Hallo liebe Forengemeinde,
unser 9 Monate alter Boxer gibt mir gerade eine Erziehungsaufgabe :-)
Es geht darum, dass ich interessanter für ihn werden möchte. Zuhause im Garten spielt er prima mit mir - bringt die Spielzeuge wieder - kein Problem.
Draußen beim Gassi gehen ist alles andere interessanter für ihn. Ich habe jetzt mal sein Lieblingsspielzeug mitgenommen, aber auch das wird einfach fallen gelassen und dann wird wieder in die Gegend geglubscht.
Mir war das am Anfang nicht so klar, beim Gassi gehen habe ich eigentlich auch nie wirklich regelmäßig mit ihm gespielt. Er durfte da auch mit netten Hunden spielen - man möchte ja auch das Sozialverhalten gut geprägt wissen.
Damit hat er auch keine Problem - er ist ein wirklich netter Typ und bisher auch nicht agressive oder sonst auffällig.
Da ich aber auch Hundesport machen möchte und der Garten zu klein ist, um zuhause zu üben (zum Beispiel Fuß gehen), muss sich das auf die Wiese draußen verlegen.
Aber selbst morgens in der Früh - teilweise wenn noch gar niemand da ist - wird da geglubscht, ob da nicht irgendwas interessantes auftaucht.
Daher war mein Gedanke, dass ich erstmal versuche, ihn dahinzubringen, dass er mit mir auch draußen spielen möchte. Denn wenn ihn das Spielzeug bzw. Triebmittel nicht interessiert -dann kann ich es mir natürlich auch sparen, irgendwelche Übungen abrufen zu wollen.
Daher meine Frage - wie gehe ich da am besten vor?
Ich habe es jetzt gestern mal so gemacht, dass ich auch mittags mit ihm raus bin - da sind dann zwar schon Leute, aber nicht so superviele wie nachmittags - so dass es eine moderate Ablenkung ist.
Habe ihn dann an der Laufleine gelassen (wenn andere Objekte so in die Nähe kamen, dass er sich vielleicht ab und davon macht) und versucht, ihn mit dem Spielzeug zu locken. Das hat dann auch hier und da geklappt und dann wurde natürlich wieder geglubscht (klar - das geht ja auch jetzt nicht von ein paar mal üben weg). Wenn er das Interesse verloren hat, bin ich einfach in die Gegenrichtung gerannt und habe versucht ihn wieder aufzufordern.
Ich möchte jetzt nur vermeiden, dass ich da blöde Fehler mache und wollte euch dazu befragen.
Ich denke mir, es ist wahrscheinlich am besten, wenn er jetzt hier auf der Wiese keinen Hundekontakt mehr hat, sondern lernt, dass er sich nicht nach außen fixiert, oder? Sonst wäre es wahrscheinlich auch nicht so klar für ihn, wenn mal ja und mal nein.
Wenn er einem Hund an der Leine begegnet, legt er sich gleich hin und zittert richtig vor Aufregung. Wir reagiere ich da am besten? An der Leine zuppeln und weitergehen oder liegen lassen, bis der andere Hund vorbeigegangen ist?
Er muss ja auch in meine Kontrolle kommen und kann sich dann nicht einfach davon machen, wenn er irgendwo Leute oder Hunde oder was immer sieht.
Es gibt noch andere Gassi-Orte, wo er frei laufen und auch mit anderen Hunden spielen kann - das braucht er ja auch ab und an. Oder soll ich das jetzt erstmal ganz vermeiden?
Und wie mache ich es zuhause? Ich habe jetzt auch schon gelesen, dass manche ihre Hunde zuhause weitestgehend ignorieren und die Action dann nur draußen ist. Gestern z. B. war es so, dass er nach dem Gassigehen zuhause auch nochmal spielen wollte. Das habe ich dann auch gemacht. Nach ca. 10 Minuten höre ich dann auf, dann macht er noch bissl alleine weiter und legt sich dann hin und ruht sich aus. Wenn ich ihm das Spielzeug wegnehmen würde, dann würde er das fiepsen anfangen oder sich was anderes suchen.
Freue mich auf eure Tips - haben ja glaube ich viele Leute so Probleme.