Richtungswechsel, Abschirmen, Ablenken sind ja alles Versuche der Korrektur eines unerwünschten Verhaltens (= Hundebegegnungen).
In der Situation, wenn der Hund bereits im Spielmodus drin ist, bist du wirklich nur Ballast. Er bemerkt dich nicht mehr, weil das kleine Hirn so im „Geil, Spielen!!!“ Modus ist.
Ich vergleiche das gerne mit einem pubertierenden Teenager mitten im Hormonwahn, wenn ein potentieller Sexualpartner vorbei kommt. Versuchst du ernsthaft, da ein Gespräch zu führen oder zu erziehen? Da muss das Blut erstmal zurück zum Hirn, vorher läuft so ein Teenie ohne zu zögern unters Auto und merkt es nicht mal.
Heißt hier im Fall Hund:
Du weißt, dass er bei 20-30m „weg“ ist. Also bleib bei 50m und arbeite auf dieser Distanz mit ihm.
Was soll er an Verhalten zeigen? Fordere das auf der Distanz ein, die er noch denken kann. Und belohne.
Wenn das IMMER gut klappt, verkleinere langsam die Distanz. Der Hund muss immer ansprechbar sein, ist er das mal nicht, war die Distanz zu klein und du musst wieder vergrößern.
Ziel ist, dass du auf lange Sicht auch kleine Distanzen meistern kannst, aber das muss langsam aufgebaut werden.
Futter fürs Hirn kann alles sein - Sitz, Platz, Suchen, Tragen, Fuß. Eigentlich alles, wobei der Hund denken und mit dir arbeiten muss, statt sich festzuglotzen.