Beiträge von *Sascha*

    Zitat

    weil sie den Anhänger ja kennt und definitv keine Angst hat und schon sehr oft oben stand!
    Ich glaube, sie hat einfach nur keine Lust und probiert es halt.


    Woher weißt du, dass sie keine Angst hat?
    Der Großteil aller Pferde (auch die, die problemlos auf den Hänger gehen) haben Angst vor dem Hänger!
    Stell den Hänger frei auf die Koppel und stell ihren Hafereimer rein. Geht sie rein und holt ihren Hafer?
    Probier das Gleiche ohne Hänger, stell den Hafereimer auf die Weide. Holt sie ihren Hafer?
    Natürlich hat sie Angst den Hänger zu betreten!

    Ich kenne nicht viele Pferde, die ihren Hafer auch aus dem Hänger holen, aber es gibt sie! Diese Pferde haben wirklich keine Angst vor dem Hänger!

    Zitat

    Der Hänger stand heute so, dass er hell wirkte (auf mich zumindest). Es ist sowieso ein heller Hänger, schon von der Farbe her!


    Das sind schon mal super Voraussetzungen und nun heißt es Geduld üben und bitte schieb wirklich alle Gedanken weg, die dir weißmachen wollen, dass sie dich testet oder dich ver**** will. Nichts liegt einem Pferd ferner als das! Pferde sind so wundervoll und sie tun alles für uns, wenn wir es ihnen nur möglich machen!

    P.S. Das freie Verladen kannst du übrigens, wenn du die Möglichkeiten dazu hast, auch mal ausprobieren. Freiarbeit ist sowieso nochmal eine ganz andere Erfahrung, besonders dann, wenn du wirklich mal jeden Druck weglässt (was auch bei der Freiarbeit nicht selbstverständlich so ist). Dann siehst du erst, wo du mit deinem Pferd wirklich stehst.

    Zitat


    wenn sie stehen bleibt, lass sie einen kleinen moment stehen - aber wirklich stehen lassen, sie darf nicht rückwärts gehen dabei. bei den meisten hilfts, wenn man das stehenbleiben so lästig wie möglich macht: z.b. sobald sie steht am führstrick zuppeln (nicht zerren oder ziehen nur einfach so kleine zuppler die hald als lästig empfunden werden).

    immer weiter machen damit, so ein pferd hat nen grossen kopf, du musst den grösseren sturkopf haben,
    [...]
    mach ihr das stehenbleiben vor dem hänger so unangenehm wie möglich, ohne ihr weh zu tun oder sie zu erschrecken, irgendwann merkt sie, es ist einfach nervig und blöd nicht reinzugehen und ganz ne tolle sache, wenn man drin ist.


    Jupp, genau solche Methoden meinte ich.
    Wenn du ihr das Stehenbleiben und nicht-befolgen deines Kommandos unangenhm machen willst, dann ist es sinnvoller das Pferd an den Hinterbeinen zu kitzeln anstatt es vorne zu zuppeln. Dann haste das Pferd nämlich eher in Vorwärtstendenz. Manipulierst du es vorne, dann ist es eher in Rückwärtstendenz.
    Ist ja nicht so, dass ich mich mit diesen Methoden nicht auskenne ... :roll:
    (Manchmal muss es ja leider schnell gehen und dann hat man nicht die Zeit auf das Pferd und seine Ängste einzugehen.)

    Zitat

    Ich hab ihm dann geraten, er soll in eine HuSchu gehen!

    Da meinte der Herr: "Was soll ich da, er hört ja eigentlich gut"


    Es ist echt schlimm :motz: wenn da mal was passiert!


    Hast du dem Mann dann nicht erklärt, dass man mit einem solchen Problem natürlich nicht in die Gruppenstunde geht, sondern Einzelunterricht nimmt, bei dem speziell in erster Linie nur auf dieses (sein) Problem eingegangen wird?

    Das würde ich ihm sagen und sonst nichts. Vielleicht kannst du ihm auch noch einen Kontakt vermitteln?

    Aber ich denke kaum, dass der Hundehalter das Problem allein in den Griff bekommt, da wird er schon jemanden brauchen, der ihm ein wenig Anleitung gibt. Ein Ratschlag von dir zum Training ist zwar gut gemeint, aber wenn dann müsstest du auch wirklich mit ihm Üben gehen, ihm Hilfestellung leisten, ihn auf seine Fehler aufmerksam machen und sie korrigieren.

    Also ich würde da schon etwas deutlicher dem Mann gegenüber werden. Entweder sein Hund ist gut erzogen und er hat keine Probleme bzw. arbeitet daran -> dann sollte es, zumindest in absehbarer Zeit, möglich sein den Hund unter Kontrolle zu halten.
    Oder er gesteht sich ein, dass er nicht weiter weiß (Das hat er ja schon getan!) und dannn braucht er Hilfe von außen, d.h. einen Trainer, der ihm auf die Finger schaut
    -> So einfach ist das!

