Ich glaube schon, dass Werbung einen ganz krassen Einfluss auf Wahrnehmung und Begehrlichkeit hat. Das sieht man doch auch beim menschlichen Schönheitsideal ganz eideutig. Was am weiblichen Körper als schön und begehrlich wahrgenommen wird ändert sich auch über die Jahrhunderte, sogar nur Jahre, und wird gesellschaftlich durch Medien und co geformt. Es gibt ja zB auch Studien dazu, wie Magersucht bestimmte Gegenden der Welt erst mit dem Zugang zu westlichem Fernsehen erreicht hat.
Und die Anti-Rauchbewegung geht ja den gleichen Schritt, sehen weckt Begehrlichkeiten. Deshalb wird in Filmen und co um einiges weniger geraucht, und es gibt keine Zigarettenwerbung mehr im Fernsehen. Als ehemaliger Raucher kann ich sagen, dass das echt einen großen Einfluss hat.
Ja, klar, weckt es Begehrlichkeiten. Das ist Sinn und Zweck der Werbung. Aber trotzdem spricht es einen nicht frei davon, dass man weitere Dinge unreflektiert hinnimmt. Also, ich kann einen Frenchie in der Werbung sehen, dadurch seine Optik als normal empfinden und mir einen wünschen, aber dadurch werden ja nicht die gesundheitlichen Probleme an allen Ecken entfernt. Und das muss ich schon bewusst (!) ignorieren, um mir dann einen zu holen.
Was anderes wäre es, wenn in der Werbung die ganze Zeit von gesunden Frenchies die Rede ist, bei denen die Atemgeräusche dazu gehören (ich rede hier nur von Werbung - das Züchter und Halter sowas sagen, ist nochmal was anderes). Da würde ich noch irgendwo nachvollziehen können, dass der Werbung geglaubt wird und man das als ausreichend informiert wahrnimmt. Aber nur, weil vermehrt Qualzuchten als Werbeträger fungieren, spricht es halt nicht von der weiteren Informationseinholung frei.