Niemand ist verpflichtet, Waren, welcher Art auch immer zu festgelegten Preisen ab zu geben (ich glaube einzig ausgenommen sind Arzeneimittel, die unterliegen staatlicher Preiskontrolle)
Bücher gehören auch noch dazu.
Okay, ich glaube, meine Frage war falsch formuliert (freie Marktwirtschaft ist mir klar). Bzw. nein, dann hapert es meines Erachtens an der Begründung der Züchter, bzw. es muss einfach mehr Ehrlichkeit herrschen.
Dann muss es eigentlich weggehen von "Ich muss meine Kosten decken und es bleibt eh nichts hängen" zu "Ich züchte eine Marke (aka Rasse mit bestimmten Eigenschaften) und verlange den entsprechenden Mehrwert".
In meinen Augen ist das Problem einfach, dass hier Gewinn unter falschen Gründen erzielt wird.
Kostendeckung kann nicht hinhauen, wenn eine vergleichbare Rasse wesentlich weniger kostet.
Liebhaberei kann nicht hinhauen, wenn eine vergleichbare Rasse wesentlich weniger kostet.
Beides spielt mit rein, aber dann fände ich Ehrlichkeit von Züchterseite nett, ala "Ich züchte, weil ich die Rasse voranbringen will, weil ich Menschen mit diesen Hunden beglücken will, weil ich diese Hunde so toll finde. Mit dem Betrag x decke ich meine Kosten. Den Betrag y verlange ich, weil der Marktpreis im Moment entsprechend ist und ich die größtmögliche Gewinnspanne nutzen will/weil meine Leistung diesen Wert hat."
Hier würde es dann auch eine erhöhte Transparenz (und vielleicht auch Akzeptanz) für den Kunden geben. Er kann sich ein Bild davon machen, welcher Betrag tatsächlich für die Zucht notwendig ist, und welchen Betrag er dazu zahlt, weil er den Züchter so gut findet.
(Wobei es meiner Meinung nach sowieso sehr an Transparenz in der Wirtschaft fehlt...)
@Rübennase
Ich nutze gerne mal etwas übertriebene Formulierungen, um die beiden Extreme aufzuzeigen. Das nicht jeder, der einen höheren Preis als die Konkurrenz ansetzt, direkt ein skrupelloser, geldgeiler Arsch ist, ist mir klar ![]()