Beiträge von Monstertier

    Mir ist durchaus bewusst, dass das vielleicht die falsche Entscheidung war oder eine unnötige, aber weil ich nochmal in mich gegangen bin, würde ich beim nächsten Züchter darauf achten, dass zumindest unsere Lebenssituation mehr abgeklopft wird.

    Vielleicht wäre es hier sinnvoll, wenn du dem Züchter nicht die Bringschuld unterjubelst, sondern selber lieferst? Wie lebt ihr, was ist euch wichtig, was ist ein No-Go.

    Das ist jetzt nicht so böse gemeint wie es vielleicht klingt, aber bei dir scheint viel "Der Züchter hat so und so zu sein" durch. Er soll bestimmte Fragen stellen (warum, vielleicht reicht ihm das, was er bereits weiß, schon?), er soll euch tiefgehend beraten (warum, er ist kein Psychologe und kennt eure Situation und Gedanken nicht en Detail?), und seine Entscheidung soll dann noch möglichst mit deinem Bauchgefühl übereinstimmen.

    So wie ich das sehe, kannte die Züchterin hier eure Situation, hat sich für einen Welpen für euch entschieden, den sie passend fand (vielleicht durch eine Mischung von Bauchgefühl und Einbeziehen eurer Lebenssituation), aber das hat nicht mit deinem Bauchgefühl übereingestimmt. Dass du deswegen abgesagt hast, ist völlig legitim, aber vielleicht solltest du deine Erwartungen an einen Züchter nochmal einer Prüfung unterziehen. Das sind in der Regel Leute, die das aus Liebe zu ihrer Rasse machen, die vielleicht alle ein, zwei Jahre einen Wurf haben, jetzt aber nicht speziell in der Beratung von Interessenten geschult sind. Manchmal will man ihnen die eigene Lebensgeschichte erzählen, um den passenden Welpen zu finden, aber ihnen reichen drei, vier Eckpunkte. Manchmal entscheiden sie nach Bauchgefühl, weil sie ihre Hunde kennen, die passenden Kriterien aber nicht direkt benennen können (wie, ein quirliger Welpe passt besser in eine ruhige Familie), und manchmal haben sie auch einfach keine Lust auf das Heckmeck, wenn Interessent A plötzlich meint, die bisher zugeteilte Hündin passt jetzt doch nicht, nur weil eine andere frei geworden ist.

    Wie gesagt, nicht böse gemeint, aber vielleicht kannst du da nochmal drüber nachdenken.

    Moment. Aber Menschen die töten, haben in aller Regel eine dementsprechende Vorgeschichte. Psychische Erkrankungen, schwierige Kindheit, augenscheinlich ausweglose Situationen und selten auch Nerven- oder Hirnschäden.

    Menschen haben Tieren nur eins voraus, sie können Lügen und sich verstellen, und dadurch mehr oder weniger unauffällig sein bis etwas wirklich gravierendes passiert.

    Dementsprechend sind Hunde mit ähnlicher Vorgeschichte und Potential eben nicht unauffällig.

    Hier greift dann höchstens die 'Notwehr' in einer Extremsituation. Ob diese hier im Fall, aus Hundesicht, angebracht war, wissen wir nicht.

    Hm, stell es dir menschlich so vor:

    Deine Mutter stürzt, kriegt einen Anfall, whatever. Du weißt nicht, was mit ihr los ist, hast keine Möglichkeit, Hilfe zu holen, bzw weißt nicht mal, wo. Jetzt kommt jemand auf dich oder deine Mutter zugerannt, der eine Sprache spricht, die du nicht verstehst, und aggressiv wirkt. Du wehrst dich, versuchst, deine Mutter zu beschützen, bist panisch und kannst keinen klaren Gedanken fassen. Du achtest nicht drauf, ob du der fremden Person Schaden zufügen, dir ist nur wichtig, dass sie deine Mutter in Ruhe lässt (was sie nicht tut). Und da wirst du auch nicht darauf achten, welche Verletzungen du der fremden Person zufügst. (Ersetze Mutter durch Kind und es wird noch einen Ticken explosiver).

    So grob aus menschlicher Sicht stelle ich mir das vor. Dann kommt hinzu, dass Hunde Raubtiere sind (mit beispielsweise Rehen würde die Situation vermutlich anders ausgehen), also prinzipiell "aggressiver" als ein Mensch, und dann werfen wir Gruppendynamik mit rein. Da muss kein Beteiligter vorher auffällig gewesen sein, damit es hier explodiert.

    Ich lese grad "Was man von hieraus sehen kann" von Mariana Leky und finde es eigentlich recht leicht. Nicht unbedingt von der Thematik her - ist halt Dorfcosmos -, sondern vom Schreibstil. Viel trockener Humor und Schilderungen, die leicht runter gehen. Ich schätze, in dem Tenor wird es auch weitergehen ohne Liebesgesülz oder Nazigeheimnisse xD Vielleicht wäre das auch was?

