Beiträge von Europa

    @Europa Man bekommt bei dir stark dad Gefühl, dass du die ganze Materie noch nicht durchdrungen hast. Du verstehst die Zusammenhänge nicht und leitest daraus falsche Schlüsse ab bzw bildest dir so deine Meinung.
    Ich kann ebenso wie andere nur raten, dass du dich eingehender mit dem Thema beschäftigt, wenn du tatsächlich ein umfassendes Bild bekommen möchtest, das von allen Seiten beleuchtet wird. Da fehlt dir Wissen, Erfahrung und Kontakt.

    :) Ja. Das ist der Plan. Erklär mir was.

    Hoch prämierte Tiere... aha, du willst also nen Züchter ausschließen, der sein Hobby ausübt?!

    Ähm nein. Das wäre ein (in der Logik erstmal immer unzulässiger) Umkehrschluss und der führt hier zu Unsinn.


    Weil ich es nicht bevorzugen würde, heißt das nicht, dass ich es ausschließen würde.


    Schade übrigens, wenn Du hier raus bist. Ich stehe noch am Anfang und brauche Leute, die mit mir diskutieren und mir ihre Sicht nahebringen.

    Eben nicht. Das habe ich doch wohl deutlich geschrieben. Die FCI Ausstellungsordnung gibt vor welche Hunde auf Ausstellungen zugelassen werden.
    Kein Veranstalter, weder der VDH noch die Rassehundezuchtvereine, haben die Befugnis Hunde mit gültigen FCI Papieren (oder Registerpapieren) auszuschließen.


    Ich weiß nicht woher Du deine Bahuptung nimmst, würde dir aber empfehlen dich sachkundig zu machen. Geht auch ganz leicht mit Google, da werden dir die Ausstellungsordnungen gezeigt.

    Die Katze beißt sich in den Schwanz.
    Wenn ich einen Verein gründe, darf ich doch entscheiden, was auf dessen Veranstaltungen passiert. Wenn der Verein dann mit den Vorgaben eines "Muttervereins" nicht konform geht, steht er vor der Entscheidung sich zu trennen oder mitzuspielen.


    Und dieses Mitspielen kann man aus Gründen, die Du sicher besser kennst als ich, rechtfertigen oder kritisieren. Aber man kann nicht sagen, der Verein habe keine Entscheidung zum Mitspielen getroffen.

    Aber NUR, weil diese Ausstellungen unter der Plakette des VDH ablaufen, darf man ZUCHT und AUSSTELLUNG nicht bedingungslos in einen Topf schmeißen!
    Bei vielen hat das EIne mit dem anderen absolut gar nichts miteinander zu tun!


    Aber in diesen "Dokumentationen" wird ja der Anschein erweckt, als würden ALLE Züchter scharf auf Ausstellungserfolge sein und NUR und ausschließlich auf den nähsten Champion-Titel hinzüchten!

    Eigentlich wurde der Eindruck nicht erweckt.


    Es wurde aber für mich ein Zusammenhang deutlich, der über den individuellen Züchter hinausgeht: Diejenigen, die auf Ausstellungen die Tiere nach für mich problematischen Kriterien bewerteten, taten das unter dem Namen und mit dem (zumindest stillschweigenden, hier aber sichtbar auch dargelegten) Einverständnis des Verbandes auf dessen Veranstaltung. Es wurden beeinträchtigte Tiere premiert.
    Und das hat Auswirkungen auf das Kaufverhalten von Hundekäufern, und das wiederum hat Auswirkungen auf die Zucht als Gesamtheit.


    Wenn der Einzelne unter dem Verband organisierte Züchter sich davon unabhängig macht und nach anderen Prinzipien züchtet, ist das doch super.


    Aber dass einzelne Züchter diesbezüglich Verantwortung tragen, ändert ja noch nichts daran, dass der Verband obigen Zusammenhang leider wie beschrieben begünstigt.


    Ich bin Anfängerin, was Hunde angeht. Aber dass ich genau diesen Zusammenhang nun "falsch zusammengeschmissen" habe, sehe ich nicht. Ich glaube dir, wenn du eine gewisse Oberflächlichkeit der Filme beklagst. Aber ich denke bisher immer noch, dass es für die Zucht gesunder Hunde besser wäre, wenn beeinträchtigte Hunde prinzipiell nicht premiert werden dürften. Und dafür ist ja letztlich der Veranstalter in die Pflicht zu nehmen. Wer denn sonst?
    Überlässt man es - wie ja offensichtlich im Moment - dem Aussteller, KANN es zufällig gut laufen. Aber wenn der Veranstalter die Premierung gesunder Tiere begünstigt, wird es wahrscheinlicher, dass es gut läuft.

