Beiträge von SabethFaber

    Aber bei einem Hund, wo ich Angst hätte ihn nicht halten zu können, würde mich das wohl irre machen, weil ich das Gefühl hätte noch weniger Einfluss zu haben.

    Das kann gut sein und ist wahrscheinlich auch das Problem was wir nicht so richtig nachvollziehen können.
    Unsere Hunde sind dafür nicht schwer/stark genug.

    Ich denke, wenn ich mir sonst ernsthafte Sorgen um die Umwelt machen müsste würde ich den Hund auch lieber (an einem schönen breiten) Halsband führen.
    Ich könnte es mir deutlich weniger verzeihen, wenn er jemanden verletzt, als wenn er kurzzeitig Unannehmlichkeiten erdulden muss.
    Zumal ja das Ziel ist das soweit zu trainieren, dass es eben nicht mehr vorkommt.

    Joa, ich kann mich mit Ari bei euch da anschließen.

    Stress wie noch was im Wartezimmer, inklusive Quietschen, Fiepen und Bellen, wenn es zu lange dauert und auch noch die restliche Konzentration futsch ist. Ansonsten nur absolutes Stresshecheln und Panikaugen.

    Wenn man ihn lässt steht er direkt wieder vor der Ausgangstür.

    Und ins Behandlungszimmer muss ich ihn ziehen oder tragen.
    Wenn ich ihn dann auf den Tisch hiefe steht er da wie ein Stein. Richtig starr vor Angst. Lässt aber fast alles mit sich machen.

    Die Tierärztin und die Helferinnen mag er aber zumindest - die haben Futter sobald man wieder auf dem Boden ist, oder besser noch raus aus dem Horrorzimmer :roll:

    Also ich hab sogar bei meinem 19kg-Aussie das Gefühl, dass ich den im Geschirr kaum gehalten bekomme.
    Bzw. gehalten klar, aber nicht so geführt, dass ich beeinflussen kann, wo er läuft. Einfach weil der "Drehpunkt" bei einem Geschirr viel zu weit hinten ist.

    Die 'Steuerfähigkeit' ist am Geschirr tatsächlich schlechter. Das ist definitiv so.
    Auch wenn man den Hund irgendwo vorbei führen will oder so - einfach weil die Leine zu weit hinten ist. Das ist der eine Punkt, der mich auch öfters nervt.

    Aber ich hab häufig die Flexi dabei und die kommt nur ans Geschirr. Außerdem hat Ari im Freilauf eigentlich immer einen Kurzführer dran, dann muss ich ihn nicht immer gleich anleinen wenn wer kommt. Dafür ist das Geschirr wieder praktisch.

    Über kurz oder lang würde ich ihn aber gerne nur am Halsband führen, das ist irgendwie insgesamt geschickter und Ari findet Geschirr eh doof (zumindest beim Anziehen).

    Aber er ist generell gut zu halten. Ari hat mich bisher nur einmal lang gelegt und da war ich selbst schuld und gar keine Leine am Hund sondern ich wollte ihm beim Laufen am Geschirr halten |) :pfeif:

    Doch, damit ist viel gewonnen, weil die Kräfteverteilung eine ganz andere ist und ich eine komplett andere Kontrolle über den Hund habe. Nicht umsonst nutzt man für Arbeiten bei denen der Hund möglichst optimal seine Kraft einbringen können muss Geschirre... Etwas, was ich in genau der Situation ja nicht will.

    Vorne weg, ich kann Ari halten, aber er kann mich schon mal aus dem Gleichgewicht bringen.

    Ari macht beim Halsband keine Kompromisse. Das heißt wenn er zieht, dann zieht er richtig und bringt mich auch ziemlich aus dem Gleichgewicht wenn ich nicht aufpasse. Am Geschirr entwickelt er wohl etwas mehr Kraft, aber sooo gigantisch ist der Unterschied dann nicht, dass ich es mit meinem Gewissen vereinbaren könnte das Geröchel und Gejapse (nicht zu vergessen die möglichen Langzeitschäden) in Kauf nehmen würde.

    Wenn ich also bei einem größeren und schwereren Hund die richtige Technik hätte (wie es @Pinky4 ja wohl hat), dann würde ich auch immer das Geschirr nehmen...

    Edit: Ari hat allerdings auch nur 22-24kg (momentan sind so 2kg extra Fell drauf :ugly: )

    @Neongrau

    Siehst du, wir hatten an Baby Ari tatsächlich zu nagen - und bis heute fand ich die Welpenzeit mit Ari die schlimmste Phase. Er war anstrengend in der Pubertät, aber die Welpenzeit hab ich am Schlimmsten in Erinnerung. Mein Freund und ich waren zwischenzeitlich so fertig, dass wir fast einen riesen Krach gehabt hätten.
    Ich freue mich auch jetzt auf mein Baby, aber im Prinzip brauche ich die Welpenzeit auch nicht nochmal. Ich finde der Spaß fängt erst so mit einem halben Jahr so richtig an.

    Aber, und das ist das Wichtigste - es gehört einfach dazu. Am Anfang ist man vielleicht etwas überfordert, weil man sich das ganz anders vorgestellt hat, aber es ist es so, so sehr wert.
    Selbst die verhasste Welpenzeit von Ari würde ich niemals missen wollen. Ich bin glücklich das alles miterlebt zu haben und würde mich immer wieder dazu entscheiden es wieder zu tun.

    Zumal wir einfach so oft zwar richtig fertig waren, aber nur ein Blick auf das kleine Fellknäul gereicht hat um uns das Herz zu erwärmen und uns zu sagen, dass es genau die richtige Entscheidung war.

    Und beim zweiten jetzt wird das auch viel entspannter ablaufen, weil ich besser weiß was ich zu tun habe (und der kleine nicht so ein Terrortier ist wie Ari).

    Hihi, vor Aris Anschaffung hatte ich eigentlich auch kaum Bedenken - nach Aris Anschaffung hatten wir ziemlich viele Bedenken und waren für eine Weile total im Stress.
    War es wert :herzen1:
    Wird mir allerdings dieses Mal nicht wieder passieren, diesmal weiß ich ziemlich genau was auf mich zukommt.

    Wenn ich mir damals einen Hund hätte backen können, wäre es nicht Ari gewesen.

    Wenn ich mir heute einen backen könnte wäre es Ari - mit höherer Stresstoleranz bzw besserer Reizverabeutung. Aber insbesondere auch weil das eine Sache ist, die ihn selbst sehr behindert und ich ihm so kaum dabei helfen kann :muede: