Beiträge von *Sascha*

    Ich habe kein mal erlebt, dass es schief ging. Kein einziges Mal. Was ich erlebt habe, waren Stürze. Zum Beispiel in der kurzen Flucht, weil der Hund den Helfer mit den Beinen in die Knie gesprungen ist. Und selbst da ging niemals etwas schief. Kein Hund hat in solchen Momenten den stürzenden Helfer angenommen. Die gingen immer in die Beute. Selbst die „verrückten“, die im Alltag mit Menschen tatsächlich nicht ganz einfach sind.

    Das würde ich auch nicht vermuten, der Hund weiß doch ganz genau, dass der Ärmel die Beute ist und nicht der Mensch, der ist ja nicht blöd. Meine Überlegung ging eher in die Richtung, dass wenn nicht wirklich kleinlich zwischen Alltag und Platz getrennt wird, der Hund im Alltag auf Situationen stoßen könnte, in denen er eine Trainingssequenz annehmen könnte, weil sich ein Mensch ähnlich einem Helfer verhält und der Hund etwas anderes mit dem Ärmel verwechselt.

    Rütters Kritik geht ja auch in die Richtung, wenn ich es richtig verstehe. Also dass er glaubt, dass es den Hund gefährlicher macht, wenn er diesen Sport ausübt.

    Ich glaube eher, die Kritik bezieht sich insbesondere darauf, dass für diesen Sport Hunde gebraucht (oder zumindest gewünscht) werden, die so hoch im Trieb stehen, dass sie kaum mehr alltagstauglich sind und er dies auch für die Hunde als nicht mehr angenehm empfindet.

    Außerdem kann ich mir vorstellen, dass dieser Sport aufgrund der "coolen" Tatsache, dass hier Hunde ganz "cool" beißen, auch häufig leider eine bestimmte Klientel an HH angezogen wird. Im Endeffekt habe ich in diesem Sport einen ziemlich reizempfänglichen, beutegeilen Hund, der seine Beute auch noch direkt am Menschen findet. Mein Gefühl sagt mir, dass das einen sehr vernünftigen und durchdachten Aufbau braucht, damit das nicht fehlverknüpft wird und unter dem Strich bleibt es trotzdem ein sehr reizempfänglicher, triebiger Hund, selbst wenn er perfekt im Gehorsam steht.

    Grundsätzlich finde ich aber, dass jeder, solange es Mensch und Tier gut tut und auch keine übermäßige Gefährdung der Gesellschaft vorliegt, seine Freizeit so verbringen kann, wie es ihm gefällt und man braucht daher mMn auch keine Gründe für einen Sport, sondern es käme auf die Begründung der Gegner an, warum ein Sport eben nicht erlaubt sein sollte.

    Hm, bei mir wären es zwei Dinge, die mich am Schutzhundesport zweifeln lassen würden. Einmal ist das die enorm hohe Trieblage der Hunde und ihre Beutefixiertheit. Das zweite wäre bei mir die Frage, ob es unter bestimmten Voraussetzungen nicht doch zu Verwechslungen beim Hund kommen kann, sodass der Hund in etwas am Menschen beißt, dass er für den Arm hält.
    Das sind nur meine laienhaften Überlegungen dazu, ansonsten habe ich keine echte Meinung dazu, da ich weder positive noch negative Beispiele kenne, tangiert meine Lebensrealität halt gar nicht.
    Objektiv betrachtet, braucht man zivilen Schutzhundesport wahrscheinlich einfach nicht, das muss aber ja nicht bedeuten, dass man ihn nicht ausführen darf. Es gibt ja viele Dinge, die Spaß machen, aber objektiv gesehen, nicht notwendig wären, das ist für mich also kein Argument.

    Eine zu hohe Trieblage halte ich generell aber für problematisch, insbesondere im Sport. Ist da für mich neben dem gesellschaftlichen Aspekt eben auch die Frage, ob es für die Hunde so angenehm ist, weil es natürlich auch immer schwieriger wird (manchmal wohl auch unmöglich), den Hund durch Erziehung, Ausbildung und Auslastung zu befähigen seine Triebe kontrollieren zu können.

    fliegevogel naja reihenmittelhaus… gibt zwar niemanden drüber aber direkt daneben. Aber ist doch erziehungssache?? Unser Hund schlägt auch an, der ist anfangs leise und wenn man dem sagt er soll aufhören dann steigert er sich auch nicht rein, sonst würde er auch mal laut bellen

    Dem Spitz das Anschlagen zu verbieten, das wäre wie dem Husky das Laufen zu verbieten. Spitze sind toll, aber wachen und auch "Alarm schlagen" müssen sie dürfen. Das ist ihr Job und es wäre unfair einem Spitz das abtrainieren zu wollen.

    Ich hatte das so verstanden, dass deine Frau gerne einen Hund hätte, der ihr abends im Dunkeln in der City etwas mehr Sicherheit gibt.

    Mal ganz nebenbei bemerkt: Ich fühle mich mitten in der City nachts sicherer als irgendwo in der Pampa. Das gilt besonders in Stadtteilen, die niemals schlafen und/oder wo es immer irgendwelche Kneipen/Tankstellen/Kioske/Dönerläden gibt, die offen haben. In abgelegeneren Teilen einer Großstadt ist der Unterschied zum ländlichen Wohnen nicht sehr groß.

