oder sein Spielzeug (er kennt sie mit Namen und ich meist auch ) und schicke ihn suchen,

    Auslastung sollte meinr Meinung nach draussen an einem festen Ort erfolgen- ausschließlich.
    Klar Trennen zwischen Trainings- und Spielphasen ist wichtig, damit ein Hund raus aus der Dauererwartungshaltung kommt. Dann kann er drinnen auch herunterfahren und muss nicht Stressaufreiten. Das macht er wahrscheinlich auch weil ihr genervt seid. Evtl sind auch einige Hündinnen gerade läufig und er muss erstmal lernen mit diesem Reiz umzugehen.

    Spazierengehen würde ich in reizarmer Gegend mit möglichst viel Freilauf. Ein Hundekumpel, der mit euch läuft und souveräner ist, könnte ihm wahrscheinlich helfen umweltsicherer zu werden.
    Kennt ihr Zeigen und Benennen? Wenn nicht: zeigen lassen.

    Und: aus dem Text klingt ziemlich viel Erwartungsdruck an den Hund durch. Den würde ich knallhart herunterschrauben.

    Nun- und auch falsch. Die im Thead verlinkten wissenschaftlichen Studien betrachten das Ganze doch etwas genauer als ein populärwissenschaftlich gehaltenes Video...
    z.B. die Sache mit dem "Weideland" :fear: .
    Die Flächen, die zur Rinderbeweidung genutzt werden, können in D z.B. mit wenigen Ausnahmen auch zum Pflanzenanbau genutzt werden . Die Kühe, die tagtäglich auf unwirtliche Almen geschickt werden kann man dagegen in der Betrachtung wirklich vernachlässigen und auch die Schafe, die Natutschutzgebiete beweiden (die werden nicht zum Ackerbau genutzt, weil sie eben Naturchutzgebiete sind und s gross ist deren Anteil auch wieder nicht). Auf Sandböden wird man dann zwar keinen Mais anbauen (wie im Video gezeigt) , wohl aber ist Kartoffel, Zwiebel, Möhrenanbau möglich. Man muss ielleicht auch vom typischen Starkzehreranbau wieder wegkommen. Hirse und Gerste sind z.B. sehr anspruchslos, auch Quinoa lässt sich auf kargen und schlechten Böden in rauherem Klima anbauen (die Anden sind jetzt auch nicht gerade Gebiete mit idealen Anbaubedingungen...)

    Das ganze Video ist wirklich sehr quellenarm gehalten, und ich würde sagen bewusst, an vielen Stellen klingt es sehr uniformiert.
    Z.B. wird nicht auf die Umweltproblematik von Gülle und Wirtschaftsdünger eingegangen und deren Schadwirkung auf Gewässer und Böden (das gehört auch in die umweltbilanz!). Es wird nicht auf alternative Phosphorquellen eingegangen, z.B. auf fermentierte Pflanzenreste. Sie behauptet an anderer Stelle, die Pflanzenabfälle würden von Veganer*innen nicht genutzt. Komplett falsch- damit würde kompostiert und gemulcht, was wiederum Bodenleben fördert, was wiederum Düngereinsatz limitiert.
    Auberginen lassen sich problemlos im Hausgarten anbauen, und auch sonst sind sie mit der Energie-und Wasserbilanz einer Avocado ergleichbar, deren Anbauanforderungen weitaus höher sind als bei einer popeligen Aubergine, die man selbst hierzulande nicht in ein Gewächshaus schicken muss, solange man nicht ganzjährig ernten will. Das wird trotzdem knallhart in einem Atemzug genannt.
    Auf die Wasserbilanz wird sowieso annähernd nicht eingegangen- die gehört aber zwingend zur Umweltbilanz dazu. Eine ganzheitliche Betrachtung, die auch andere Nachhaltigkeitsaspekte wie veganen Bio-Anbau/Terra Preta usw. berücksichtigt, wäre wünschenswert.

    Es wäre echt schon eine positive Entwicklung, wenn sich die Leute anstatt solcher leichten Videokost doch die ein oder andere Metastudie reinziehen würden. Die sind nicht halb so tendenziös und ausschnitthaft.

    Bei einem Kleinpudel sollte Muskelaufbau/Physiotherapie eigentlich reichen , da wirken nicht so große Kräfte wie bei einem grossen Hund.
    Eine niedergelassene orthopädische Fachpraxis kann dich sicher gut beraten.
    Falls er doch weiterhin Probleme haben sollte, wird in der Gewichtsklasse normalerweise eine Femurkopfresektion gemacht. Das Scheingelenk, das die Muskeln dann bilden kann bei diesem geringen Gewicht die knöcherne Strukturen funktional ersetzen.
    Aber es ist gut möglich, dass er trotz kranker Hüfte mit genug Muskeln auch so schmerzfrei bleiben wird.

    Nahrungszusätze wie Grünlippmuschelextrakt und Omega 3 Fettsäuren sind empfehlenswert. Ich wünsche euch, dass es ihm schnell wieder besser geht! :streichel:

    es geht mir um die Kernaussage, dass Schäferhunde so viel WTP hätten , was einfach Unsinn ist.
    Motivierbarkeit ist was anderes als WTP

    Einigen wir uns auf undifferenzierte, nachlässig formulierte Randnotiz? Ein Rottweiler stellt im Schnitt schneller die Kooperation ein- darum ging es (aber wie gesagt auch nicht im Kern der Aussage ;) ).

    Komplett OT aber woher stammt eigentlich diese vollkommen bescheuerte Aussage, dass Schäferhunde über einen so wahnsinnigen WTP verfügen, dass sie anscheinend noch die Retriever damit in den Schatten stellen?

    Welche Retriever? Es ging doch um den Rottweiler...
    Auf den Schäferhund kam ich, weil ihr erster schwieriger Hund ein Schäferhundmix war und der den Grundstein für ihren Trainingsmethodeneinstieg gelegt hatte. So ein Schäferhund bringt durchschnittlich schon mehr wtp und Motivierbarkeit mit als so ein Molosser. Aber das war eigentlich nur eine Randnotiz und keine Kernaussage. :ka:

    Beim bekloppten Triebsau-Beutegeier ist es aber eben nicht immer DER Weg, da aversiv einzuwirken.Wäre es das, müsste man bezüglich der Führigkeit im Schutzdienst bei vielen Hunden (gerade den Guten) ja generell mit Starkzwang ran - und das muss man eben nicht, wenn der Hund vernünftig aufgebaut wurde.

    Ganz genau (gilt auch für den nicht zitierten Rest)!

    Auf Beutejagdreize wurde (glaube ich...) gesagt, reagiert er. Aber..... so sicher wäre ich mir nicht, ob da nicht was schutzmotiviertes (kleine schreiende Kinder, die er nicht kennt und für gefährlich erachtet) oder was Traumatisches (mieses Erlebnis mit Kinderwägen verknüpft) dranhängen könnte. Ein Buggy ist für einen Beutereiz schon eine sehr lahme Angelegenheit...also das ist möglich, aber nicht eindeutig beurteilbar finde ich.

    Nicht, dass nicht auch so 'ne Schutzaktion durchaus selbstbelohnend sein kann, aber da hängt im Unterschied nun einmal noch der Trigger drin, dass da was Ungefährliches als gefährlich verbucht wurde, und da ist eine Gegenkonditionierung/Reizdesensibilisierung schon erfolgversprechend. . Da rein mit erzwungener Impulskontrolle ranzugehen ist mir zu riskant