    Zitat

    Ich glaube, sie ver*****t uns.


    Den Gedanken schieb mal bitte ganz ganz schnell zur Seite! Pferde tun sehr vieles, aber eines tun sie mit Sicherheit nie, dich zu ver****.

    Dass deine Stute im Dunkeln und mit Anhängerbeleuchtung besser auf den Hänger ging ist auch keinesfalls verwunderlich. Pferde sind keine Höhlentiere, sie ängstigen sich vor Enge und Dunkelheit. Wenn es aber draußen dunkel ist und im Hänger hell beleuchtet, dann wirkt der Hänger nicht halb so bedrohlich, wie wenn er im Hellen als dunkles Loch erscheint.

    Also ist es sinnvoll beim Üben einen hellen, geräumigen Hänger zu verwenden, der so geparkt ist, dass sein Innenraum vom Tageslicht gut ausgeleuchtet wird.

    Wenn du deine Stute mit Futter auf den Hänger gelockt bekommst, dann mach das ruhig jeden Abend, das verknüpft den Hänger positiv. Wichtig ist, dass du sie dabei nicht bedrängst und sie jeder Zeit die Möglichkeit hat wieder aus dem Hänger zu gehen.
    Geht sie aber nicht hoch, dann ist das auch nicht schlimm, dann arbeite mit dem, was sie dir anbietet und fordere immer ein klein wenig mehr. Füttere sie auf der Rampe, im Eingang, auf halber Höhe usw. und immer wenn sie eine Position sicher annimmt, sich also nicht mehr nach rückwärts entzieht sondern entspannt da steht und frisst, dann kannst du den Eimer ein Stück weiter nach hinten verschieben.
    Das dauert einige Zeit, aber das Ergebnis ist éin Pferd, das freudig und selbstsicher den Hänger betritt.
    Und verabschiede dich von dem Gedanken, dass du immer als "Sieger" den Platz verlassen musst. Es geht hier darum die Angst deines Pferdes zu besiegen und um nichts anderes. Und die Angst, die besiegt ihr nur gemeinsam - nicht gegeneinander.

    Andere Methoden funktionieren auch, aber die meisten arbeiten damit, den Hänger als das geringere Übel darzustellen. Quasi die Wahl zwischen Pest und Cholera. Sowas mag ich meinem Pferd nicht antun und unserer Beziehung auch nicht.
    Der Hänger ist für ein Pferd eine echte Herausforderung, denn es muss sich völlig gegen seine Instinkte entscheiden, wenn es sich in ein so kleines dunkles schaukelndes Gefährt begiebt. DAS sollte man nie vergessen!

    P.S. Denkt dran den Hänger beim Üben immer anzukuppeln!

    Jupp, mehr Ausdauer. Dabei aber wirklich darauf achten, dass du ruhig bleibst und nicht auf seine "Spielversuche" eingehst - nur abwehren.

    Die Box kannst du, denke ich, problemlos weiter benutzen, ich glaube nicht, dass er sie negativ verknüpft hat und selbst wenn, so spielt es für euer Problem keine Rolle. Lass sie also ruhig stehen und nachts kann st du ihn auch weiter darin einsperren. Wobei ich auch finde, dass langsam der Zeitpunkt da ist, wo du die Tür auch Nachts geöffnet lassen kannst. Schläft er bei euch im Schlafzimmer?

    Ansonsten würde ich tatsächlich euer Programm zurückfahren. 10x täglich raus ist ja fast jede Std. und auch das Clickern würde ich auf 1x am Tag beschränken. Insgesamt einfach ein bißchen weniger Aktion, so muss er ja denken, dass ihr nur dazu da seid ihn zu bespaßen. Er muss auch lernen, wann ihr eure Ruhe wollt und er sich ruhig zu verhalten hat. Zwangsweises Wegsperren löst euer Problem da langfristig nicht.

    Fast 2 Stunden :schockiert:
    Dein Hund ist doch noch keine 16 Wochen!

    Kann es sein, dass du einfach zu viel machst un der Kleine deswegen völlig überdreht?

    Ich würde ihm ehrlich gesagt momentan gar nichts versuchen schmackhaft zu machen, das bringt viel zu viel Unruhe herein. Wichtig ist aber Ruhe, Ruhe und nochmal Ruhe, gerade dann, wenn dein Hund so überdreht und nicht zur Ruhe kommt.
    Ignorier ihn so gut es geht und beschränk dich darauf ihm nur das Wesentliche zu verbieten. Such dir selbst eine ruhende Beschäftigung, lies ein gutes Buch, geh an den Computer, schau fern ... komm selber zur Ruhe, dann fällt das deinem Hund auch deutlich leichter. ;)

    Zitat

    Den Unterschied sehe ich nicht in der Angstreaktion, sondern im auslösenden Ereignis. Der an Silvester angstauslösende Lärm ist in dieser Form im Jahr einmalig und man kann den Hund dem auch nicht entziehen, was es unmöglich macht, den Hund diesbezüglich schrittweise auf den Hund abgestimmt zu desensibilisieren.


