Beiträge von SpaceOddity

    Ich würde ganz klar das mit 9 Stunden außer Haus nehmen. Die Hunde sind zu Hause in gewohnter Umgebung. Fände ich besser als im Zwinger zu sitzen und dann stundenlang durch die Gegend zu gondeln.

    Also stundenlang durch die Gegend gondeln kennen sie, das ist ihnen egal. Das stört eher mich, ich muss mich ja dort zum Deppen arbeiten. Und der Zwinger ist eher ein Gehege und ich könnt halt schon immer wieder kurz vorbeischauen und in der Mittagspause spazieren gehen oder zwischendurch.
    Ich hab halt irgendwie ein schlechtes Gewissen, wenn sie sich 9 Stunden nicht lösen können :muede:
    Und dann muss ich ja auch noch im Herbst oder nächstets Jahr in die Berufsschule, da sind sie dann wieder 10 Wochen viel allein daheim, auch wenn da mein Freund wieder die langen Tage überbrücken wird.

    Ich steh grad zwischen der Entscheidung zwischen zwei Praktika - eins muss ich machen. Bei einem könnte ich die Hunde mitnehmen (sie müssten dann zusammen in einem Zwigner warten), hätte allerdings jeden Tag 2,5 Stunden Anfahrt eine Richtung und müsste auch am Wochenende arbeiten.
    Beim anderen wäre ich inklusive Wegzeit maximal 9 Stunden aus dem Haus, da müssten sie aber daheim allein bleiben.
    Die Arbeit interessiert mich bei beiden Praktika nicht, bzw. muss ich bei beiden so ziemlich die selbe Arbeit verrichten, die mich beruflich ohnehin nicht weiterbringt. Die Kollegen dort sind auch bei beiden Praktika gleich unfreundlich und lernen werde ich auch bei beiden nichts.
    Ich müsste dort 6 Wochen am Stück arbeiten und weiß grad echt nicht, wie ich mich entscheiden soll. Pest oder Cholera |)
    Meine Alternative (neben meiner Wohnung, interessante Arbeit, nette Mitarbeiter) wird nicht genehmigt :roll:

    Also vorab: Ich finde es nicht gut Welpen und Kitten Im Zoofachhandel zu verkaufen und würde dort auch niemals einen Hund/eine Katze kaufen oder jemand den Kauf dort empfehlen.

    Zoo Zajac kenne ich nicht, aber ich habe eine Zeit lang in Österreich in einer kleinen Tierhandlungskette gearbeitet, die ebenfallsn, nebst diveresen anderen Tieren, Hunde und Katzen verkauft hat/verkauft.
    "Unsere" Welpen kamen von einem "Züchter" aus einem osteuropäischen Land und waren auch klein bis mittelgroße "Rasse"hunde oder auch Mixe, bei den Katzen die üblichen Moderassen.
    Die Welpen wurden uns immer vom "Züchter" gebracht und ja, da er diverse Rassen und Mischungen an uns verkauft hat, wird er wohl eine klassische Puppy Mill unterhalten haben. Die Welpen sind immer absolut legal mit 8 Wochen oder älter eingereist, hatten einen EU-Pass und die nötigen Papiere, im EU-Pass fand sich auch Name und Anschrift des Züchters.
    Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich den "Züchter" durchaus als nicht als sadistischen Tierquäler erlebt habe, seine Tiere waren immer sauber, haben nicht gestunken und hat uns immer Auskunft gegeben, was sie gerne fressen, ob man schauen muss, dass sie genug fressen und das hat auch immer soweit gestimmt. Vor der Übergabe an die Filialen wurden die Welpen von unserer Vertragstierärztin untersucht und nochmals entwurmt. War da etwas nicht in Ordnung (einmal war ein falscher Chip im Pass eingetragen), hat der "Züchter" die Tiere wieder mitgenommen.
    Die Hundewelpen (es waren vorallem Chi-Mixe, French Bullys, Spitz, Shih Tzu und Malteser) haben eigentlich immer einen recht aufgeweckten Eindruck gemacht, richtig ängstlich oder verschreckt war nie einer. Bei den Katzen war das anders, da hatten wir durchaus richtige Fauchi-Spuckis dabei, die die ersten Tage im Katzenklo gelebt haben.
    War wohl ein "besserer" Vermehrer |)
    Achja, wurde ein Tier nicht nach einer gewissen Zeit verkauft, kam es in eine andere Filiale. Solange ich dort gearbeitet habe, hat aber tatsächlich jedes Tier mit längstens 6 Monaten einen Käufer gefunden.

