Beiträge von Monstertier

    Ich glaube schon, dass Werbung einen ganz krassen Einfluss auf Wahrnehmung und Begehrlichkeit hat. Das sieht man doch auch beim menschlichen Schönheitsideal ganz eideutig. Was am weiblichen Körper als schön und begehrlich wahrgenommen wird ändert sich auch über die Jahrhunderte, sogar nur Jahre, und wird gesellschaftlich durch Medien und co geformt. Es gibt ja zB auch Studien dazu, wie Magersucht bestimmte Gegenden der Welt erst mit dem Zugang zu westlichem Fernsehen erreicht hat.

    Und die Anti-Rauchbewegung geht ja den gleichen Schritt, sehen weckt Begehrlichkeiten. Deshalb wird in Filmen und co um einiges weniger geraucht, und es gibt keine Zigarettenwerbung mehr im Fernsehen. Als ehemaliger Raucher kann ich sagen, dass das echt einen großen Einfluss hat.

    Ja, klar, weckt es Begehrlichkeiten. Das ist Sinn und Zweck der Werbung. Aber trotzdem spricht es einen nicht frei davon, dass man weitere Dinge unreflektiert hinnimmt. Also, ich kann einen Frenchie in der Werbung sehen, dadurch seine Optik als normal empfinden und mir einen wünschen, aber dadurch werden ja nicht die gesundheitlichen Probleme an allen Ecken entfernt. Und das muss ich schon bewusst (!) ignorieren, um mir dann einen zu holen.

    Was anderes wäre es, wenn in der Werbung die ganze Zeit von gesunden Frenchies die Rede ist, bei denen die Atemgeräusche dazu gehören (ich rede hier nur von Werbung - das Züchter und Halter sowas sagen, ist nochmal was anderes). Da würde ich noch irgendwo nachvollziehen können, dass der Werbung geglaubt wird und man das als ausreichend informiert wahrnimmt. Aber nur, weil vermehrt Qualzuchten als Werbeträger fungieren, spricht es halt nicht von der weiteren Informationseinholung frei.

    Ganz ehrlich, schau dich in den „ich hab ganz frisch einen Hund und Problem XY“ Themen um, glaubst du wirklich, dass die notwendige Reflexion da realistisch ist?

    Mir geht es eher darum, dass die Hunde Werbeträger sind. Das Problem würde auch bestehen, wenn sie keine Werbeträger sind, weil die Leute halt sind wie sie sind. Die Werbung macht sie zwar sichtbarer, aber das Problembewusstsein hängt meines Erachtens eher an den kognitiven und empathischen Fähigkeiten des Halters, weniger an dem, was die Werbung suggeriert.

    Es wird dadurch einfach nicht als Problem wahrgenommen.

    Und da sind wir wieder bei Mops&Co. Solange diese als Werbeträger vermarktet werden, wird die Übertypisierung nie verschwinden.

    So einfach würde ich es den Leuten aber nicht machen. Mir gefallen rein optisch kupierte Dobermänner auch besser als unkupierte, trotzdem würde hier nur maximal einer aus dem Tierschutz einziehen und ich würde mir eine Zucht unterstützen, die kupiert. Und diese Reflexion kann man auch von Qualzuchtliebhabern erwarten, egal wie massiv diese Hunde in der Werbung sind (womit ich aber nicht leugnen will, dass Werbung einen massiven Einfluss nimmt)

    Mein Freund hat öfter mal gedankliche Aussetzer :hust:

    Er guckt sich mit dem Spatz ein Buch mit Tieren an, auf einer Doppelseite sind Meerschweinchen und Kaninchen abgebildet.

    Er so: "Und das sind Kaninchen"... Liest den ersten Satz des Textes, der irgendwas von Meerschweinchen sagt... "Ja, okay, das sind Meerschweinchen :emoticons_look: :ka:"

    Ja, klar, hat lange Ohren, Mümmelnase, lange Pfoten, aber wenn der Text Meerschweinchen sagt, müssen es auch Meerschweinchen sein :lol:

    Wäre auch eine Option

    Ich finde dieses „Rasseraten“ aber generell schwierig. Offenbar dauert es ja noch einige Jahre, bis das Thema Leo-Nachfolge konkret wird. Vielleicht haben die Schwiegereltern ja schon selbst Vorstellungen für die Zukunft. Ich verrate meinen Kindern auch nicht alle Gedanken und Pläne, die mich für die Zeit 60+ umtreiben. Und ganz ehrlich, beim etwas darüber Nachdenken: Ich fände es sehr übergriffig, wenn meine Kinder und Schwiegerkinder aussuchen würden, welche Rasse mir noch zuzutrauen sei. Sollte ich mit 85 Jahren auf die Idee kommen, mir ein Huskyrudel anzuschaffen, dann kann man mich ja immer noch zu einem zehnjährigen Second-Hand-Malteser bekehren. Aber eben erst dann!

    Haben sie nicht, das wüssten wir vermutlich. Mir geht es auch nicht um Bevormundung - was sie später auswählen, ist ihre Entscheidung -, sondern um Beratung. Und schon jetzt die Weichen dafür stellen. ob sie das dann machen, ist ja ne andere Entscheidung, aber ich kenn halt meine Schwiegereltern gut genug, um zu wissen, was gefallen und passen könnte. Ich suche ja eben keinen Malteser für sie, obwohl sie einen Husky wollen, sondern etwas, was den Leonberger gut ersetzen kann, für ältere Menschen, die auf die 70 zu gehen, aber noch gut zu handhaben ist.

    Leonberger sind bei 50+, ergo wäre das zumindest ne etwas leichtere Alternative. Sie sind aber Rüdenmenschen, da müsste man nach dem Züchter etwas gucken.

    Ich schätze aber, da die Optik dem Briard ähnlich ist, würden die vermutlich auch nicht zusagen :tropf: Aber ich setz sie mal auf die Liste, da die anderen Eckpunkte ja gut passen xD

    Eeeeehm... Die Ansprüche sind ja nicht so riesig eigentlich xD Nur tatsächlich glaube ich nicht, dass bei der Optik groß was geht, da haben sie einfach ihre Vorlieben, und Kurzhaar oder Locken gehören eher nicht dazu :ka: Nen Riesenschnauzer könnte ich mir unter Umständen optisch noch vorstellen, aber da würden andere Rassen vermutlich eher den Vorzug bekommen.