Beiträge von Monstertier

    Sorry, abraxas61 , ich habe den Jungen im gestreiften Pyjama gemeint. So wie sich das hier liest, dürfte das zu heftig für ein junges Mädel sein.

    Ich hätte als 13jährige kein Problem damit gehabt, deswegen kommt das sehr auf das Kind drauf an. Zum einen wird das sehr kindlich erzählt, zum anderen nehmen Kinder die Schwere des Themas nochmal ganz anders auf. Ich finde es also durchaus empfehlenswert für das Alter, vor allem für interessierte Jugendliche mit dem entsprechenden Background.

    Kam heute an einer kleinen Buchhandlung vorbei und wurde tatsächlich fündig :applaus: Meine Ausbeute:

    - "The Hate U give", Angie Thomas

    - "Swing Time", Zadie Smith

    - "Kapital", John Lanchester

    - "Die Genies der Lüfte", Jennifer Ackerman (Sachbuch)

    "The hate u give" ist klasse, und ähnlich auch der Nachfolger "On the come up". Ich lese ja viele Jugendbücher, aber welche über die Probleme der schwarzen US - Bevölkerung im Allgemeinen und die der schwarzen Jugendlichen im Speziellen hab ich bisher noch nie gesehen /gelesen. Gerade vor dem Hintergrund von Black Lives Matter, aber natürlich auch schon vorher, sind beides unheimlich wichtige Bücher, um die Lebensrealität und die tagtägliche Diskriminierung aufzuzeigen.

    Wie veganisierst du sie? Ich mag die auch voll gerne u hätte nix gg eine vegane Variante =)

    Das ist die beste vegane Käse Lauchsuppe! Die machen wir so oft, weil sie einfach geil ist. :applaus:

    Die hab ich auch gerne gemacht, die ist super :D

    Erinnert mich nur immer daran, als ich mal meiner Familie davon erzählte, was in etwa so klang:

    "Käse-Lauchsuppe mit Hackfleisch, voll lecker, selbst mein Allesesser-Freund mochte die. Die hab ich halt nur ohne Lauch gemacht. Und ohne Käse. Und ohne Hack..."

    Und meine Schwägerin (zu meinem Freund): "Was hat sie dir denn serviert? Wasser?"

    Aber, Tatsache, die vegane Variante hat bisher auch allen Nicht-Veganern geschmeckt xD

    "Was vom Tage übrig blieb" hab ich vor einiger Zeit gelesen und es hat mich nachhaltig beeindruckt. Nun wartet "Maler der fließenden Welt" auf meinem SUB. Bei "Alles was wir geben mussten" habe ich Bedenken, ob es mir zu bedrückend sein könnte.


    Ich habe "Meine geniale Freundin" von Elena Ferrante begonnen. Werde aber nicht so recht warm damit und komme daher auch nicht so recht voran. Ich lese aber weiter.

    Bei "Alles, was wir geben mussten" ist zwar die Thematik, die dahinter steckt und sich natürlich durch die Geschichte zieht, bedrückend, aber nicht die Erzählweise und die Geschichte. Hier geht es um Kathy, Ruth und Tommy, und deren Beziehungen, Auf und Abs, das Erwachsen werden. Die eigentliche Thematik bleibt relativ lange im Hintergrund und eröffnet sich auch nicht wie ein "Bämm", sondern schleicht sich nach und nach ein. Auf jeden Fall lesenswert und in meinen Augen nicht wirklich deprimierend.

    Aber ich bin gespannt, was du zu "Maler der fließenden Welt" zu erzählen hast. Ich würde ja gerne alle Bücher von ihm lesen, befürchte aber möglichen Qualitätsschwankungen und damit enttäuschten Erwartungen :/

    Nesa8486

    Ja, Geständnisse fand ich auch großartig, auch wenn natürlich noch ein Stück japanischer. Aber die Erzählweise ist ebenfalls relativ nüchtern-sachlich, und die Geschichte baut sich ebenfalls puzzleweise auf, wenn auch natürlich trotzdem anders.

