Beiträge von Elaia

    Hektorine

    Das ist im Grunde genommen total egal, „das hatter ja noch nie gemacht“ zählt in dem Fall nicht und wenn ich so ein Schätzchen habe würde ich das alleine schon aus Selbstschutz sichern wie Fort Knox… also jetzt ja nicht mehr weil der arme Kerl das falsche Verhalten seiner Besitzerin (ob aus Naivität, Ignoranz oder whatever) mit dem Leben bezahlt hat.

    Sie bekommt Antiarrythmika und mittlerweile sind wir in einem halbjährlichen Kontrollrhythmus.

    Das letzte Holter war vergangene Woche mit sehr guten Ergebnissen, keine einzige Tachykardie, vertretbare Anzahl an Extrasystolen und eine maximale Herzfrequenz von 160.

    Ihre schlimmste Tachykardie war lt Holter mal nachts um 0:30 Uhr mit einer Herzfrequenz von 300 als wir seit 15 Minuten im Bett waren… also ist es bei ihr unabhängig ob eine körperliche Anstrengung erfolgt oder nicht.

    Trotzdem machen wir sportlich gar nichts mehr, wir haben vorher „dicke Hunde Agi“ gemacht, Obedience, waren Rad fahren etc.

    Das was sie von sich aus anbietet darf sie weiterhin machen, aber „gepushed“ werden von außen soll sie halt nicht.

    Eine italienische Dogge ja :smiling_face:

    Generell gibt es einige Rassen bei denen das Herz ein Thema ist, Deutsche Doggen, Boxer, Cavalier King Charles Spaniel uA.

    Wir haben bisher „nur“ Rhythmusstörungen, diagnostiziert weil ich „hysterisch“ war.

    Da war sie knapp 3 und ich fand auffällig, dass sie ab und an mal blasses Zahnfleisch hatte und bei Aufregung manchmal stoßartig ausgeatmet hat.

    Alle inkl TA haben mich für bescheuert erklärt als ich gesagt habe ich will das große Blutbild inkl. Herz- und Nierenwerten, ein Thoraxröntgen etc.

    Röntgen gut, ein paar Tage später kam dann als erstes Nachricht Nierenwerte deutlich drüber (sdma doppelt so hoch wie der Referenzbereich), Herzwert noch nicht da.

    2 Tage später, Herzwert auch nicht gut (3fach über Referenz).

    Kurze Zeit später einen Termin für den Herzschall bekommen, optisch gut, im EKG ein paar Extrasystolen zu sehen. Termin fürs Holter 3 Monate später bekommen weil da grad Hochsommer war und die Klinik mit Neoprenwesten arbeitet, die werden nur im Notfall gemacht.

    Also Nieren weiter abgeklärt mit Schall, Blasenpunktion, Urinuntersuchungen etc pp, nix.

    Ab Oktober hatten wir dann die Diagnose bekommen mit der wir jetzt seit knapp 1,5 Jahren leben, mal besser, mal schlechter - zumindest lt klinischen Ergebnissen - ich selbst hatte bisher erst ganz wenige Situationen wo ich gedacht habe „oh da könnte es ihr grad schlecht gehen so wie sie sich verhält“.

    Die Gefahr plötzlicher Herztod schwebt halt trotzdem immer über uns weil keine Medikation der Welt alle Rhythmusstörungen unterdrückt… und die eine die dann ggf durchkommt kann dazu führen, dass das Herz stehen bleibt.

    Du kannst beim nächsten Blutabnehmen einfach mal (NT)Pro BNP untersuchen lassen und sowohl das Herz schallen lassen als auch ein Holter anlegen.

    Kostet auch alles nicht die Welt (Blutwerte lag bei uns bei ~50€ und für Schall/Holter zahl ich in der Klinik ~220€).

    Wir haben aber keine DCMdiagnose (könnte sich aber theoretisch noch entwickeln, wäre dann jetzt die sog. okkulte Phase).

    Die Medikamente verbessern nichts mehr, können aber natürlich das Fortschreiten verlangsamen, Pumpleistung unterstützen, entwässern, je nach dem was eben angebracht ist…