Beiträge von Hummel

    *lach Ich glaube dein Hund und mein Hund würden sich geschmacklich genau ergänzen! Wenn die ne WG wären, würde jeder seins futtern! :lachtot: (Pepe immer alle Lammrippen und sonstigen Sachen mit Fleisch, Deko alles, was aus Fisch besteht, oder?)

    Sorry, Ende OT (Ich musste einfach mal...) ;)

    vincisa
    Du gibst Weintrauben!? :schockiert: Bitte nimm mir nicht übel, dass ich da ungefragt was zu sage - aber Weintrauben sind wirklich sehr gefährlich. Irgendwo hier im DF gabs auch den Link zu der Studie mit Weintrauben. Und da sind mehr als nur ein Hund dran gestorben. Nicht an den Kernen, sondern an den Trauben - und Rosinen. Die anderen erlitten leichte bis schwere Nierenschäden. Die, die gestorben sind, haben ein Nierenversagen erlitten.

    Das würde ich ehrlich gesagt nicht wissentlich geben. Wenn mal eine runterfällt - passiert. Aber extra geben würde ich das wirklich nicht.

    Den super Ausführung ist eigentlich nichts hinzu zufügen.

    Aber drei Grundregeln wollte ich nochmal betonen:
    1. Niemals gekochte Knochen geben (die werden durchs Kochen porös, splittrig, sehr gefährlich!) - egal welche Knochen. Auch nicht erhitzen (Microwelle, Grill etc). Das kann richtig üble Verletzungen im Darm geben, Verstopfung, daraus resultierende Koliken etc
    Wenn sich der Kot sehr hell verfärbt nach der Knochengabe, dann erstmal ein zwei Tage keinen, mindestens weniger Knochen.

    2. Wenn keine Knochen gegeben werden, das Calicum anders zuführen (Eierschale gemörsert, Algenkalk oder ähnliches). Reines Fleisch hat ein umgekehrtes Calcium: Phosphor Verhältnis als es der Hund braucht. auf lunderland.de gibts einen Calcium-Rechner. Da ists leicht rauszufinden, wieviel Ca zu welcher Menge Fleisch zugeführt werden muss. Wenn man nur Fleisch gibt, ohne extra Ca, dann bringt das mittelfristig Gesundheits-Gefahren mit sich. Unter anderem wird sich der Körper das fehlende Calcium aus den Knochen holen...

    3. Alles Grünzeug immer pürrieren (oder extrem fein reiben - ist bei Salat aber extrem unpraktisch ;) ) - damit es verwertbar ist, sonst bringts nix.

    Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Ein gutes Buch ist allerdings auch SEHR empfehlenswert. Zu oft möchte und muss man einfach mal reinschauen. Oder sich Anregungen für Futterpläne zu holen. Vor allem für dein Einstieg ins Barfen sehr sehr hilfreich und auch ratsam.

    Zitat

    Ich habe einen Gefrierschrank. Ich war aber im Begriff, das Ding abzuschaffen, weil er schon zehn Jahre alt ist und meiner Meinung nach unheimlich viel Strom frisst. Aber ich werde mich umschauen nach einem anderen und bis dahin eben den alten füllen.

    Neue Frage: der Hund wiegt jetzt 10 Kilo. Davon sind 2 - 3 % 200-300 g. Und das bekommt er täglich oder pro Mahlzeit? Und das reicht ihm? Ich denke da noch zu kommerziell und bin der (sicherlich falschen) Meinung, dass er was "Anständiges" im Bauch braucht ...

    Wie sind denn die Erfahrungen bei BARFen mit dem Haaren? Meiner hat sich die letzten Wochen sowas von gehaart, hätt ich drei Pullis von stricken können. Wird das mit der Rohfütterung auch besser/anders?