    In diesem Zusammenhang fällt mir grad auf, wie interessant eigentlich der Kontrast ist. Die japanischen Romane, die ich bisher gelesen habe, sind immer relativ nüchtern erzählt, ohne große Emotionsausbrüche, während Manga generell wesentlich bunter, emotionaler und "lebendiger" sind :D

    Juhu! :applaus: Nach meinen Klassiker-Flops war ich auch n bisschen skeptisch bzgl des Ishiguros - Alles, was wir geben mussten. So hochgelobt, Ishiguro sogar Nobelpreis. Aber es war wirklich eindrucksvoll und gut! So eine sympathische Protagonistin hab ich schon lange nicht mehr gelesen.

    Manchmal etwas anstrengend, weil sie doch hin und her springt, aber das war sowas von authentisch; wenn jemand erzählt, passiert das ja auch oft (mir zumindest, man kommt von einem zum anderen). Dieses nüchterne, selbstverständliche und wertfreie Erzählen gefiel mir wirklich gut. Mir hat nur die Erklärung gefehlt,

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    wieso manche so lang betreuen und manche recht schnell zum Spenden kommen.

    aber alles in allem fand ich es wirklich klasse. :herzen1:

    Bin heute fertig geworden und finde es wirklich großartig. Tatsächlich finde ich die Erzählweise sehr japanisch, obwohl Ishiguro ja in UK aufgewachsen ist - aber dieses nüchterne Erzählen passt zu meinen bisherigen Erfahrungen.

    Ansonsten ist die Art, wie die Geschichte erzählt wird, wie man als eigentlich "Wissender" trotzdem langsam dargelegt bekommt, worum es geht, wie die Beziehungen dargestellt werden, wirklich meisterlich. Hier kann ich absolut verstehen, warum er den Nobelpreis bekommen hat (auch schon bei dem anderen Buch "Was vom Tage übrig blieb").

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    Ich glaube, das wird ein wenig nach dem Zufallsprinzip bzw. Nutzenprinzip entschieden. Welcher Betreuer ist geeignet, als nächster Spender für ein entsprechendes Projekt in Frage zu kommen und welcher ist abkömmlich?

    Das mag stimmen, aber gerade Kritik wie "Bei solchen Rückzuchtungen gibt es zu viel Ausschuss" oder "Dein Hund hat zwar längere Beine und einen besseren Körperbau, die Schnauze ist aber noch zu kurz, den hättest du trotzdem nicht kaufen sollen" demotivieren sowohl Käufer wie auch Züchter. Warum ein Rückzüchtungsprojekt unterstützen, wenn man dafür genauso angefeindet wird, wie wenn man einen Vermehrermops geholt hätte?

    Deswegen braucht es eigentlich Aufklärungsarbeit an mehreren Fronten:

    Beim Käufer, damit er sich erst gar keinen Mops holt oder wenigstens einen aus dem Rückzüchtungsprojekt.

    Beim Züchter, damit er die richtigen Verpaarungen und Einkreuzungen wählen kann, sich mit anderen Züchtern verbinden kann und erkennt, dass die Rückzüchtungen die Mühe lohnen.

    Und beim Mops-Kritiker, damit dieser transparent die Ziele und Erfolge nachverfolgen und beurteilen kann.

    Hierzu sind unter Umständen natürlich externe Anreize nötig - Gesetzgebung, positive Berichterstattung über den Retromops, geänderte Regelungen des Zuchtverbands etc. Aber pausche Kritik am Mops und der Zucht sind bestenfalls fruchtlos, schlimmstenfalls kontraproduktiv.

    Aber ist das nicht besser, als gar nichts zu machen?

    Denn, ganz realistisch betrachtet, wird die Mopszucht nicht in naher Zukunft verboten werden. Nicht in Deutschland und schon gar nicht weltweit.

    Ist es da nicht besser, diesen "Ausschuss" im Rahmen eines Optimierungsprojekts zu erreichen, als in einer regulären Zucht, die weiter macht wie bisher? Irgendwo muss man ja ansetzen, und zu sagen "Da gibt es aber tausende leidende Hunde" mag stimmen, nur die gibt es halt so oder so. Dann lieber in Kauf nehmen auf dem Weg zur Besserung als einfach nichts unternehmen und die tausenden leidenden Hunden genauso zu produzieren.