Ich weiß nicht ob ich da starten würde wenn ich ständig Angst haben müsste, dass einer der anderen Hunde meinen Hund angeht. 
Man gibt, bei seiner Anmeldung an, wie schnell man sich einschätzt. Von Kader Niveau bis hin zu Schnecke (also nennt sich was anderes, aber das ist grundsätzlich gemeint).
Normalerweise wird man dann, anhand der Selbsteinschätzung, relativ gut einsortiert. Es kommt dann zwar schon zu ein paar Überholungen, aber grundsätzlich ist man ähnlich schnell.
Normalerweise gilt beim vdsv der Leitsatz "gemeinsam fahren, getrennt werten", das bezieht sich auf die reinrassigen nordischen, die nun einmal deutlich langsamer wie die Hounds sind. Bei normalen rennen sind immer nur ne Handvoll reinrassige da und die sind meistens Team Schnecke, oder werden, genau wie die anderen, dem Niveau entsprechend einsortiert.
Auf rennen, wo im Verein die Mehrheit reinrassige haben, werden die reinrassigen (insbesondere wenn starker Publikumsverkehr herrscht) ans Ende gepackt. Passt theoretisch auch, weil die reinrassigen auch oft nicht mit den langsamen Hounds mithalten können.
Hat man keinen Hound wird man überholt. Normalerweise ist das auch kein Problem. Die meisten Hunde sind sauber und überholen vernünftig.
Auch wenn es ein bisschen wie rassebashing klingt, es ist keins. Huskys sind..... Anders.
Die trödelhuskys sind einsame Spitze. Die finden Siri allesamt toll. Also im wirklichen netten Bereich.
Viele schnelle Huskys sind auch völlig ok, aber die schnellen Huskys neigen ganz arg dazu, gerade bei kleinen Hunden, ins jagen zu kippen.
Beim Laufen ist das ganze kein Problem, da man gut eingreifen kann. Beim biken und scootern sollte das einfach nicht passieren. Aber wir reden von Hunden und nicht von Maschinen. Es kann halt immer mal was sein, besonders, wenn man vorher durch einen Tierpark fährt.
Theoretisch hätte ich die Möglichkeit, die musher im Ziel mündlich zu melden und innerhalb von einer Stunde auch schriftlich Protest einzulegen.
Letztes Jahr hab ich mich tatsächlich im Nachhinein geärgert, denjenigen nicht gemeldet zu haben, dieses Jahr bin ich mit meiner Entscheidung, das nicht gemacht zu haben, völlig fein.
Der zweite Übergriff war "nur" ein bewusster rempler und ein aus bremsen vom Hund. Da war nix schlimmes, der erste Übergriff war heftig, wenn auch die Anfänge absolut spielerisch waren (und Siri auch drauf eingestiegen ist). Der musher war absolut untröstlich, seine Hündin hat dieses Verfahren noch nie an den Tag gelegt, er war, genau so wie ich, völlig überfordert mit der Situation (und nein, der Hund hat nicht gebissen).
Ich habe das Video einer Freundin von rinski und mir gezeigt, die ebenfalls reinrassig startet (sie hatte sorge, dass es sich um einen vollbruder von ihrem Rüden handelt). Die hat bei den reinrassigen Rum gefragt wer das war (leider auch, in dem sie das Video gezeigt hat). Der musher hat, von Seiten der reinrassigen mitstarter, gehörig einen Einlauf bekommen und ist zusätzlich vom Rennleiter auf Seite genommen worden, für ein kurzes Gespräch. Er versucht nun raus zu bekommen, warum sein Hund so reagiert hat und wird entsprechend daran arbeiten. Die Hündin ist noch nicht ganz 2 Jahre alt und er hofft, dass er raus be ommt, woran es gehapert hat.
Normal ist es also eigentlich nicht und wir hatten auch sicher 5-6 Überholungen, die so abgelaufen sind, wie man hier im Video sehen kann.
Siri hat auch im Anschluss keinerlei Anzeichen gehabt, dass ihr das Verhalten nachhängt (letztes Jahr tatsächlich schon), weswegen ich tatsächlich davon ausgehe, dass Siri das ganze als grobes Spiel abgehagt hat. Sie hat grundsätzlich nämlich ein sehr gutes Gespür dafür, wie der andere Hund drauf ist.
Aber ich habe auch schon gesagt, wenn ich nicht hinter den reinrassigen dort starten darf, werde ich dort nicht mehr an den Start gehen. Mir ist das Risiko, dass evtl nicht doch etwas passiert, zu groß. Insbesondere, weil Siri mit 7,5 Jahren nun auch nicht mehr die jüngste ist und nächstes Jahr dann ja schon fast 9 ist.