Beiträge von Oleniv

    Ach Gott wie schrecklich. Wir drücken ganz fest für ein Wunder.

    Wirklich? Viel zu viel?

    Aber ich weiß nicht wo wir einsparen sollen. Lernen muss er ja, Kommandos sind uns sehr wichtig, wir wollen einen gut erzogenen Hund, was bei großen Hunden wichtig ist. Wäre es ein kleiner Hund wäre es ja egal, aber ein unerzogener Bernhardiner ist kein Spaß.

    Ich werde versuchen das Chaos wenn die Kinder kommen und gehen zu reduzieren und dem Kleinen noch einen eigenen Ruhebereich außer der Box einrichten. Aber ich weiß nicht ob das klappt, da er wirklich nur schläft wenn er nicht anders kann, was eben durch die geschlossene Box der Fall ist.

    Die Spaziergänge sind, bis auf den großen zu Mittag alle an der Leine. Leinenführigkeit üben wir von Tag 1, das ist das aller aller wichtigste bei sehr großen und schweren Hunden. Stellt euch vor, der kann nicht richtig an der Leine laufen?

    Die ganz Kleine Tochter spielt nur unter Aufsicht mit Simba, die anderen beiden sind vernünftig genug auch mal alleine mit ihm zu spielen. Die wissen schon wie man sich verhalten muss.

    Ja, aber alles zu seiner Zeit. Du lässt doch auch nicht das Kindergartenkind Quadratwurzeln lösen, damit der ja bloß das Abi schafft. Verstehste? Klar kann man spielerisch den Rückruf üben, wenn er eh in Deine Richtung läuft oder mal ein Minütchen die Leinenführigkeit, aber alles in Maßen. Und so wie Simba momentan drauf ist, lernt der sowieso nichts, weil er massiv gestresst und übermüdet ist. Bringt erst mal Struktur in den Alltag. schaut dass er zur Ruhe kommt und dann kann man mit Sinn und Verstand mit der Erziehung starten. Eure Hausregeln lernt er doch sowieso schon.

    Hunde lernen ein Leben lang, das muss nicht alles bis Woche 16 passiert sein. Habt Ihr einen Welpenratgeber mit Trainingsplan (hört sich ein bisschen so an). Stell den weg und schalte ein paar Gänge zurück und schaut, dass Ihr erst mal eine gemeinsame Basis findet. :smile:

    Hundewelpen sollten ca. 18 Stunden am Tag ruhen/schlafen/dösen - und dann guckste mal auf Deinen Plan. :face_screaming_in_fear:

    Das ist alles wirklich massiv zu viel. Zu viel Stress, zu viel Action, zu viel Training, einfach alles zu viel.

    Ihr müsste das wirklich dringend strukturieren und dem Welpen mehr Ruhezeiten einrichten, auch wenn die Kinder da sind. Das müssen die auch lernen. Sonst hast Du einen permanent überdrehten Hund und das wird nicht auf wundersame Weise irgendwann von selbst besser.

    Habt Ihr einen Trainer zur Hand, der Euch unterstützen kann?

    Gerade eben. Der Mann hat sich von seiner Auswahl Plätzchen seine Lieblinge für den Nachtisch aufgehoben. Wir haben abgeräumt, ich war etwas früher wieder auf der Couch als er. Er kam rein, sah den Teller, stutzt, fragt empört: „Wo sind meine Plätzchen?“ Ich guckte auf den Teller direkt am Tischrand, guckte auf Lilly, die sehr zufrieden mit sich und der Welt aussah und meinte: „Naja, wenn Du sie auch direkt am Tischrand liegen lässt …“ Er - in Großbuchstaben: „Wieso klaust Du mir meine Plätzchen?!? Hol Dir selbst welche.“ Ich, etwas verdutzt: „Wieso ich? Ich war das nicht.“ Er sah meinen Blick Richtung Lilly, funkelt mich an und meinte völlig überzeugt: „Unsere Hunde machen sowas nicht!“

    Unsere Hunde haben also mehr Benimm als ich. Na, herzlichen Dank auch.

    Da gilt es jetzt sorgfältig abzuwägen, was wichtiger ist: die Dir unterstellte Charakterschwäche, verbunden mit Heimtücke (es waren immerhin seine Lieblingsplätzchen!!!) oder aber Deine grandiosen Erziehungsfähigkeiten bei den Hunden. Tja, schwierige Wahl... :denker: :D