Nun- und auch falsch. Die im Thead verlinkten wissenschaftlichen Studien betrachten das Ganze doch etwas genauer als ein populärwissenschaftlich gehaltenes Video...
z.B. die Sache mit dem "Weideland"
.
Die Flächen, die zur Rinderbeweidung genutzt werden, können in D z.B. mit wenigen Ausnahmen auch zum Pflanzenanbau genutzt werden . Die Kühe, die tagtäglich auf unwirtliche Almen geschickt werden kann man dagegen in der Betrachtung wirklich vernachlässigen und auch die Schafe, die Natutschutzgebiete beweiden (die werden nicht zum Ackerbau genutzt, weil sie eben Naturchutzgebiete sind und s gross ist deren Anteil auch wieder nicht). Auf Sandböden wird man dann zwar keinen Mais anbauen (wie im Video gezeigt) , wohl aber ist Kartoffel, Zwiebel, Möhrenanbau möglich. Man muss ielleicht auch vom typischen Starkzehreranbau wieder wegkommen. Hirse und Gerste sind z.B. sehr anspruchslos, auch Quinoa lässt sich auf kargen und schlechten Böden in rauherem Klima anbauen (die Anden sind jetzt auch nicht gerade Gebiete mit idealen Anbaubedingungen...)
Das ganze Video ist wirklich sehr quellenarm gehalten, und ich würde sagen bewusst, an vielen Stellen klingt es sehr uniformiert.
Z.B. wird nicht auf die Umweltproblematik von Gülle und Wirtschaftsdünger eingegangen und deren Schadwirkung auf Gewässer und Böden (das gehört auch in die umweltbilanz!). Es wird nicht auf alternative Phosphorquellen eingegangen, z.B. auf fermentierte Pflanzenreste. Sie behauptet an anderer Stelle, die Pflanzenabfälle würden von Veganer*innen nicht genutzt. Komplett falsch- damit würde kompostiert und gemulcht, was wiederum Bodenleben fördert, was wiederum Düngereinsatz limitiert.
Auberginen lassen sich problemlos im Hausgarten anbauen, und auch sonst sind sie mit der Energie-und Wasserbilanz einer Avocado ergleichbar, deren Anbauanforderungen weitaus höher sind als bei einer popeligen Aubergine, die man selbst hierzulande nicht in ein Gewächshaus schicken muss, solange man nicht ganzjährig ernten will. Das wird trotzdem knallhart in einem Atemzug genannt.
Auf die Wasserbilanz wird sowieso annähernd nicht eingegangen- die gehört aber zwingend zur Umweltbilanz dazu. Eine ganzheitliche Betrachtung, die auch andere Nachhaltigkeitsaspekte wie veganen Bio-Anbau/Terra Preta usw. berücksichtigt, wäre wünschenswert.
Es wäre echt schon eine positive Entwicklung, wenn sich die Leute anstatt solcher leichten Videokost doch die ein oder andere Metastudie reinziehen würden. Die sind nicht halb so tendenziös und ausschnitthaft.