Beiträge von Munchkin1

    @Mehrhund Mailo läuft für sein Alter sehr schön und wir haben auch noch genug Zeit zum Üben, weil wir erst im Frühjahr starten.
    Er lässt sich in der Arbeit nicht durch „normale“ Umweltreize ablenken. Außer da kommt eben etwas sehr verführerisches hinzu, dann ist es bei ihm vorbei. Also Schutzdienst parallel oder Ballspielen nebenan sprengen seine momentanen Möglichkeiten.
    So ziemlich alles andere ist ihm egal - Hunde, Menschen, Fahrzeuge, Geräusche, Tiere, Kinderwägen, Räder... die Liste ist beliebig erweiterbar.
    Das meine ich mit wuppen, einen „normalen“ Straßenteil kriegen wir im Schlaf hin, solange nebenan kein Schutzdienst stattfindet und niemand Ball spielt.

    Nur die Ablage in der Unterordnung macht mir eben Bauchweh

    Wir haben zwei Stück in der Nähe.

    Einen kleinen Hundespielplatz mit Agilityhindernissen und eine große Freilaufzone mit Teich in der Mitte.
    Ich erinnere mich an zwei Begebenheiten.

    Auf dem Spielplatz waren zwei Halbstarke mit Ihren Listenhunden, die sich auch eifrig in der Wolle hatten. Ich kam mit Mailo dran vorbei, wollte eigentlich auch auf den Platz, habe dann aber kommuniziert, dass ich warte, bis sie fertig seien, damit es keinen Streit gibt. Und ich wurde aufs Böseste angepöbelt, dass ich nicht außer Sichtweite verschwinden wollte. Asoziale, böse ich.

    Da trifft man gerne auch interessante Erziehungskombis wie etwa Stachelhalsband und Halti gleichzeitig

    In der Freilaufzone ist es mir passiert, dass Halter völlig blind aus dem Tor spazierten, meinen Hund nicht bemerkten, der neben Ihnen aus dem Tor lief und dann statt den Hund zurück zu bringen oder wenigstens zu warten, ins Auto stiegen und weg fuhren. Ich bin schon rufend hin gerannt, war aber etwa 50m weit weg, als sie führen. Boa war ich sauer, da hätte sonst was passieren können, weil die Freilaufzone an der Straße liegt. Übersehen konnten die den unmöglich, der Bengel ist über 60cm groß und wiegt 40kg.
    Zum Glück war Mailo so verdattert, dass er am Tor stehen blieb und zu mir schaute.

    Meinst du im Training? In der Prüfung geht es ja nicht, oder?

    Wenn ich auf dem Platz trainiere ist eine dünne Schlepp dran und ein Helfer hinten. Mit minimalstem Widerstand am Halsband bleibt er sofort brav liegen. Aber wehe er hat freie Fahrt

    Genau das ist für mich momentan Horrorszenario, da es durchaus zuzutrauen ist, denn die größte Baustellen beim Bronto ist die Ablage. Wenn ich zu weit weg bin, ist bei ihm Schluss mit Geduld und er geht spazieren. Und ich hab im Moment so keine Idee, wie ich das ordentlich geübt bekomme, außer ihn jedes Mal ordentlich wieder auf den Platz zu schicken.

    Interessant die verschiedenen 'Wuensche' zu lesen.

    Gruppenarbeit mit freien Hunden waere fuer mich z.B. der Horror. Aber nur weil ich die Leute hier kenne und ich weiss, dass bei ganz vielen einfach mehr Glueck als Verstand der Grund ist, dass die Hunde liegen bleiben und sich nicht den anderen Hund krallen. Und da waere bei meinen halt Schluss mit lustig. Allerdings bin ich in der Pruefung ja direkt am Hund (ausser bei den Positionen) bzw. es ist beim Apport meist genug Flaeche zw. den Hunden. Dadurch kann ich eingreifen, wenn der Hund aus der Ablage abhaut und auf uns zu steuert.
    Laegen meine da frei rum in einer Gruppe und die HF sind irgendwo anders und dann denk sich einer 'oh jetzt geh ich einen klatschen'.. Aeh ja :hust:
    Das wuerd z.B. nur mitmachen, wenn im Vorfeld knallhart aussortiert wird :p

    Alles andere kriegen wir gewuppt. Den Verkehrsteil kann er im Tiefschlaf ablegen, wir haben die letzten beiden Tage in dichten Menschenmassen geübt ordentlich zu laufen und was soll ich berichten - so ein entspannter Hund macht einfach Spaß. Unter Ablenkung arbeiten klappt mittlerweile, solange niemand im Schutzdienstanzug rum rennt :pfeif: Parallel zum Schutzdienst UO üben ist... Glückssache. Klappt wenn, dann nur kurz. Der Schutzdienst ist halt sein Leben, sich davon weg zu orientieren ist sehr schwer für ihn, da muss ich sehr gut motivieren und belohnen, dann geht das

    Aktuell musste ich wieder aufstocken. In Lieferung oder bereits vorhanden sind

    15kg Brit by nature
    4kg Fokker Country Match
    1,5kg Trockenfleisch
    3kg Dibaq Fitmin for life
    5kg Vollmer Fleisch und Flocken

    Dazu einige wenige Dosen NaFu für die Kongs

    2 Trainingswürste

    1,5kg Brit by nature
    1kg Wolf of Wilderness Black Bird

    Bestellt werden die Woche noch 4 Rinderohren mit Fell

    Es ist richtig, dass du IN der Situation nicht mehr agieren kannst, solange e hochgedreht ist. Du solltest DAVOR agieren.
    Schau dir Kennies Körpersprache an, wenn es klingelt. Was geht da vor in deinem Hund?

    Generell würde ich die Erwartungshaltung an das Klingeln abbauen - also Klingeln verknüpfen mit auf-den-Platz-schicken. Der soll nicht erwarten, dass Fremde ins Haus kommen, sondern dass er auf den Platz geht. Das ist mühsame Kleinstarbeit, aber sehr hilfreich.
    Es geht auch gut die Verknüpfung mit einer Ersatzhandlung - hol ein Stofftier oder so

    Ich belohne auch, wenn der Hund freiwillig zurück kommt (egal wie lange das dauert). Und auch recht großzügig.
    Muss ich erst mal jag-den-Köter spielen oder zu ihm gehen, wird wortlos angeleint und meckernd die Runde abgebrochen.

    Mein Hund muss wissen, dass es sich IMMER lohnt, zurück zu kommen, alles andere hingegen ist eine saublöde Idee

    Und dann gibts es Leinenpöbelei von beiden Seiten :ugly:

    Für mich klingt das Gesamtbild eher nach Unsicherheit, die in „Angriff ist die beste Verteidigung“ mündet. Solange jemand sitzt, ist er für den Hund berechenbarer, als wenn er steht. Ganz schlimm, wenn jemand auf den Hund zu geht.
    Das ist aber eine Vermutung, müsste man mal live gesehen haben.

    Ich würde für diesen Hund einen festen Platz, ideal im Nebenzimmer oder in einem Kennel einrichten und antrainieren. Und dann ganz bewusst - klingelt es, geht der Hund auf seinen Platz. NIEMAND hat sich dem Platz zu nähern, es gibt einfach keinen Hund im Haus.