    Darüber habe ich tatsächlich auch schon einmal mit einer Bekannten philosophiert. Sie aus der Großstadt, ich aus dem Kuhdorf. Ihr ging es auch so, dass sie sich in der Stadt sicherer fühlte und ich mich auf dem Land.
    Ich denke, dass es auf dem Land eben nur eine geringe Wahrscheinlichkeit gibt, überhaupt jemanden zu treffen ... deswegen selbst wenn anteilig hier mehr Gewaltverbrecher im Dunkeln herumlaufen würden, die Wahrscheinlichkeit aufgrund der wenigen Menschen in der Summe eben doch viel geringer ist.

    Wir suchen keinen Hund vor dem Menschen Angst haben!!!!! Wir hätten einfach gerne einen großen (ab 50cm) Hund

    🙄

    Ich hatte das so verstanden, dass deine Frau gerne einen Hund hätte, der ihr abends im Dunkeln in der City etwas mehr Sicherheit gibt. Daher mein Beitrag, dass schwarze Hunde auf die meisten Menschen abschreckender wirken, ganz egal wie sie sich verhalten. Das war absolut gar nicht negativ gemeint, bzgl. des Wunsches, dass man sich mit Hund sicherer fühlen möchte. Das finde ich auch völlig in Ordnung, zumal du ja schreibst, dass ihr kein Schutzverhalten und keinen "aggressiven" Hund möchtet.
    Ich will euch damit auch nicht den netten schwarzen Labrador aufschwatzen, es war nur ein Hinweis von mir, dass der schwarze freundliche Labrador, objektiv gesehen, mehr Sicherheit geben wird als z.B. ein reservierter weißer plüschiger Samojede.

    Ihr habt ja Recht, wollte hier auch keine Diskussion aufmachen. Große Hunde haben nicht an der Leine zu toben und auch nicht am Zaun zu pöbeln. Ich finde das ja auch schrecklich wenn man sich einen schönen, großen Hund holt aber seine Umwelt damit in Angst und Schrecken versetzt.

    Habe mich nur ertappt gefühlt, weil das noch die große Baustelle bei uns ist. „Erst“ acht Monate, aber wenn er an der Leine zieht, weil er unbedingt zu einem anderen Hund hin will, habe ich immer Angst, dass andere Hunde (und Besitzer) das negativ als großer dunkler Hund abspeichern. Was wahrscheinlich auch passiert. Im Moment sind wir kein wandelndes Werbeschild :woozy_face:

    Nö, ich meinte das tatsächlich eher ironisch. Klar müssen große Hunde so erzogen werden, wie es kleine sollten, aber mir ist da häufig zu viel Gefühlsduselei dabei. Der Chihuahua darf hinter dem Zaun ausrasten, der Schäferhund aber nicht. Der JRT darf den Passanten anbellen und knurren, der Rottweiler aber nicht. Nö, ich finde Hund ist Hund und zum Thema Zaun und Territorialität. Das sind Hunde, die sind territorial und in einem Industriegebiet sollte das bei passendem Zaun doch auch völlig in Ordnung gehen. By the way, wer hat eigentlich den Zaun errichtet und wieso darf der Hund dann nicht auch sagen, dass hier eben sein Revier beginnt? Manchmal finde ich, sind wir einfach so weit weg von dem, wofür Hunde ursprünglich mal gehalten wurden, dass es mich manchmal wirklich erschreckt.

    Hier boomen seit einiger Zeit GSS, allerdings meist tatsächlich als Hofhund gehalten und zum Glück begegnet man denen selten draussen beim Gassi, da sie allesamt unterzogen sind und heftig rumpöbeln und ich dann immer hoffe, die Leine reißt nicht und der HH kann die auch halten.

    Ab wann ist unerzogen und bis wann ist „ach wie süß, dass ist ja noch ein ganz junger Wilder“? Frage für einen Freund :shushing_face:

    Das verändert sich proportional zur Größe des Hundes ...

    Hier ist es eigentlich recht bunt gemischt, finde ich.

    Wir haben viele Border Collies, aufgrund der hiesigen Schafhaltung, also dann tatsächlich meist als Hüte- und Hofhunde gehalten. In den Mixen gibt es dadurch halt auch recht viel Border Collie.
    Die Jäger führen hier in der Regel Deutsch-Kurzhaar.

    In den privaten Haushalten trifft man überproportional Labradore und französische Bulldoggen an und leider auch sehr viel unerzogene, fette, Flexi-Leinen JRT s. Ansonsten finde ich es echt bunt gemischt. Viele verschiedene passende und weniger passende Rassen. Entlebucher und Appenzeller würde ich jetzt auch als eher "neu" verorten.

    Ich habe jetzt noch nicht alles gelesen, aber ich verstehe es so, dass ihr eigentlich einen netten alltagstauglichen Hund sucht, vor dem fremde Menschen erstmal Angst haben. Da bieten sich schwarze große Hunde erstmal an und ein schwarzer Labrador z.B. ist tatsächlich ein Hund, bei dem vielen Menschen erstmal vorsichtig sind und auf Abstand gehen. Ich würde also tatsächlich eher zu einem schwarzen Hund oder einem Hund mit sehr dunkler Maske am Kopf tendieren.