    Ich habe über Zuchthunde, Ausstellungen usw. nachgedacht und mich auch in den "Qualzuchten"-Thread eingelesen und mich sogar ein wenig beteiligt. Ich ziehe mal für mich ein Zwischenfazit:


    Wenn ein Rassehund, dann kommt für mich nur eine Rasse in Frage, deren
    rassetypische Standards UND Wertungsstandards bei Ausstellungen ein
    frohes, gesundes Hundeleben begünstigen und nicht einschränken oder gar
    verhindern.
    Wenn ich einen Züchter suche (und die Entscheidung also gegen einen Hund
    aus dem Tierschutz fällt), dann suche ich nicht bevorzugt einen mit
    möglichst hoch prämierten Tieren. Ich möchte, dass "mein Hund" von
    einfach frohen, gesunden Eltern kommt.
    Mir ist es wichtig, dass der Züchter einem Verband angehört. Ich sehe
    die Probleme verbandsloser Züchter, da ist ja einer anderen Ebene von
    Qual Tür und Tor geöffnet - auch wenn es dort sicher wieder Leute gibt,
    denen nur das Wohl der Tiere am Herzen liegt. Aber wenn ein Züchter und
    seine Hündin nicht gern Ausstellungen besuchen, wäre mir persönlich das
    eher sympathisch als unsympathisch. (Dabei weiß ich nicht, ob der VDH -
    oder ein anderer Verband, so es den denn gibt - so etwas akzeptiert.
    Wenn der Züchter deswegen seine Mitgliedschaft verloren hätte, weil er
    keine Ausstellungen mehr besucht, wäre das für mich kein Minuspunkt.)



    Zwischenfazit. Ich muss noch viel nachdenken und viel lernen. Gerne immer her mit neuen Denkansätzen.

    Es gibt nicht einen einzigen Rassestandard, der "Schmerz" beinhaltet. Nirgends wird Brachycelophie als Standard gefordert.
    Es ist richtig, daß Richter sich am Rassestandard orientieren müssen. Aber siehe oben. Die Rundköpfigkeit ist eine Modeerscheinung, eine mit fatalen Folgen für die betroffenen Tiere und leider auch durch den "Geschmack" von Richtern und Käufern gefördert.

    Und in den Berichten (die mich so erschreckt haben) wurde klar, dass eben vorrangig nach diesem "Geschmack" bewertet wird und er sich dadurch fortsetzt - und genau wie Du schreibst, dass das nach den gegebenen Rassenstandards eigentlich nicht Wertungsstandard sein müsste.


    Ich ziehe mal für mich ein Zwischenfazit:
    Wenn ein Rassehund, dann kommt für mich nur eine Rasse in Frage, deren rassetypische Standards UND Wertungsstandards bei Ausstellungen ein frohes, gesundes Hundeleben begünstigen und nicht einschränken oder gar verhindern.
    Wenn ich einen Züchter suche (und die Entscheidung also gegen einen Hund aus dem Tierschutz fällt), dann suche ich nicht bevorzugt einen mit möglichst hoch prämierten Tieren. Ich möchte, dass "mein Hund" von einfach frohen, gesunden Eltern kommt.
    Mir ist es wichtig, dass der Züchter einem Verband angehört. Ich sehe die Probleme verbandsloser Züchter, da ist ja einer anderen Ebene von Qual Tür und Tor geöffnet - auch wenn es dort sicher wieder Leute gibt, denen nur das Wohl der Tiere am Herzen liegt. Aber wenn ein Züchter und seine Hündin nicht gern Ausstellungen besuchen, wäre mir persönlich das eher sympathisch als unsympathisch. (Dabei weiß ich nicht, ob der VDH - oder ein anderer Verband, so es den denn gibt - so etwas akzeptiert. Wenn der Züchter deswegen seine Mitgliedschaft verloren hätte, weil er keine Ausstellungen mehr besucht, wäre das für mich kein Minuspunkt.)


    Zwischenfazit. Ich muss noch viel nachdenken und viel lernen.