Beiträge von *Sascha*

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    Hilft es bei euch auch nicht den Jagdtrieb zu kanalisieren mit Dummytraining etc.?


    Sascha ist generell ein Hund, der sehr schwer zu motivieren ist. Es gibt Momente, in denen ist er absolut bei der Sache, fast schon übermotiviert und dann urplötzlich ist ihm alles sch..egal und dann ist gar nichts mehr zu machen. In der HuSchu fragen sie deshalb schon immer, ob ich Sascha dabei habe oder seinen Bruder. Er ist da wirklich extrem.
    So einfach lässt sich das also leider nicht umlenken.

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    Ich hatte es so verstanden, dass dein Hund nen Jagdtrieb wie so viele hat und einfach losdüst wenn was fortrennt. Wie gesagt, dass diese Triebigkeit dauerhaft sein kann, wusste ich nicht.


    Ja, wenn er, wie so viele Hunde nur losdüsen würde. :sad2: Mittlerweile habe ich es geschafft, dass er nur noch losdüst, aber das war harte Arbeit. Vor Sascha hatte ich einen Münsterländer-Mix ... Jagdhunde war ich also auch schon gewohnt ...

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    Das mit dem Leckerchen vor der Nase rumwedeln und keine Reaktion bekommen, kenne ich nur zu gut. Und kenne auch das Gefühl wie machtlos und scheiße man sich vorkommt.


    Ja, ich kenn es eben von der läufigen Hündin und vom Wild. daher kann ich es auch ganz gut vergleichen. ;) Das Verhalten und auch das Gefühl der Machtlosigkeit ist identisch.

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    Eigentlich dürftest du recht gut verstehen wie es mir ging. Eigentlich solltest du dann auch verstehen können, warum ich diese Maßnahme ergriffen habe!


    Und ob ich es verstehe. In dieser Beziehung hat mir der Jagdtrieb meines Hundes geholfen, denn er hat mir gezeigt, dass es einen Weg geben MUSS diese Triebe unter Kontrolle zu bekommen, ich musste daran arbeiten und hatte keine Alternative. Ich hab immer gesagt, solange der Sexualtrieb nicht schlimmer wird wie der Jagdtrieb, ist alles im grünen Bereich. :lachtot:

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    Jagdtrieb hin oder her, da macht man den Hund an die Leine und gut ist.


    Aha, wenn das so einfach wäre, dann hättest du es so doch auch mit dem Sexualtrieb handhaben können. :?
    Wie gesagt, Sascha war nicht ansprechbar, wenn er Wild in der Nase hatte und der entsprechende Bereich begann direkt hinter dem Ortsschild und das nicht nur 4 Wochen sondern 365 Tage im Jahr! Mein Hund war auf dem Spaziergang nicht ansprechbar, es sei denn ich bin im Dorf oder in der Stadt spazieren gegangen! Wiese hieß Leine und zwar überall, 365 Tage im Jahr.

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    Jetzt wo du sagt, dass es mit 3,5 Jahren besser wurde...so lange hätte ich nicht warten wollen.


    Der Jagdtrieb wurde kontinuierlich extremer bis er so 2,5/3 Jahre alt war. seitdem wird es besser. Weißt du, was das für ein Gefühl war als der Hund zum ersten Mal auf einer Wiese ein Leckerlie im Gras gesucht hat? Früher hat ihn nicht einmal der Pansen vor der Nase interessiert und da hatte er nicht einmal Wild vor der Nase.
    Den Sexualtrieb :ka:, den hab ich nie als so schlimm empfunden, eben weil ich Saschas Jagdtrieb eben schon kannte. Er hat einen starken Sexualtrieb, aber der war im Prinzip immer händelbar, auch weil er super viel Frusttoleranz und Impulskontrolle hat, eben wegen dem Jagdtrieb.

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    Wohingegen ich mit einem Hund mit Jagdtrieb schon leben könnte, da ich ihn einfach an die Leine nehmen kann und das Problem somit gegessen ist.


    Darf ich mal laut lachen? Dann hattest du noch nie einen Hund mit wirklich starkem Jagdtrieb. Ein solcher Hund ist auf der Jagd, sobald du das Haus verlässt. Aber wenn es für dich die Erfüllung ist einen Hund an der leine zu haben, der dich ignoriert, nicht ansprechbar ist ... :ka:

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    Im ganzen würde ich der Hündin aber nochmal eine Chance geben - so schlimm, wie sich das manche hier wieder ausmalen ist das allein anhand deiner Aussagen nicht.


    :gut:

    Ich frage mich auch gerade wieder, warum hier einige sofort auf den Züchter schimpfen, obwohl sie ihn weder kennen, noch wirklich Ahnung von der Zucht im SV haben ... :/

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    Blöde Frage:
    Könnte man Rüden nicht quasi auch nur sterilisieren?
    Denn Eier ab finde ich nur damit es keinen Nachwuchs gibt doch etwas zu hart...
    Macht man bei Menschen ja auch nicht-
    Gibt es sowas auch bei Rüden?