    Hm, ich stelle mir die Situation gerade so vor:

    Fahrradfahrerin verunglückt, ihre Hunde bleiben bei ihr und versuchen jeden, von ihr fernzuhalten.

    Ersthelferin nähert sich mit (vermutlich, sonst wäre er eher geflüchtet) angeleintem Hund, Hunde der Verunglückten sehen ihn als Bedrohung und attackieren ihn. Da er angeleint ist, kann er nicht flüchten, Ersthelferin denkt im Chaos nicht daran, ihn von der Leine zu lassen, Hunde der Verunglückten attackieren stärker, da die Bedrohung ja nicht weggeht, dadurch entstehen Bisse, die im Endeffekt tödlich enden (reicht schon, das er mehrere Bisse bekommen hat, und verblutet ist, weil die Ersthelferin auf Grund der ganzen Situation auch nicht dazu gekommen ist, ihn zum Tierarzt zu bekommen - dafür muss es nicht mal ein Kleinsthund sein).

    Ich sehe da Hund und Mensch in Panik und Chaos, der Hund der Ersthelferin vermutlich durch ihren Stress und die Attacke ebenfalls zusätzlich aufgestachelt. Beziehungsweise haben sich alle Beteiligten gegenseitig aufgestachelt. Eine Schuld in Sinne von fahrlässigem oder boshaften Verhalten sehe ich bei keinem.


    PS: Und ja, auch Menschen können töten. Nennt sich Notwehr, und reicht schon, dass man bei einem Angriff jemanden so schubst, dass er vor ein Auto gerät oder beim Sturz sich das Genick bricht.

    Die beiden Leonberger meiner Schwiegereltern hätten prinzipiell kein Problem mit dem Klima, wenn es im Haus tatsächlich ausreichend klimatisiert ist. Morgens und abends Gassi, den Rest des Tages rumliegen und chillen - jep, wäre ganz nach ihrem Geschmack. Das ist jetzt prinzipiell keine Rasse, die mittags kilometerweit Gassi gehen müssen. Wenn sie noch nen großen Garten bzw Grundstück haben, schattige Bäume und ausreichend Wasser, vielleicht noch was zum Planschen und Abkühlen, sehe ich im zyperischen Klima - wie hier geschildert - nicht unbedingt ein größeres Problem.

    Danke!

    Wenn ich "Twist" höre, werde ich immer neugierig, bin aber meistens eher enttäuscht von den Büchern.

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    so spannend klingt das ja irgendwie auch nicht. :-)

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    Es ist nicht spannend in dem Sinne - da darf man keine Krimi- oder Thrillermaßstäbe dran setzen. Aber mit der ganzen vorherigen Geschichte, der ganzen Entwicklung und allem drum und dran ist es halt sehr perfide bzw ironisch. Es hat zumindest bei mir ein sehr unangenehmes Gefühl hinterlassen - man wurde quasi auf der letzten Seite um das Happy End betrogen, und das durch eine subtile kleine Tat, die gleichzeitig sehr tragisch ist.

    jetzt bin ich neugierig - verrätst du den Twist bittebitte? Im Spoiler?

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    hat es was mit Bienen zu tun? Der Unfall passeirt wegen einer Biene?

    Nicht ganz xD Da muss ich aber etwas ausholen.

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    Das ganze Buch dreht sich darum, dass der Protagonist F - einer der fünf Studenten - eigentlich eine unscheinbare Person ist, sich aber mit dem Verunglückten H anfreundet und sich als seinen besten Freund sieht. Dieser Gedanke wird mehrmals auf die Probe gestellt, bis er sich am Ende wieder bekräftigt.

    Kern ist, dass diese vier überlebenden Studenten eine Nachricht bekommen, sie seien Mörder. Sie haben das Unglück quasi indirekt verursacht, da sie H dazu gedrängt haben, einen von ihnen, der zu ihrem Urlaubsort nachkommen wollte, vom Bahnhof abzuholen, obwohl die Straße eng war, es stürmte, H getrunken hatte und erst seit Kurzem den Führerschein hatte. Jetzt versucht F herauszufinden, wer ihnen die Nachricht geschickt hat, und gleichzeitig mehr über seinen Freund H zu lernen, da er merkt, dass er viel von ihm eigentlich gar nicht weiß.

    F ist eine unscheinbare, durchschnittliche und langweilige Person, das Einzige, was ihn ausmacht, ist sein Talent der Kaffeezubereitung. So haben er und H auch häufig Zeit miteinander verbracht. Durch H ist er aber auch erst drauf gekommen, dass man Honig in den Kaffee machen kann.

    Kurz bevor H losfuhr, hat F ihm noch einen Kaffee gemacht mit Honig. Und auf der letzten Seite - nachdem man bekräftigt hat, dass F Hs bester Freund war und der Unfall eben nur ein Unfall war - erfährt man, dass H eine Buchweizenallergie hatte, und der Honig Buchweizenhonig war. Also hat F H faktisch ermordet.