    Zur Haltung/Sozialisation:
    Unsere Welpen haben in einem Innenzwinger in den Geschätssräumen gelebt - Das ist hier in Österreich so Vorschrift. Der Zwinger hatte undurchsichtige Wände, nur die Tür war oben halb verglast. im Zwinger selber hat man den Geschäftslärm zwar gehört, aber deutlich leiser. Der zwinger ist mit einer Tageslichtlampe beleuchtet worden (Vorschrift) und die Welpen hatten Hundehütte, Körbchen, erhöhtes Körbchen, Spielzeug, Wasser/Futter und Kauspielzeug zur Verfügung. Der Boden war mit Spänen eingestreut. Die Katzen hatten statt der Hundehütte einen Kratzbaum und ein Katzenklo.
    Wir hatten nie mehr als vier Welpen auf einmal, war der Wurf größer, wurde er aufgeteilt auf mehrere Filialen.
    Unser Tagesablauf war wie folgend: Eine halbe Stunde vor Geschätsöffnung waren wir da und haben die Welpen durchs Geschäft flitzen lassen. Nebenbei haben wir versucht zu putzen und die Welpen vor sich selbst bewahrt |) . Meine Hunde waren damals auch mit in der Arbeit und haben dann auch meist ein bissal Welpen bespaßt (Nextic) und Kindergartentante (Serij) gespielt. Kurz vorm Aufsperren kamen die Welpen wieder in den Zwinger, meine Hunde nach hinten und wir haben wirklich angefangen, alle Tiergehege zu reinigen.
    Am Vormittag, wenns grad ruhig war, war dann immer noch Bürsten und Kuscheln angesagt, und so Sachen wie Zähne/Augen/Ohren/Pfoten anschauen. Zu Mittag hab ich mir meine Hunde und die Welpen geschnappt und wir sind dann in meiner Mittagspause durch den Wald gegangen, angepasst natürlich an Alter und Wetter.
    Spaziergänge sind übrigens hier in Österreich auch Vorschrift, wie oft und wie lange hängt vom Alter des Welpens ab.
    Generell haben wir uns immer zu den Katzen und Hunden reingesetzt, wenn grad nix zu tun war.
    War nur mehr ein Welpe da, haben wir ihn natürlich abwechselnd mit nach Hause genommen (das wurde uns nicht bezahlt und in anderen Filialen ist der Welpe dann alleine geblieben), auch wenn die Welpen kränklich waren oder übers lange Wochenende. Das war auch ein Grund, warum ich den Job nicht mehr mache, ich hatte eh schon kaum Freizeit und dann immer kleine Welpen daheim, das ist auf Dauer echt mühsam.
    Unsere Welpen haben somit schon einiges mitbekommen, sie kannten andere Hunde, den Wald, Alltagsgeräusche, Körperpflege und Kommen auf Zuruf. ABER wir waren da eine große Ausnahme, die meisten anderen Filialen hat das nicht interessiert, verständlich bei Arbeitsbedinungen und Gehalt :verzweifelt:

    Die Käufer:
    Ich habe mir ja auch die klassischen Spontankäufer vorgestellt, die keine Ahnung von Hunden haben und dem "Oh Gott! Wie süß!" erliegen - Die gab es auch, aber denen waren die Hunde meist schlicht zu teuer.
    Die Familien: Sehr viele Käufer waren Familien mit Kindern, die einen unkomplizierten, kleinen Begleithund wollten und keine Zeit/Lust hatten, ewig auf Züchtersuche zu gehen (Rasse war ihnen meist auch nebensächlich) oder in zehn Tierheime zu fahren, bis der richtige Hund dabei ist.
    Die Familien waren meist auch hundeunerfahren und wirklich dankbar über Beratung - Das waren meist die längeren Beratugnsgespräche, die sich gern mal von Samstag 10 Uhr bis Samstag 16 Uhr gezogen haben. Montag wurde dann meist angerufen, ob der kleine XY noch da wäre, man würde ihn heute reservieren kommen.
    Viele Familien habe ich aber auch ins Tierheim, zum ÖKV-Züchter geschickt oder ihnen abgeraten, einen Hund anzuschaffen - Auch hier war die Dankbarkeit über die Beratung meist sehr groß und ich habe nicht selten ein kleines Geschenk bekommen, obwohl die Familie sich sicher keinen Hund anschaffen wird.

    Die Jungen: Meist Studenten oder Berufseinsteiger, die im Tierschutz abgewiesen wurden. Meist sehr informiert und der Hund wurde normalerweise erst nach dem 5. oder 6. Besuch im Geschäft tatsächlich erworben. Meist mit Empfehlungen für gute Welpengruppen, einem Clicker-Set und einer Schleppleine.