    Jeder Hund ist anders - es gibt gute und schleche Verwerter, der eine braucht unheimlich viel - der andere setzt schnell an. Deshalb sagt man normalerweise, dass man mit 2% (pro TAG - das ist die gesamte Tagesration, da ist auch der Gemüsepamp schon drin) anfängt. Wenn es zu wenig ist, wird man das nach einigen Tagen merken - dann kann man noch ein Prozent erhöhen. Ab und zu gibts auch echte "Hochöfen" (Hunde die extrem viel verbrennen und daher viel brauchen) - da kann es auch shcon mal zu 4% am Tag kommen.

    Aber wenn du ihm zB 300 Gramm/Tag gibst, dann sind davon ja 200 Gramm Fleisch oder ein fleischiger KNochen. Da hat er was richtig Anständiges im Bauch! ;) Keine Sorge. Wenn er erstmal an Knochen gewöhnt ist, dann sind die echt Höchstleistung bei der Verdauung.

    Bzgl der Haare... nach der Umstellung kann das schon sein, dass die nochmal kräftig schmeißen. Aber dann - also bei uns ist der Haarwechsel seit BARF etwas moderater geworden. (Nicht weg oder so ;) ist dauge im Fellwechsel immernoch viel.) Ich gebe in der Zeit auch unterstützend Nachtkerzenöl (kaltgepresst) als 6-wöchige Kur. Aber der Hund sieht nicht aus wie ein gerupftes Huhn, die Fellstruktur bleibt shcöner. Bei uns ists also positiv.

    Zitat

    Ja, okay. Also kann man es quasi auch reiben ... macht Mukkis :/

    Ich hab nun mal einiges gelesen. So schwer scheint es nun wirklich nicht zu sein.
    Jetzt muss ich aber trotzdem nochmal dumm fragen: wenn 1 Kilo Fleisch beim Schlachthof ca. 80 ct kosten ... warum kaufen wir dann das Kilo für 3 - 10 Euro ein? =)

    Und wenn man nur Rohes füttert, was gibt man dann als Leckerli zwischendurch? Wie passen Ochsenziemer oder Schweineohren (getrocknet) ins Konzept?

    Edit: nun hab ich eben gelesen, man soll keine Trauben füttern, bei http://www.gesundehunde.de/sites/ernaehrung.php steht aber trotzdem Trauben unter Obst dabei.
    Ei MIT SCHALE? Wie soll ich das meinem Hund erklären?

    Edit 2: Wie macht man das mit dem "Lagern"? Angenommen, ich habe keinen Gefrierschrank? Das Zeug, vor allem Innereien, sind doch oft nicht länger als 2 Tage haltbar.

    Am Schlachthof bekommt man ja das Fleisch, das nicht in der Fleischtheke landet. Pansen, Stichfleisch, Saumfleisch, Lefzen... das würde sonst entsorgt. Daher ists preiswert. Alle 2 Wochen sollte man einmal Leber geben. Oder eben mal Fisch und noch eine andere Fleischsorte. Man sollte schon schauen, dass man auf 3 Fleischsorten kommt. Aber auch dafür gibts oft günstige Möglichkeiten. Habt ihr einen Geflügelhof in der Nähe? Kennt jemand einen Jäger? Einen Schafhalter? Alles Möglichkeiten.

    Bzgl Haltbarkeit. Es gibt theoretisch die Möglichkeit im Garten eine Futtergrube zu bauen. Schau dich mal nach der userin Ulixes um (Suchfunktion) die hat so etwas. Ansonsten wäre mein Vorschlag - da es im Endeffekt Geld spart (Spritgeld oder Versandkosten) - kauf dir eine günstige TK-Truhe/Schrank bei ebay. Dann kannst du einmal rundumschlag einkaufen - das wird immer billiger - schön gemischt von allem was für 2 Monate. Das Geld für die Truhe hast du sicherlich in einigen Monaten wieder raus.

    Als Leckerlie eignen sich hervorraugend getrocknete Fleisch-Sachen. Schau, dass diese Fleischsachen aus Deutschland stammen. Wenn sie aus dem Ausland sind, sind sie oft mit Giften haltbar gemacht. Natürlich in geringer Menge - aber muss ja nicht sein.
    Aber auch Fleischwurst oder Wiener als Superleckerlie sind problemlos möglich. Oder gekochtes - bsp Hühnerherzen. Die Möglichkeiten sind zahlreich!