    Kann man. Viele TÄ weigern sich aber, weil eine Sterilisatiaon nur die Fortpflanzung verhindert, was im Prinzip ja nur bei Rudelhaltung oder unkontrolliertem Freilauf eine notwendige Indikation ist.
    Sleipnirs Rüde ist z.B. sterilisiert, da er auch noch eine intakte Hündin im Haushalt hat.

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    Das ist ja en lustiger Thread!
    Aber ich frag mich mittlerweile auch warum die Leute immer wild drauflosraten noch bevor man das Wort Mischling ausgesprochen hat. :???:


    Stört euch das?
    Also ganz ehrlich, mir ist es völlig egal, welche Rassen in meinen Hund hineininterpretiert werden. :?
    Zeugt doch auch von Interesse, ich gebe da gerne Auskunft und kläre auf. ;)

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    Gegen dieses "völlige abschalten" war ich machtlos. Mein Hund hat mich nicht mal mehr anschaut wenn ich ihn angesprochen habe. Und egal was ich mir für Spielchen oder Aufgaben überlegte um seine Aufmerksamkeit wieder auf mich zu lenken, bzw. mich interessant zu machen...es dauerte mindestens 3 Wochen bis es irgendwie fruchtete und dann ging es mit der nächsten Begegnung wieder von vorn los. Ich weiß nicht, ob du dir vorstellen kannst wieviel Kraft ich in dieser Zeit in den Hund gesteckt habe.


    Das Problem kannst du aber nicht nur beim Sexualtrieb haben. Was machst du, wenn dich der Jagdtrieb voll erwischt?
    Mein Hund zeigte dieses Verhalten sowohl, wenn er Wild in die Nase bekam, als auch, wenn er eine läufige Hündin roch.
    Es ist viel Arbeit, aber es lässt sich in den Griff bekommen und dass ich persönlich noch nicht alles im Griff habe, das liegt nicht am Trieb meines Hundes, sondern einfach daran, dass ich noch nicht kompetent genug bin. Ich brauche einfach viel länger diese Dinge zu regeln und in die richtige Bahn zu lenken als andere kompetentere Menschen.
    Und ja, mir war auch schon das ein oder andere Mal zum Heulen. Nur hilft mir eine Kastration eben auch nicht, weil es bei Sascha nicht nur der Sexualtrieb, sondern eben zusätzlich in noch extremerer Weise der Jagdtrieb ist, der ihn völlig aus der Bahn wirft und für nichts mehr aufnahmefähig macht.
    Sascha ist jetzt 3,5 und seit einem halben Jahr merke ich endlich, dass es aufwärts geht, auch mit dem Jagdtrieb, ich komme endlich an ihn ran.
    Der Sexualtrieb war dagegen ein Witz und ja, auch der ist bei ihm ausgeprägter als bei anderen Rüden.

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    DANKE für den Beitrag. Diese Überlegungen hatte ich auch schon so im Hinterkopf, WARUM dennoch so ein guter Zuchthund SO billig ist.


    Guter Zuchthund?
    Wenn sie für die Arbeit nicht geeignet ist, dann sollte sie wohl eher auch nicht in die Zucht.
    Im Norden sind Tiere generell billiger, gerade in den "letzten Ecken Deutschlands". Der "einfache" Schäferhund kostet eh nicht die Welt.

    Vielleicht kontaktierst du mal sarah1982, die kommt aus der Ecke (naja, bisschen weiter nördlich) und kennt sich ein wenig in der Szene aus.

    Wenn du nicht unbedingt auf einen Welpen festgelegt bist, dann verstehe ich gar nicht, was gegen die junge Hündin spricht? :?

    Du schilderst, dass sie vom Züchter gut geprägt wurde und deinen Erwartungen entspricht. Die Spaziergänge sehr zu deiner Zufriedenheit ausgingen.
    Bei der Hündin weißt du, dass die Hüften (Ellenbogen?) in Ordnung sind und auch, wie sie sich vom Wesen her entwickelt hat. Sie nicht für den Sport (VPG) geeignet ist, daher als "Familienhund" abgegeben werden soll und du dir in dieser Beziehung wohl keine Gedanken machen musst, plötzlich einen "Spezialisten" vor dir sitzen zu haben, der richtig gefordert werden will.

    Ein Welpe ist immer so ein wenig "die Katze im Sack".
    Ein Junghund vom Züchter dagegen häufig "die sichere Bank".

    Ein guter Züchter wird euch auch weiterhin mit eurem Hund unterstützen und hat in der Regel euch eh schon mit Bedacht genau für diese Hündin als passend ausgewählt.

    Ich hatte bisher nur Rüden, kann also wenig zu den Unterschieden sagen.

    Was mir allerdings immer wieder auffällt, ist, dass viele Halter mit dem durch die sexuelle Reifung bedingten Verhalten eines heranreifenden Rüden überfordert sind. Zunächst das stärker werdende sexuelle Interesse für das andere Geschlecht, das häufig eben auch darin gipfelt, dass der Rüde kaum noch ansprechbar ist und die bisherige Erziehung als nicht vorhanden betrachtet werden darf und schließlich mit weiter zunehmender Reife auch das Konkurrenzverhalten anderen Rüden gegenüber.