    DIe Pensionisten: Hatten immer schon einen Hund udn wollten eh schon lange wieder einen und haben sich in einen von unseren verguckt.

    (Gab natürlich auch andere. Ich war übrigens sehr schlecht darin, Hunde und Katzen zu verkaufen, weil ich es nie ernsthaft rüber bringen konnte, dass man einen Hund guten Gewissens im Zoofachhandel kaufen kann |) )

    Mit vielen unserer Käufer habe ich bis heute Kontakt und bekomme immer wieder Fotos und bin (trotdzem ich schon fast ein Jahr nicht mehr dort arbeite) noch immer Ansprechperson für diverse "Bello besteigt alle Hündinnen, sollen wir ihn kastrieren lassen?"

    Generell ist mir das auch als Hauptproblem aufgefallen - Es gibt irgendwie keine Stelle, an der man sich so richtig unerbindlich über Hunde/Katzenhaltung informieren kann. Wo man auch so blöde Fragen stellen kann wie: "Kann ein Hund vier Stunden alleine bleiben oder muss er da dann auch aufs Klo". Züchter haben hier noch immer den Anstrich des elitären, die belästigt man nicht mit solchen Fragen. Und im Tierschutz hat das Personal (verständlicherweise) oft keine Zeit für sowas oder schlicht auch einfach nicht die Nerven oder werden nicht als Fachpersonal wahrgenommen.
    Ich denke, das ist der Hauptgrund, warum solche Geschäfte sehr gut laufen und sich auch nicht von allein aufhören werden.

    So, das ist jetzt sehr lang geworden, aber ich dachte, vielleicht ist für den einen oder anderen auch mal die "andere Seite" interessant - Um es nochmal zu verdeutlichen: Ich finde es nicht gut, dass der Hundehandel erlaubt ist und ich habe meinen Job nicht gerne gemacht, aber ich habe mich immer bemüht, dass es allen Tieren in meiner Filiale so gut wie möglich geht. Unterstützen würde ich sowas niemals und ich hoffe, dass ich nie mehr in eine Situation gerate, wo ich gezwungen bin, so einen Job anzunehmen - Ich hab die Tiere gedanklich immer mit nach Hause genommen.

    P.S.: Das allerschlimmste waren für mich aber die Tierschützer, die uns beschimpft haben, uns gewünscht haben, dass wir elendig verrecken udn vergewaltigt werden sollen, weil wir in diesem Geschäft arbeiten. Mit denen man nicht reden kpnnte, weil sie gar nicht zuhören wollten.

    Armer Ritter ist eine tolle Idee, das hat mir früher immer meine Oma gemacht :lol:
    Ich sag ja, ich bin unkreativ, Brot wird hier immer zu Brotsuppe (Brot in Milch einweichen) verarbeitet, aber das mag eher der Herr Nackthund.
    Das Maisbrot schaut auch super aus, aber ich befürchte, das werde ich den Hunden eher weniger überlassen |)
    Bratkartoffeln findet Serij eher nicht sooo toll, leider, die esse ich nämlich sehr gern.

    Eigentlich werden meine Hunde ja eher lieblos bekocht (mein Freund bezeichnet es recht treffend als "Kohlehydratschlatz" :hust: ) und fungieren in gewisser Weise auch als Biomüllverwerter, sodass ich mir bis jetzt eher weniger Gedanken um die Zubereitung des Hundefutters gemacht habe.
    Nun ist meine Hündin aber eine eher schlechter Fresserin und ich habe nun durch Zufall etwas entdeckt, was ihr wirklich schmeckt und was sie auch gern als Snack zwischendurch frisst und einfordert (8. Weltwunder oder so).
    Und zwar steht sie total auf in Schmalz gebackene Polenta- oder Grießschnitten. In die kommen immer ein paar Kräuter und ein bisschen Salz (ich mag sie auch gern |) ), ansonsten nichts.
    Nun wäre ich auch der Suche nach ähnlichen Rezeptideen, wichtig ist ihr denke ich vorallem die Konsistenz. Also außen schön knusprig und innen etwas weicher.
    Meine Hunde sind beide eher zu dünn als zu dick, das heißt, es können und sollen gerne Kalorienbomben sein.
    Vertragen wird hier eigentlich auch alles, also sind der Kreativität keine Grenzen gesetzet :lol:
    Fleisch bekommen sie extra und roh, also das sollte eher nicht drinnen sein. Habt ihr vielleicht ein paar Ideen?
    (Wenn es auch noch dem Koch gut schmecken würde, wäre es natürlich noch besser |) )

