Bei Oliv kam das Problem auch mit der Zeit. Erst nur so um die Läufigkeiten, da habe ich es auf die Hormone geschoben, dann nur bei bestimmten Hunden, da dachte ich: ok, mag sie halt nicht.
Irgendwann nahm es dann überhand und ich war auch tierisch genervt und gefrustet.
Mir haben dann zwei Sachen sehr geholfen:
1.) Erkennen warum sie das macht. Da hatte ich im Urlaub das Aha-Erlebnis, Madame hat überhaupt nicht gepöbelt, null, nada, niente... Auch nicht auf schmale Wegen oder wenn die anderen Hunde gebellt haben, sie ist da völlig entspannt vorbei. Also war das für mich die Erkenntnis, dass es doch eher territorial motiviert ist. Ändert zwar nichts an der Situation, aber ich kam mir nicht so völlig unfähig vor, weil es eben auch ein Stück weit Genetik ist und nicht von mir komplett verursacht. (auch wenn man natürlich die Anfänge direkt im Keim hätte ersticken können, aber war halt nicht so, da Hundeanfänger)
2.) Ich habe mir das Buch "Leinenrambo" gekauft und damit angefangen zu üben. Bei jeder Hundesichtung gabs das Markerwort und ein Leckerchen. Das ging super schnell, dass sie bei dem Anblick anderer Hunde direkt zu mir schaut, dann kommt und ihren Keks bekommt und dann eben bleibt. Ich nehme sie auf die abgewandte Seite, schiebe ihr Leckerchen in die Schnüss und wir kommen da super vorbei. Zur Belohnung darf sie dann nochmal nachschnüffeln. Klar, ich muss immer drauf schauen, aber das ist mir momentan egal, so läuft es gut und die 2 Leckerchen bringen mich jetzt nicht um.