    Nimm wirklich besser Abstand von Trauben. Es gab Studien, bei denen Hunde nach dem Genuss von Traubenund Rosinen schwere Nierenprobleme, sogar dauerhafte Nierenschäden und einige wenige sogar Nierenversagen erlitten. Was das genau ausmacht (es sind nicht die Kerne - die enthalten zwar wie alle Kerne Blausäure, aber sonst nix besonderes) weiß ich nicht. War auch nicht rauszukriegen auf die SChnelle. Aber ich würde einfach einen großen Bogen darum machen. Ebenso wie um rohe Nachtschattengewäche wie Paprika und Tomate. Keine Aubergine!! Keine Zwiebelgewächse jeglicher Art! Das ist so das Wichtigste, denke ich mal.

    SChau, dass du nicht zu oft Herz gibst. Für Katzen mag das okay sein - Für Hunde evtl 2x/Woche - aber nicht öfter. mageres Rinderhack ist auch gut zum eingewöhnen. Oder Hühnerbrust zB.

    Ei mit Schale lernt der Hund schnell! ;) Einfach mal mit einem gekochten Ei (macht dann weniger Sauerei, bis er das kapiert hat) ausprobieren: Ein Loch reinmachen, so dass er das leckere Innere sieht und riecht. Dann fängt er schon an, zu "Knacken". Frisst meistens die SChale dann einfach mit. Wenn er das nicht tut, dann schäl das Ei und mörser eben die Schale klein und misch die wieder unter. Geht auch ;)

    Das mit dem Calcium erkläre ich dir gerne - du hattest ja auch mal nach den BARF Grundlagen gefragt - da spielt das auch eine große Rolle.

    Also: Im reinen Fleisch ist deutlich mehr Phophor als Calcium. Der Hund braucht aber ein Verhältnis um die 1,3:3 Ca:Ph - das bedeutet, man muss, wenn man reines Fleisch füttert, diesen Mangel ausgleichen. Ein Phosphor Überschuss ist sehr ungesund (führt unter anderem dazu, dass der Körper sich das Ca aus den Knochen zieht - kann man sich ja schon vorstellen, dass das Schäden in den Knochen hinterlässt) - und macht sich sehr oft in Durchfall bemerkbar.

    Wenn du das Futter selber zusammenstellst, solltest du immer etwas Gemüse dazu geben. Getreide/Nudeln/Reis/Kartoffel muss man nicht geben - kann man aber, wenn der Hund was auf die RIppen braucht. Schau, dass du diesen insgesamt pflanzlichen Anteil um die 30% der Tagesration hälst.
    Ab und an ein bißchen Hüttenkäse, Quark oder Naturjoghurt ist auch gesund.

    Das Gemüse ist in erster Linie wegen der Ballaststoffe wichtig! Denn wenn die fehlen.... Kommt es zu Durchfall!

    Dazu solltest du schauen, dass du ein anderes Öl gibst. Lein-, Raps- oder Lachsöl haben besonders viele Omega3 Fettsäuren - diese sind unbedingt wichtig, da der Hund die Omega6 Fettsäuren aus dem Fleisch bekommt.

    Wg des Calcium: Schau mal auf der HP von Lunderland.de - dort gibts unter Zusätzen den Algenkalk. Das ist ein super Calcium Präparat. Und es gibt dort nämlich einen Rechner, der dir sagt, wieviel Ca du bei welchem Fleisch in welcher Menge brauchst. Das ist für den Anfang sicher super.

    ZUdem würde ich dir raten, ein Produkt wie das cdvet MicroMineral oder einen Mineralien-Kräuter MIx zuzufüttern. Bei dem ganzen Durchfall fehlen deinem Hund sicherlich schon Mineralien - das passiert ja schnell.

    Wenn du dann noch einmal am Tag Olewo Pellets (oder schlicht und ergreifend gedünstete Möhren (Haben den selben Effekt!!) gibst, sollte das schon helfen! Bin ich jetzt mal von überzeugt.