    Frodo ist ne Woche jünger und immer noch ein Baby, auch wenn er inzwischen ausdauernd markiert, sehr gut weiß, was eine läufige Hündin ist und sich nicht mehr alles bieten lässt. Er ist halt noch im "Hallo, wer bin ich?" Stadium xD

    Magst du tauschen? Du bekommst "Hallo, ich bin Alles und du Nichts" :lol:
    Kann mir aber Frodo so und so nie als richtig erwachsen vorstellen, dafür ist er zu süß und niedlich |)

    Hat hier auch jemand einen größenwanhsinnigen, pubertierenden Prollrüden? Oder möchte einen haben? |)
    Nextic ist momentan füchterlich, er denkt, er hat die größten Eier von hier bis Dschibuti und möchte das gerne auch der gesamten Rüdenwelt mitteilen. Kleine intakte, kastrierte/gechippte oder sehr unterwürfige Rüden ignoriert er eigentlich recht schnell, aber glech große/größere intakte Rüden, gern auch älter, sind momentan ganz schlimm. Wenn man ihn lassen würde, würd er die wirklich bis aufs Ende provozieren, inklusive Pfoten auf den Rücken legen und solche Späßchen.
    Der werte Herr war ja nun schon immer mit einem gesunden Selbstbewusstsein gesegnet, der hat schon mit 12 Wochen deutlich gesagt, wo seine Grenzen sind, aber bis vor kurzem hat er eine Ansage von einem souveränem Rüden auch akzeptiert und das wars. Klar, mal angetestet, ob man stänkern kann ja, aber wenn dann eine deutliche Retourkutsche kam, war das Thema erledigt.
    So richtig schlimm ist es geworden, seit uns dieser Goldie-Rüde attackiert hat. Der ist an der Schleppleine aus einem Garten geschossen und sofort auf Nextic drauf. Ich hab Serij festgehalten und die beiden haben sich ziemlich geprügelt, bis mal wer aufgetaucht ist, der mir beim Trennen geholfen hat. Nextic hatte einen Kratzer, der Goldie ein zerfetztes Ohr und zwei Löcher.
    Danach ist er ein paar Tage richtig auf "Rüdensuche" gegangen, da wir aber selten Hunde treffen, war das schnell erledigt.
    An der Leine geht er zwar aufgeregt und teilweise fiepend and prollenden Rüden vorbei, aber ist kein Leinenpöbler.
    Jetzt sind wir ja wieder öfters in WIen und treffen gefühlt Milliarden Fremdhunde und Nextic ist echt anstrengend :ugly:
    Klar kann ich Kontakt vermeiden (tu ich fast immer) aber irgendwie wärs cool wenn er andere Rüden zumindest ignorieren könnt, wenn sie ihn auch ned aktiv anstänkern.

    Zum Thema "Hund der auch sagt, dass Fremde nicht toll sind":
    Meine Hündin entspricht weder optisch dem gängigen Klischee von "süß und kuschlig", noch gehört sie einer Rasse an, die als besonders freundlich und friedliebend gilt. Trotzdem wollten und wollen sie immens viele Menschen streicheln. Manche fragen, manche greifen einfach hin. Meine Hündin hat eine massive Tendenz nach vorne und es war ein Haufen Arbeit, ihr angemessene Reaktionen auf "blöde" Menschen zu zeigen.
    Dabei musste ICH mich wahnsinnig oft und massiv mit anderen Menschen auseinandersetzen, ich musste ihr zeigen, dass ich in der Lage bin, solche Begegnugnen von ihr fernzuhalten. Und da muss man dann sehr oft sehr unfreundlich zu anderen Leuten werden, weil sie es sonst einfach nicht kapieren wollen. Das ist gar nicht so einfach und es hat mir keinen großen Spaß gemacht, normalerweise vermeide ich Kontakt mit fremden Menschen lieber :roll:
    Mittlerweile (sie ist jetzt 3,5) braucht meine Hündin mich nicht mehr, sie kann sehr gut sehr angemessen sagen, dass sie etwas nicht will und hat auch gelernt, bei besonders aufdringlichen Menschen zu mir zu kommen, weil ich das einfach "besser" regeln kann.
    Das musst du einem Hund aber auch vermitteln können, hätte ich nie dagegen gearbeitet, hätte meine Hündin mit Freude jeden getackert, der ihr nicht zu Gesicht gestanden wär.

    Mein Rüde ist auch kein "Juhu! Mensch! Party! Ich liebe dich!"-Hund, aber er geht von Anfang an eher zurück und lässt mich das regeln. Das ist wesentlich einfacher zu händeln, gerade, wenn man kein Kommunikations-Ass ist so wie ich ;)

    Es gibt noch eine Zweitversion des Gruppenbilds :lol: