Beiträge von Monstertier

    Hm, irgendwie tut sich hier gar nichts :???: Dann fang ich mal an:

    Ich bin noch nicht sehr weit, so vielleicht 20, 30 Seiten, muss aber sagen, dass ich mir schwer tue. Ja, es soll wie ein Märchen daher kommen, aber mir ist Momo zu perfekt. Ohne sie läuft gar nichts, die Menschen können ihre Probleme nicht lösen, die Kinder nicht fantasievoll spielen. Ich finde es irgendwie... doof. Jeder mag sie, obwohl sie eigentlich relativ charakterarm ist. Lieb, nett, trotzdem wild, Pippi Langstrumpf in zahm, sozusagen.

    Ich bin mal gespannt, wie es sich weiter entwickeln wird, aber mein Lesetempo wird wohl relativ langsam bleiben. Gut, dass das Buch nicht sehr umfangreich ist |) Und ich hoffe einfach mal, dass ich es nicht abbreche.

    Hm, ich begehe ja gerne den Fehler, Rezensionen zu Büchern zu lesen, die mir entweder gut oder überhaupt nicht gefallen haben. Häufig - zum Beispiel jetzt bei "Der Circle" - gilt es als Negativpunkt, wenn ein Buch nicht spannend ist. Ich empfand "Der Circle" ebenfalls nicht als spannend, was aber dem Lesetrieb keinen Abbruch getan hat. Deswegen:

    Muss ein Buch für euch spannend sein? Und was ist "spannend"? Ist es schon spannend, wenn man unbedingt weiterlesen möchte?

    Ich habe zum Beispiel eine große Abneigung bei der künstlich erzeugten Spannung in Thrillern. Dan Brown war so ein Kandidat, der bei jedem Kapitelende noch einen Cliffhänger einbauen musste. Aber auch eine Spannung über ein Geheimnis, das permanent angedeutet wird, nervt. Dafür gefiel mir die Spannung in "Das Mädchen mit dem Perlenohrring", diese Neugier, was passieren wird, ohne von der Geschichte voran gehetzt zu werden.

    Wie sieht das bei euch aus?

    Ich suche auch gerade nach einem Buch aus einem anderen Kulturkreis und bin auf Arundhati Roy "Gott der kleinen Dinge" gestoßen.
    Kennt das jemand bzw. kann etwas empfehlen?

    Ich kann nur sagen, dass es bei mir auch auf dem Stapel liegt |) Würde mich also über deine Meinung freuen :D

    @Stachelschnecke
    Leider ist es mit den Winzverlagen auch schwierig. Die müssen entweder auf Masse oder auf billig setzen. Und gerade Übersetzungsprogramm aus nicht sehr verbreiteten Sprachen sind dann auch noch teurer. Aber falls du einen empfehlenswerten Verlag findest, sag Bescheid :D

    @Stachelschnecke
    Mein Japanisch ist auf absolutem Grundlagenniveau, aber bei einigen Sachen reicht es, um zu wissen, dass etwas grad nicht sehr elegant übersetzt wurde. Und ich hab den Vergleich von den Werken, die bereits vor 15 Jahren übersetzt wurden, und den aktuellen. Ich müsste nochmal die früherigen Titel lesen, um das 100% sagen zu können, aber ich hab tatsächlich das Gefühl, dass die Übersetzung nicht sehr gut ist. Zufälligerweise ist bei den Titeln auch immer der selbe Übersetzer gewesen |) Irgendwann will ich mein Japanisch aber auf ein entsprechendes Niveau bringen, dass ich die Bücher wirklich im Original lesen kann.

    Kann ich mir gut vorstellen. Aber bei allem, was nicht Englisch als Ausgangssprache hat, wird eh immer sehr selektiv übersetzt. Finde ich sehr schade. Ich würde gerne viel mehr Bücher aus anderen Nationen lesen.
    Viel liegt ja auch an der Qualität des Übersetzers. Ursula Gräfe wird zum Beispiel als die Übersetzerin von Murakami sehr hoch gehandelt. Die macht das wohl richtig, richtig gut. Aber bei anderen Titeln... merke ich zum Beispiel auch im Mangabereich. Eine flüssige Übersetzung ist manchmal richtig schwierig.