    Jupp, da hast du recht. Gerade die Sylvesterböllerei ist natürlich schwer nur so zu dosieren, dass man vernünftig arbeiten kann. Da muss der Hund im Zweifel einfach durch, aber das gilt auch für andere mehr oder weniger alltägliche Situationen.

    Zitat

    Außerdem kommt der Lärm auch scheinbar von überall und nirgendwo. Bei den meisten alltagsgeräuschen kann ich den Hund vermitteln, "schau da kommt der Lärm her, aber es passiert nix" oder ich entferne mich einfach weiter von der Lärmquelle bzw. führe den Hund nur schrittweise heran. Das ist bei der Silvesterkracherei so nicht ohne weiteres möglich.


    Nah dann gehen wir da tatsächlich verschieden vor, denn ich zeige meinem Hund die bedrohliche Situation nicht. Es ist mir völlig egal, warum er Angst hat und das mein ich auch so ;) Ich finde es nicht schlimm, wenn er Angst hat, denn das ist ja eine völlig natürliche Reaktion, die im Zweifel lebensrettend sein kann. Daher empfinde ich Angst im Prinzip auch nicht als etwas Schlimmes, das man abtrainieren muss. Mir ist es wichtig, das mein Hund weiß, was er tun kann, wenn er sich ängstigt und genau das Wissen darüber, dass er immer die Möglichkeit hat sich in Sicherheit zu bringen, macht ihn selbstsicherer und weniger ängstlich.
    So sehe ich natürlich eine besonders hohe Belastung für den Hund, wenn er einer Situation ausgesetzt ist, die ihn über die Maße ängstigt, daraus würde sich aber von meiner Seite aus keinen Unterschied in meinem Handeln ergeben.

    Zitat

    Wie gesagt, grundsätzlich - also in alltäglichen "Angststituationen - handhabe ich es eigentlich genauso, wie Susami sagt, teilweise sogar nur mit Ignorieren ohne irgendwie auf die Situation einzugehen.


    Hm, ich gebe meinem Hund schon so viel wie er eben benötigt. Meist ist das einfach Nähe und Körperkontakt und genauso würde ich auch an Sylvester verfahren. Wenn mein Hund sich ängstlich an mich kuscheln würde, dann würde ich ihn mit Sicherheit beruhigend streicheln und ihn nicht einfach ignorieren oder gar aufstehen und andere "wichtige" Dinge tun. Aber das ist für mich eine völlig normale Reaktion und nichts, was ich an Sylvester speziell so tun würde.

    Zitat


    Genauso, würde ich es auch bei einer übermäßigen Angstsituation an Silvester machen, obwohl man das ja als bestärkende Handlung auffassen könnte. M.E. spielt das aber in einer solchen Situation nur eine untergeordnete Rolle, weil man die Angst wohl kaum noch wird steigern können und es wohl mehr darum geht, den Hund wieder "zurückzuholen".

    Bei Alltagssituationen würde ich aber wahrscheinlich so nicht vorgehen, da ich hier - meistens - andere Möglichkeiten habe, daran zu arbeiten.


    Nein, das Fixieren und Streicheln ist keine bestärkende Handlung, oder :???: Das Fixieren ist, denke ich, zunächst einmal sogar eher als bedrohlich anzusehen, ebenso das zwangsweise streicheln oder massieren. Es dient ja auch in erster Linie dazu den Hund vor sich selbst zu schützen, wenn er nur noch panikt.
    Ist der Hund noch aufnahmefähig, dann würde ich eine solche Reaktion egal in welcher Situation als völlig unnötig unter Umständen sogar als völlig verkehrt bezeichnen. Denn einen Hund, der sich ängstigt, aber noch gut weiß, was er tut oder zu tun hat, den würde ich niemals zwangsweise (eng) festhalten und zum Körperkontakt zwingen.
    Solange der Hund noch nicht völlig entrückt ist, dann lässt sich wunderbar mit den Dingen, die er selbst anbietet an seiner Angst arbeiten.

    Hier ist alles im grünen Bereich.

    Sascha lässt die Knallerei kalt, waren eben nochmal ne Runde draußen, alles wie immer, obwohl es hier an jeder Ecke kracht und knallt und sowas von neblig :irre:

    Naja, die Pferde haben sich jetzt auch erstmal wieder beruhigt. Die zwei Ponys fressen - Null Interesse für den Böllerkram über ihren Köpfen. :???: Die Pferde sind auch mittlerweile ruhig, stehen jetzt dösend auf dem Paddock. Mal schauen, um 12 geht es da wohl nochmal rund.

    Bei den Katzen, Kaninchen und Meerschweinchen ist alles okay und wie immer.