Beiträge von MajaDo

    "Du meinst also es spielt eine Rolle oder hätte irgend eine Konsequenz,
    wenn Du Dich als Halter hinstellst und einem Fremden mitteilst: "Der tut nix"?
    Wenn Du das sagen wolltest (und nur dann): You make my day

    "

    Nenn mich naiv, aber ich glaube das, wenn mir jemand sagt "der tut nix" und bin bisher auch gut damit gefahren. Der Halter würde sich auch strafbar machen, wenn doch was passiert. Warum sollte er das also riskieren? Wenn ich den Halter wirklich für so dämlich halte, gehe ich dem Hund eben einfach aus dem Weg.

    Nur am Rande, weil OT: Wenn man einen Kleinhund an der Leine hat, ändert sich die Einstellung aber ganz schnell.

    Ich habe eine Weile überlegt, ob ich hier was schreibe, weil's eigentlich schon längst OT ist, daher nur kurz:
    Grundsätzlich finde ich es schon wichtig, dass man sich bewusst machen sollte, dass ein Hund direkt aus dem Ausland halt eben nicht "einfach" zurück kann, wenn er nicht passt. Es ist ein Unterschied, ob ein Hund aus dem örtlichen TH/einer Pflegestelle vor Ort nach ein paar Tagen wieder dorthin zurück kommt, wenn es nicht funktioniert (ist für den Hund natürlich nicht schön, aber organisatorisch kein großes Problem), oder ob erst ein PS-Platz organisiert werden muss.
    Natürlich sollte eine Orga Not-PS bereithalten, aber manchmal gab es vielleicht grad eine Reihe von Notfällen, Ausfällen etc. und dann dauert es vielleicht mal ein paar Tage, bis eine Lösung gefunden wurde. Da ist der neue Hundebesitzer halt auch nicht frei von jeder Verantwortung und ich finde es nicht zuviel verlangt, wenn man dann halt mal noch eine gewisse Zeit überbrücken muss. Wem sowas verständlicherweise zu heikel ist, sollte eher keinen Hund als Direktimport aufnehmen.

    Auch wenn wir uns hierbei wahrscheinlich nicht einig werden, möchte ich es trotzdem nicht unbeantwortet lassen:

    Ich sehe es insofern anders, als dass ich beim örtlichen Tierheim die Möglichkeit habe, den Hund kennenzulernen. Ich kann öfter mal den Hund zu Spaziergängen abholen, vielleicht sogar mal das WE über bei mir haben. Nur so habe ich überhaupt die Chance, mir ein halbwegs realistisches Bild von dem Hund zu machen. Dann kann ich abschätzen, ob er mit meinem Ersthund zurecht kommt, ob er beispielsweise depriviert ist, Jagdtrieb hat etc. und nicht zuletzt, ob ich dem Hund gewachsen bin. Kurz gesagt: ich kann agieren und dann sähe ich mich da durchaus auch in der Verantwortung.

    Bei einem Direktimport habe ich all diese Möglichkeiten nicht. Ich kann in dem Fall halt nur reagieren und muss ich mich darauf verlassen, dass die Angaben der Orga stimmen. An manchen Sachen kann man arbeiten, keine Frage. Aber die Grundvoraussetzungen müssen einfach gegeben sein. Die Orga ist diejenige, die abschätzen kann, ob sie es tun oder eher nicht. Der Ersthund war hier ja nicht das Problem. Dann sähe zumindest in meinen Augen die Sache auch etwas anders aus. Also sollte die Orga auch diejenige sein, die dafür die Verantwortung übernimmt, weil - ganz böse formuliert - "ihre Ware einen Mangel hat". Und im Zweifelsfall kann sie den Hund halt erst nach Deutschland schicken, wenn sie einen Plan B hat.