Beiträge von Munchkin1

    Mir müsst ihr nachsehen, dass ich absoluter Newbie im Hundesport bin. Und die Unterscheidung zwischen Soll so und muss korrigiert werden, fällt mir sehr schwer.

    Bislang habe ich meine Welpen mit Leinenführigkeit, Stubenreinheit und den Grundkommandos Sitz, Platz, Aus, Hier immer gut über die Runden bekommen.
    Und jetzt hab ich hier einen Sporthund.
    Bei dem sich alle einen Kasper freuen, wenn er dem Trainer trotz Ärmel ein Hämatom in den Arm haut.
    Der von kleinst auf, noch bevor er stubenrein war, bereits arbeiten WOLLTE.

    Ganz ehrlich: ich habe den Punkt verpasst, an dem ich die Motivation vom Welpen korrigieren sollte, weil ich so verblüfft über seinen Arbeitswillen war.
    Ich lerne grade sehr viel, besonders Ruhe. Jetzt korrigier ich diese Hektik deutlich nach und es wird auch besser. Aber es ist eben nicht nur Futtertreiben, der ist generell viel zu eifrig und steht sich im Weg.
    UO Übungen muss ich täglich das Schema wechseln.
    Ich muss Plätze wechseln, sonst dreht er in Sichtweite vom Platz sofort auf.
    Ruhig am Platz warten während jemand anders arbeitet ist so gut wie unmöglich.

    Am besten arbeitet er, wenn er körperlich müde ist, also etwa 30 Minuten Rennen oder 60 Minuten Spaziergang später.

    Wenn jemand Konzentrationsübungen hat oder Beruhigungsübungen immer her damit.
    Und bitte habt Nachsicht, ich fange wie gesagt grade erst an

    Ich habe die Gegenstände erst mal zuhause „trocken“ geübt. Das mache ich immer noch alle paar Tage so, damit das auch WIRKLICH im Dinokopf haften bleibt.
    Trocken heißt bei uns, dass ich wahlweise auf dem Boden sitze, die Dinger neben mich lege und er hopst von Gegenstand zu Gegenstand und zeigt an. Oder ich verstecke sie im Raum in einer Reihe und er darf anzeigen. Also drinnen in reizfreier Umgebung. Oder maximal die erste Stufe noch draußen im Garten.

    Fürs Fährten nehme ich entweder beliebteres TroFu oder wenn ich merke Mailo ist tagsüber schon sehr wuschig dann gibt es was besonderes. Aktuell sowas ähnliches wie Fährtenwurst.
    Mailo muss ich auch ausbremsen, er läuft zwar zuverlässig mit der Nase am Boden, auch wenn ich kein Futter mehr in jedem einzelnen Tritt habe, aber er überläuft die Futterbrocken und in seinem Eifer dann auch gerne mal den Gegenstand. Und da muss ich dann regulieren.

    Das ist aber generell seine Macke, er ist so übereifrig, so voller Energie und Elan, dass er es bei fast allem übertreibt. Beim Futtertreiben hatte ich immer blutige Finger.

    Mailo pinkelt sich zum Glück auch nicht selbst an, das hätte mir auch noch gefehlt. Aber seine Beine kriegt er immer noch nicht koordiniert.

    Ich frage mich mittlerweile nur dezent, wo der Bengel noch hinwachsen will. Das Biest ist so groß und schwer wie ein junger Elefant. Wenn der noch weiter wächst, dann muss ich demnächst anbauen oder umziehen. Oder muss beim Guiness Buch der Rekorde anrufen.
    Aber laut Tierarzt weder zu dick noch zu dünn. Man spürt die Rippen, man sieht die Taille, er ist topfit, halt einfach riesengroß.
    So richtig bewusst ist mir das am WE geworden, als wir auf einem Auftritt waren und ich massive Probleme hatte, ihn zu halten, während andere Hundeführer in den Schutzdienst durften.

    Ich finde es schade, denn die Idee einer Hundewiese, also einen sicher eingezäunten Bereich für Hunde, die vielleicht nicht immer so gut abrufbar sind (hust prust), ist eigentlich Gold wert.

    Sehr schade finde ich auch die Mentalität: es ist eine HUNDEwiese, ich muss also die Haufen nicht entfernen, mein Hund darf alles markieren und anknabbern und generell bin ich vogelfrei (damit meine ich Geräte, bei Bäumen ist das wieder was anderes).

    Wer braucht schon eine Erlösungsspritze, sterben kann man kostenlos, ist halt dann unschön, aber Kreislauf des Lebens und so.

    Wobei ich mal eine Bresche schlagen muss für geringe Preise:
    Als ich meine Pferde gesucht habe, habe ich auch einen lächerlich niedrigen Preis angegeben, weit unter dem Schlachtpreis, also Metzgerpreis.
    Ich hatte schon deutlich mehr Geld,und auch laufend aufgestockt, aber ich wollte nicht alles für die Anschaffung verbraten, sondern mir Rücklagen übrig lassen für evtl. TA, Futter, etc.

    Ich wage das hier mal zu bezweifeln, da mir in der Anzeige einiges aufstößt. Die Mädels gehen Gassi?

    Dazu müsste man erst mal wissen, um was für einen Hund es geht.

    Möchtest du vorbeugend füttern?
    Liegen Erkrankungen (besonders des BA) vor?
    Wie fütterst du sonst?
    Wie wird der Hund belastet?
    Alter, Größe, Gewicht und Rasse?
    Unverträglichkeiten?
    Welchen Teil des BA möchtest du erreichen - Muskeln, Bänder, Knochen, Gelenke?
    Was sagt der TA?

    Und das sind nur die Fragen, die mir spontan einfallen, bevor ich überhaupt an irgendein Präparat denke. Jede einzelne Antwort beeinflusst das Endergebnis massiv.

    Ich war mit diversen Hunden sowohl in der „Opferposition“ (=ich muss meinen Hund schützen) als auch in der „Angreiferposition“ (=ich muss den Fremdhund schützen).

    Und ja, wenn alles nichts hilft, trete auch ich zu. Ich bemühe mich dabei, möglichst knöcherne Körperteile zu erwischen wie Hüfte oder Schulter und primär natürlich mich selbst nicht in Gefahr zu bringen, aber ein schlechtes Gewissen habe ich dabei nicht.
    Wenn meine Hunde angreifen oder bedrängen würden (was dank umsichtiger Führung niemals passiert ist und hoffentlich auch nie passieren wird), dann mache ich aus Tritten als letztem Mittel auch kein Drama. ABER bis auf eine Ausnahme führte ich auch immer 30kg aufwärts an der Leine, da ist natürlich jeder kleinere Hund sehr schnell im Nachteil und die meisten Hunde sind eben kleiner