    Oh, da bin ich aber gespannt wie dir 'Geständnisse' gefällt! Ich versuche mich ja gerade so ein bißchen in die asiatischen Autoren vorzutasten (ganz vorsichtig), und das Buch hat mir zum Einstieg wirklich gefallen. Besonders der Anfang, der, wie du sagst, ja ziemlich ungewöhnlich ist.

    Also, Birk kommt dann danach zu dir, sehr schön. Wenn sich sonst keiner mehr meldet würde es danach ja zu mir nach Hause wandern. Wenn du magst kannst du dir viel Zeit lassen und dann 'Unterleuten' mitschicken, sobald du es irgendwann gelesen hast. Und ich könnte dir jetzt jederzeit 'Leere Herzen' schicken. =)

    Gerne. "Birk" und "Unterleuten" steht dann nach "Geständnisse" an. Ich lese immer in der Bahn zur Arbeit bzw. von der Arbeit, was leider maximal eine Stunde am Tag ist, aber so komm ich wenigstens überhaupt mal wieder zum lesen :D

    Hast du denn "Kirschblüten und rote Bohnen" schon gelesen? Ich könnte mir vorstellen, dass es dir gefällt. Kann es dir auch leihen, wenn du willst :D "Der Dieb" von Funimori Nakamura wäre vielleicht auch was. Meine Lieblingsautorin ist ja in dem Bereich Banana Yoshimoto, aber da muss ich sagen, die letzten Werke sind - was aber vermutlich an der Übersetzung liegt - nicht so toll. Liegt in meinen Augen aber tatsächlich hauptsächlich an der recht holprigen Übersetzung, die macht einiges kaputt :/

    Nö, macht nix. =)

    Hat denn sonst noch jemand Interesse an dem Buch?

    Ich! So, wie ihr drüber schreibt...

    Und wenn es vorher bei @Nesa8486 ist, könnte sie vielleicht noch das eine Jugendbuch dazu legen, dessen Titel ich natürlich wieder vergessen habe? :pfeif: Wäre sehr lieb =)


    Neben "Momo" habe ich jetzt für die Challenge "Geständnisse" von Kanae Minato angefangen. Ich bin sehr gespannt, der Anfang ist jedenfalls schon recht ungewöhnlich für westliche Verhältnisse.

    Ich finde es ziemlich gut gemacht, das keine offensichtliche Kritik genannt wird, bzw. auch positives genannt wird. Ich will nicht zu viel erzählen. Das Ende ist jedenfalls überraschend! Schreib unbedingt, wenn du fertig bist, wie du es fandest!

    Fertig... sehr lesenswert. Für alle, die die aktuelle Social Media-Entwicklung kritisch sehen, aber auch für alle anderen. Als erstes ist mir da übrigens Amazon eingefallen, die ja auch immer mehr Dienste anbieten und vereinen wollen (seit neuestem machen sie ja einen auf Bank :ugly: )

    Ich pack mal den Rest in den Spoiler:

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    Das Ende hat mich ehrlich gesagt nicht überrascht. Es ist eine logische Konsequenz aus der Entwicklung vorher. Mae hat sich so rigoros in eine Anhängerin des Circle verwandelt, dass mich jeder kurzfristige Meinungswechsel doch sehr überrascht hätte. Nicht mal Mercers Selbstmord oder die Abkapselung ihrer Eltern hat bei ihr irgendwie etwas bewirkt.

    Ansonsten fand ich es sehr gut. Normalerweise werden solche Geschichten ja aus der Sicht der Rebellen und Kritiker erzählt. Jetzt, aus der Sicht einer glühenden Anhängerin, bekommt man nochmal einen ganz anderen Blick darauf. Vor allem haben sie halt leider sehr gute Argumente. Aus einer rationalen Sichtweise ist ein totalitäres (Überwachungs-)System mitunter durchaus das Optimum für eine friedliche Gesellschaft. Voraussetzung ist hier immer, dass die Machthaber ihre Macht nur subtil einsetzen. Das System funktioniert halt nur, solange sich jeder an das System hält. Und natürlich geht da die persönliche Freiheit etwas flöten...

    Hast du den Film gesehen? Ist er denn empfehlenswert?