Hallo,
Du solltest besser schreiben erst seit 1,5 Wochen, denn das ist keine lange Zeit für ein Rückruftraining
15 x zu rufen bringt gar nichts, denn so lernt Lucy "wenn sie ruft und ich nicht komme, ist das auch egal" Freilauf erst dann, wenn der Rückruf sitzt
Sie kommt also gar nicht zur Ruhe und dieses Hinterherdackeln würde ich unterbinden. Lege Lucy in ihr Körbchen und bestehe darauf, dass sie dort liegen bleibt. Wenn das noch nicht funktioniert, schließe die Türen, wenn Du den Raum verlässt, damit Lucy nicht hinter her kommt.Wieso meinst Du, sie habe Verlustängste? Wie zeigt sich das?
Wie trainiert Ihr überhaupt? Grundkommandos beim Spaziergang oder beschäftigt Ihr Lucy auch anders?
Nein, Schleppleine solltest Du schon jetzt nehmen, denn damit kannst Du, gerade den Rückruf gut trainieren
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Vielen Dank für deine Antwort und die vielen Fragen
Ich versuche mal auf alles detailliert einzugehen.
Ich habe das Wort "schon" nicht bewusst gewählt, sorry. Ich habe es auch nicht negativ bezogen auf Lucy gemeint. Ich habe nur einfach das Gefühl, dass ich irgendwas gravierend falsch mache. Wenn sie 20 Mal abgelenkt ist, dann hört sie einfach 20 Mal nicht auf mich. Da gibt es keine Ausnahmen und man sieht nicht mal einen Mikro-Fortschritt
Das wollte ich damit eigentlich ausdrücken.
Was tue ich denn am Besten wenn ich sie rufe und Lucy kommt nicht bzw. reagiert gar nicht. Nach etlichem Rufen kommt sie dann mal irgendwann und wir können weiter gehen. Oder ich ziehe leicht an der Leine und wir können weiter gehen. Aber wenn ich sie nur einmal rufen würde und sonst nichts tue, könnten wir wahrscheinschlich stundenlang den Hasenbau beschnuppern.
Also wenn ich Türen hinter mir schließe, kommt sie bis zur Tür und legt sich davor. Wartet so lange bis ich wieder aus dem Raum komme. Geht von alleine nicht zurück ins Körbchen, egal wie lange es dauert. Auch wenn ich ihr vorher BLEIB gesagt habe. Sobald sie die Tür hört kommt sie hinterher. Wenn ich sie danach wieder ins Körbchen schicke, geht das Gleiche wieder von vorne los.
Während ihren ersten Tagen bei uns , habe ich gedacht dass sie eben Verlustängste hätte. Innerhalb eines Monats hat sie dreimal die "Besitzer" gewechselt. Sie wurde zunächst von einem Tierschutzverein aus der weißrussischen Tötungsstation geholt und lebte dann ein paar Wochen bei einem Mitglied des Vereins. Dort wurde sie aufgepäppelt und bekam dort wohl auch das erste Mal so etwas wie Liebe zu spüren. Die Vorbesitzer die sie in die Tötungsstation brachten, haben wohl Gewalt gegenüber Lucy angewendet. Oder/Und die MA der TS. Wir wissen es nicht. Aber Lucy hat sich grundsätzlich immer schützend auf den Bauch gelegt, wenn Menschen auf sie zu kamen. Ganz besonders Männer. Das Verhalten hat sie auch noch bei uns gezeigt, wenn wir auf sie zukamen.
Sie kam dann von dort für 4 Tage zu einer deutschen Pflegefamilie und dann zu uns. Wir konnten in den ersten Tagen die Wohnung nicht verlassen, ohne dass sie in der Zeit gequikt hat. Auch wenn es natürlich erstmal nur zwei drei Minuten waren. Beim Gassigehen hat sie sich nicht weit von uns entfernt. Und hat panisch hochgeguckt und umhergesucht, wenn sie uns mal aus den Augen verlor. Aber als dann das Folgen innerhalb der Wohnung nicht aufhörte, obwohl das Allein-Sein immer besser klappte, habe ich das Gefühl bekommen dass es Kontrollverhalten sein könnte.
Also während des Gassis trainieren wir mit Lucy tatsächlich nur Kommandos. Bevor wir Straßen überqueren muss sie SITZ machen, wir gehen einmal durch einen engen Tunnel durch den auch Autos fahren. Da muss sie immer BEI FUß gehen und darf erst danach wieder "freier laufen" (LOS) (klappt überraschenderweise super
). Wenn ich WARTE sage, bleibt sie größtenteils stehen. Bevor sie nach dem Gassigehen ins Haus darf, muss sie SITZ machen und WARTEN bevor ich sie ins Haus rufe. Ich habe beobachtet, dass andere Hundebesitzer ihre Hunde Bälle oder andere Gegenstände während des Gassis apportieren lassen. Lucy hat bisher kein Interesse am Apportieren. Auch wenn es dafür Leckerlies gibt. Habe das öfters zuhause ausprobiert. Also es liegt nicht daran, dass draußen alles viel interessanter ist. Auch zuhause bringt sie mir nichts zurück damit wir weiter spielen
Zuhause hat sie einige Zerrspielzeuge. Mit denen spielen wir ziemlich oft. Oder wir versuchen es zumindest
Mittlerweile habe ich sie dazu gebracht, dass sie auch mal richtig zerrt und es verteidigen möchte. Zu Beginn hat sie schnell das Interesse verloren und hat mich nur angeschaut.
Ansonsten verstecke ich Zuhause Leckerlies in irgendwelchen Gegenständen und sie muss dann gucken wie sie dran kommt.
Zuhause üben wir sonst noch BLEIB (wenn ich zum Briefkasten möchte oder Müll wegbringen will oder grundsätzlich das Haus verlassen muss).
Sie möchte ja am liebsten alles freßen, was sie findet. Habe bereits panische Angst, weil sie mal eine Rattengift-Brotkugel im Maul hatte. Also üben wir zuhause auch, dass sie nichts vom Boden frißt. Klappt aber sehr selten.
Ich versuche aber auch SITZ, KOMM und LUCY zuhause zu üben, wenn ich weiß dass sie gerade abgelenkt ist. In der Hoffnung, dass ich ihr das Zuhause konsequent beibringen kann, sodass sie auch draußen besser darauf hört.
Jetzt nachdem ich alles aufgeschrieben habe, fällt mir auf das es insgesamt vielleicht doch sehr viele Kommandos sind. Wir üben aber auch nicht jeden Tag alles. Manchmal sind die Tage zu kurz und dann fällt zum Beispiel das "kein Essen vom Boden freßen" weg.
Gibt es eine bestimmte Länge die die Schleppleine haben sollte? Sonst noch etwas auf das ich beim Kauf achten sollte? Tierhandlungen haben ja viele Variationen davon.